Investitionsabzugsbetrag, Steuervorteil

Investitionsabzugsbetrag: Steuervorteil für KMU bleibt 2026 attraktiv

27.01.2026 - 05:03:12

Der Investitionsabzugsbetrag ermöglicht deutschen Mittelständlern eine vorzeitige Steuerentlastung für geplante Anschaffungen. Kombiniert mit der erhöhten Sonderabschreibung ergeben sich 2026 besondere Chancen.

Der Investitionsabzugsbetrag (IAB) ist für viele deutsche Mittelständler ein Schlüssel zur Steuerplanung. Er schafft Liquidität für künftige Anschaffungen, noch bevor sie getätigt werden. Neue Abschreibungsregeln machen das Instrument jetzt besonders interessant.

Wer profitiert von der Steuererleichterung?

Anspruch auf den IAB haben vor allem kleine und mittlere Unternehmen. Die entscheidende Grenze liegt beim Gewinn: Er darf im Wirtschaftsjahr des Abzugs 200.000 Euro nicht übersteigen. Diese Grenze gilt unabhängig von der Rechtsform oder der Gewinnermittlungsart.

Begünstigt sind Gewerbetreibende, Freiberufler sowie Land- und Forstwirte. Selbst Gründer können den IAB unter bestimmten Bedingungen nutzen. Wer mehrere Betriebe führt, kann die Höchstbeträge sogar für jeden einzelnen ansetzen.

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Welche Investitionen werden gefördert?

Gefördert wird die Anschaffung abnutzbarer, beweglicher Wirtschaftsgüter. Dazu zählen Maschinen, Fahrzeuge, Werkzeuge oder die Betriebsausstattung. Sowohl neue als auch gebrauchte Güter sind förderfähig.

Eine zentrale Bedingung: Das angeschaffte Gut muss zu mindestens 90 Prozent betrieblich genutzt werden. Für privat genutzte Firmenwagen ist der IAB daher meist nicht anwendbar. Immaterielle Güter wie Lizenzen oder Software sind generell ausgeschlossen.

So funktioniert der Investitionsabzugsbetrag

Unternehmen können bis zu 50 Prozent der geplanten Anschaffungskosten von ihrem Gewinn abziehen. Die Summe aller gebildeten IABs darf innerhalb von vier Jahren 200.000 Euro nicht überschreiten.

Nach der Bildung hat das Unternehmen drei Jahre Zeit, die Investition tätigen. Wird sie nicht fristgerecht umgesetzt, erfolgt eine Nachversteuerung mit Zinsen. Bei Durchführung wird der abgezogene Betrag dem Gewinn wieder hinzugerechnet – die Anschaffungskosten werden jedoch um den IAB gemindert. Diese geminderte Summe bildet die Basis für die reguläre Abschreibung.

Strategische Planung bringt Liquiditätsvorteile

Der größte Vorteil liegt in der Vorverlagerung der Steuerentlastung. Die sofortige Steuerlast sinkt, die Liquidität verbessert sich. Die eingesparten Mittel können direkt für die geplante Investition verwendet werden.

Das Instrument eignet sich ideal zur Glättung von Gewinnschwankungen. In einem ertragsstarken Jahr kann der IAB gebildet werden, die Investition erfolgt dann später. Doch Vorsicht: Wird nicht investiert, droht die Rückforderung mit Zinsen.

Attraktive Kombination mit Sonderabschreibung

Die Attraktivität des IAB wird 2026 durch das Wachstumschancengesetz gesteigert. Die Sonderabschreibung für nach dem 31. Dezember 2023 angeschaffte Güter wurde dauerhaft von 20 auf 40 Prozent erhöht.

Unternehmen, die die Gewinngrenze einhalten, können diese erhöhte Sonderabschreibung zusätzlich zum IAB nutzen. Diese Kombination ermöglicht es, einen erheblichen Teil der Investitionskosten bereits im Anschaffungsjahr steuerlich geltend zu machen. Für qualifizierte KMU ist die strategische Investitionsplanung damit aktuell besonders vorteilhaft.

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