Intervallfasten: Wie der Nahrungsverzicht unser Gehirn schützen könnte
18.01.2026 - 04:09:11
Intervallfasten aktiviert den körpereigenen Reinigungsprozess Autophagie. Neue Forschungen deuten darauf hin, dass dieser Mechanismus eine Schlüsselrolle für die Gesundheit des Gehirns spielt und möglicherweise vor Krankheiten wie Alzheimer schützt.
Der Prozess der Autophagie – griechisch für „sich selbst essen“ – ist ein fundamentales Recyclingprogramm unserer Zellen. Bei Nahrungsentzug beginnen sie, beschädigte Proteine und Zellbestandteile abzubauen, um Energie zu gewinnen und Platz für Neues zu schaffen. Für die Entschlüsselung dieses Mechanismus erhielt der Japaner Yoshinori Ohsumi 2016 den Medizin-Nobelpreis.
Fastenperioden von etwa 12 bis 24 Stunden können diesen Prozess anschieben. Eine Studie des Berliner Instituts für Gesundheit in der Charité (BIH) zeigte jedoch: Tiefgreifende Veränderungen im Körper, die über reinen Gewichtsverlust hinausgehen, werden oft erst nach drei oder mehr Fastentagen sichtbar.
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Ein Schutzschild für das Gehirn?
Die Verbindung zwischen Autophagie und Gehirngesundheit fasziniert Neurowissenschaftler. Die Theorie: Eine gestörte zelluläre Müllabfuhr könnte zur Anhäufung schädlicher Proteine beitragen – ein Markenzeichen von Alzheimer und Parkinson. Kann regelmäßiges Fasten hier gegensteuern?
Forschungsergebnisse legen das nahe:
* Studien deuten darauf hin, dass Intervallfasten Nervenzellen vor der für Alzheimer typischen Plaque-Bildung schützen kann.
* Eine Untersuchung der Universität zu Köln identifizierte an Mäusen einen Schutzmechanismus, bei dem das Autophagie-Protein ATG5 den Zuckerstoffwechsel in Nervenzellen reguliert.
* Das Gehirn kann nach kurzem Fasten selbst Hormone ausschütten, die die Reinigungsprozesse in anderen Organen wie der Leber ankurbeln.
Nicht für jeden geeignet
Trotz vielversprechender Tierstudien ist die Datenlage beim Menschen noch nicht eindeutig. Eine klinische Studie mit 49 Teilnehmern, die das 16:8-Intervallfasten praktizierten, zeigte positive Effekte wie einen Anstieg entzündungshemmender Substanzen.
Doch Experten warnen: Intervallfasten ist nicht universell empfehlenswert. Eine Münchner Studie an Mäusen lieferte Hinweise, dass der Nahrungsverzicht bei Heranwachsenden die Entwicklung insulinproduzierender Zellen stören könnte. Bei Vorerkrankungen sollte daher immer ärztlicher Rat eingeholt werden.
Vom Fasten zur gezielten Therapie?
Die Forschung sucht nach Wegen, die Vorteile des Fastens ohne strikten Verzicht nutzbar zu machen. Ein Ansatz: die medikamentöse Induktion eines fastenähnlichen Zustands, um gezielt Anti-Aging-Prozesse zu aktivieren.
Ein weiterer Fokus liegt auf natürlichen Substanzen wie Spermidin, dessen Konzentration während des Fastens ansteigt und der eine Schlüsselrolle zugeschrieben wird. Das langfristige Ziel ist klar: Die gewonnenen Erkenntnisse sollen nicht nur das Leben verlängern, sondern vor allem die Gesundheitsspanne verbessern – und unser Gehirn lange fit halten.
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