Intel-Aktie stürzt nach schwacher Prognose ab
24.01.2026 - 04:44:12Die Intel-Aktie erlebte diese Woche einen dramatischen Absturz. Trotz besserer Quartalszahlen für 2025 jagte eine düstere Prognose für das erste Quartal 2026 die Anleger in die Flucht. Der Grund: Der Chip-Riese kann die explodierende Nachfrage nach KI-Prozessoren nicht bedienen.
Der Kursverlust von bis zu 17 Prozent binnen eines Tages löschte Milliarden an Börsenwert aus. Die heftige Reaktion unterstreicht den enormen Druck auf das Unternehmen. Sein angekündigter Turnaround steht vor einer ersten, großen Bewährungsprobe. In der hochdynamischen Halbleiterbranche zählen Zukunftserwartungen offenbar mehr als vergangene Erfolge.
Starke Zahlen, schwache Aussicht: Der Zwiespalt
Auf den ersten Blick sah die Bilanz für das vierte Quartal 2025 solide aus. Intel erzielte einen Umsatz von 13,7 Milliarden US-Dollar und einen bereinigten Gewinn je Aktie von 0,15 Dollar. Beides übertraf die Erwartungen der Analysten. Besonders das Geschäft mit Rechenzentren und Künstlicher Intelligenz (KI) legte kräftig zu, mit einem Umsatzplus von 9 Prozent auf 4,7 Milliarden Dollar.
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Doch diese positive Nachricht wurde sofort von der Prognose für das laufende erste Quartal 2026 überschattet. Intel erwartet einen Umsatz von lediglich 11,7 bis 12,7 Milliarden Dollar. Noch alarmierender: Das Unternehmen rechnet mit einem bereinigten Gewinn je Aktie von etwa null. Die Analysten hatten hingegen einen kleinen Profit erwartet. Diese enttäuschende Aussicht war der Hauptgrund für den Kurseinbruch.
Das Kernproblem: Lieferengpässe bei KI-Chips
Die Führungsetage machte klar: Das Problem ist nicht fehlende Nachfrage, sondern mangelndes Angebot. Die verfügbaren Kapazitäten sollen im ersten Quartal ihren Tiefpunkt erreichen, bevor sie sich allmählich erholen. Intel hat schlicht nicht genug Chips auf Lager, um die saisonal übliche Nachfrage zu bedienen.
Besonders kritisch ist die Lage bei Server-CPUs, den Herzstücken von KI-Rechenzentren. Der KI-Boom hat einen Nachfrageschub ausgelöst, der selbst Intel und seine Kunden überraschte. Die Fabriken laufen zwar auf Hochtouren, aber die Umstellung der Produktion auf die begehrtesten Server-Chips braucht Zeit. Diese kurzfristige Knappheit könnte Wettbewerbern Tür und Tor öffnen.
Alte Schwächen und der lange Weg zurück
Die Lieferengpässe spiegeln tiefgreifende, langjährige Produktionsschwierigkeiten wider. Jahre technologischer Rückstände gegenüber Konkurrenten wie TSMC aus Taiwan lasten auf dem Unternehmen. Intel-Chef Lip-Bu Tan räumte ein, dass die Ausschussraten in der Fertigung zwar sinken, aber noch nicht das gewünschte Niveau erreicht haben.
Ein zentraler Baustein der Erholungsstrategie ist die neue 18A-Fertigungstechnologie. Ein erster Erfolg: Die ersten „Panther Lake“-PC-Chips, die auf dieser Technologie basieren, wurden ausgeliefert. Für eine hochprofitabile Serienproduktion müssen die Ausbeuten jedoch noch deutlich steigen. Der Weg zur alten Stärke ist ein Marathon, kein Sprint.
Analysten raten zur Geduld
Die heftige Börsenreaktion wurde durch die zuvor stark gestiegene Aktie verstärkt. Der Kurs hatte sich im vergangenen Jahr fast verdreifacht. Die enttäuschende Prognose ließ die Luft aus dieser Spekulationsblase. Nun fürchten Anleger, dass Konkurrenten wie AMD die Gunst der Stunde nutzen und Marktanteile übernehmen.
Die meisten Analysten bewerten die Aktie derzeit zurückhaltend. Sie sehen die kommenden Monate als Bewährungsprobe für Intels gesamten Turnaround-Plan. Eine spürbare finanzielle Wirkung des neuen Foundry-Geschäfts – also der Auftragsfertigung für andere Chip-Designer – erwarten einige erst für Ende 2028.
Für 2026 hat Intel einen klaren, aber steinigen Fahrplan vorgelegt. Die Lieferengpässe sollen im Laufe des zweiten Quartals allmählich abnehmen. Ob es dem Unternehmen gelingt, die Produktion hochzufahren und die KI-Nachfrage zu bedienen, wird über den weiteren Börsenerfolg entscheiden. Die jüngste Entwicklung ist eine deutliche Erinnerung: Die operativen Hürden auf dem Weg zurück an die Spitze sind gewaltig.
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