Intel-Aktie steigt auf Vier-Jahres-Hoch dank KI-Boom
22.01.2026 - 15:09:12Intels Aktienkurs hat diese Woche den höchsten Stand seit Januar 2022 erreicht. Der Grund: Investoren setzen zunehmend auf den Chip-Riesen als Profiteur des künstlichen Intelligenz-Booms. Am Mittwoch schnellte die Aktie um fast 12 Prozent auf über 54 US-Dollar.
Die Rally wurde durch eine Serie optimistischer Analystenkommentare befeuert. Mehrere Häuser, darunter HSBC und KeyBanc, erwarten, dass Intel im dritten Quartal 2024 die Markterwartungen übertreffen wird. Der Grund: eine unerwartet starke Nachfrage nach Intels Server-Prozessoren.
Diese CPUs sind eine zentrale Komponente in Rechenzentren, die KI-Workloads bewältigen. Mit der Entwicklung von KI hin zu komplexen, autonomen Agenten steigt der Bedarf an universeller Rechenleistung – eine Domäne Intels. Berichten zufolge sind Intels Server-CPUs für dieses Jahr bereits praktisch ausverkauft, was Spekulationen über Preiserhöhungen nährt.
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KeyBanc hat kürzlich sein Kursziel auf 60 US-Dollar angehoben. Grund sind Erwartungen einer überdurchschnittlichen Nachfrage von Hyperscale-Rechenzentren im gesamten Jahr 2026. Die Marktforschungsfirma LSEG prognostiziert, dass Intels Umsatz im Bereich Rechenzentrum und KI im vierten Quartal auf etwa 4,43 Milliarden US-Dollar steigen könnte.
Comeback in der Fertigung als Game-Changer?
Neben der Server-Nachfrage beflügelt auch der Fortschritt bei Intels ambitioniertem Fertigungs-Comeback die Stimmung. Das Unternehmen hat offenbar mit dem Versand seiner “Panther Lake”-PC-Chips begonnen. Diese werden im fortschrittlichen 18A-Prozess hergestellt – ein Meilenstein im Kampf um die Fertigungsführerschaft.
Immer mehr Beobachter spekulieren, dass Intels Auftragsfertigung (Foundry) für andere Chip-Designer an Fahrt gewinnt. Besonders das Gerücht, Apple könne den 18A-Prozess für künftige Chips nutzen, wird als potenzieller Game-Changer gehandelt. Die ausgelasteten Kapazitäten beim Marktführer TSMC eröffnen Intel die Chance, sich als kritische Alternative zu etablieren.
KI-Revolution befeuert gesamten Halbleitermarkt
Intels Aufschwung spiegelt eine fundamentale Veränderung wider: Die KI-Revolution treibt die Nachfrage nach allen Arten von Hochleistungschips. Zwar liegt Intel bei spezialisierten KI-Beschleunigern noch hinter Rivalen wie Nvidia zurück. Doch der Aufbau der KI-Infrastruktur erfordert ausgewogene Architekturen – mit CPUs, GPUs und Speicher.
2026 wird als weiteres “Durchbruchsjahr” für KI-Server erwartet. Intel positioniert sich hier nicht nur mit seinen etablierten Xeon-Prozessoren, sondern auch mit der Gaudi-Linie für KI-Beschleuniger. Diese sollen eine wettbewerbsfähige Alternative zu den Angeboten der Konkurrenz darstellen.
Die Branche fragt sich: Kann Intel den Schwung nutzen, um sich dauerhaft als Schlüsselenabler der KI-Revolution zu etablieren? Die kommenden Quartalszahlen und die Prognose für 2026 werden erste Antworten liefern.
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