Innere Stadt: Figl startet Verkehrswende und Kulturerbe-Kampf
04.01.2026 - 14:51:12Bezirksvorsteher Markus Figl (ÖVP) stellt die Weichen für ein ruhigeres und besser vernetztes Wien-Innere Stadt. Seine Agenda für 2026 sieht die rechtliche Basis für die Verkehrsberuhigung ab Mai vor, einen Ausbau der City-Busse und den Kampf um den UNESCO-Status. Für Immobilienbesitzer und Geschäfte beginnt eine Phase der Transformation.
Das kamerabasierte Zufahrtssystem für die Altstadt rückt in greifbare Nähe. Figl rechnet fest mit der gesetzlichen Grundlage zum 1. Mai. Danach soll sofort die Ausschreibung für die Technik folgen. Das Ziel: Die praktische Umsetzung noch vor 2030.
- Für den Markt: Weniger Durchgangsverkehr bedeutet mehr öffentlichen Raum und weniger Lärm. Branchenbeobachter sehen darin einen potenziellen Werttreiber für Wohn- und Geschäftsimmobilien.
- Der Fahrplan: 2026 soll das Jahr der administrativen Weichenstellungen werden, um das Projekt in dieser Legislaturperiode zu realisieren.
Passend zum Thema Immobilien und Planungsunsicherheit: Das neue Wohnungseigentumsgesetz bringt 19 wichtige Änderungen, die Eigentümer, Verwalter und Investoren kennen sollten – gerade bei strengeren Auflagen zu Fassaden und Sanierungen. Der kostenlose Sonder‑Report erklärt in 5 Minuten die wichtigsten Punkte zu Modernisierungspflichten, Online‑Eigentümerversammlungen und rechtssicheren Abläufen, damit Sie teure Fehler vermeiden. Jetzt kostenlosen WEG‑Kurzreport anfordern
City-Busse: Mehr Öffis für neue Lagen
Parallel zur Verkehrsreduktion plant der Bezirk eine Offensive im Nahverkehr. Figl verhandelt derzeit mit den Wiener Linien und Nachbarbezirken über eine gezielte Erweiterung des City-Bus-Netzes.
Eine bessere Anbindung könnte die Attraktivität von Randlagen im Ersten Bezirk steigern – ein Plus für Büronutzer und den Einzelhandel. Das optimierte Netz soll bis Anfang 2027 auch bisher schlechter erschlossene Wohnviertel einbinden und wegfallende PKW-Fahrten kompensieren.
Schwedenplatz und UNESCO: Realismus statt Großprojekt
Während die Verkehrswende Fahrt aufnimmt, bremst Figl bei einem anderen Großvorhaben: Die komplette Neugestaltung des Schwedenplatzes ist vorerst vom Tisch. Die Kosten lägen beim Dreifachen des jährlichen Bezirksbudgets. Stattdessen setzt der Bezirk auf punktuelle Aufwertungen.
Ein zentrales Ziel für 2026 bleibt die Rettung des UNESCO-Weltkulturerbe-Status. Die Streichung von der “Roten Liste” hat oberste Priorität. Für Investoren bedeutet das weiterhin strenge Auflagen bei Bau- und Fassadengestaltung, aber auch Planungssicherheit für den historischen Charakter und den Werterhalt von Luxusimmobilien.
Geteiltes Echo: Chance für Einzelhandel, Herausforderung für Logistik
Die Pläne stoßen in der Branche auf überwiegend positives, aber geteiltes Echo. Stadtentwicklungsexperten wie Günter Emberger (TU Wien) argumentieren, dass Verkehrsberuhigung die Kaufkraft in Innenstädten stärken kann. Für den High-Street-Retail auf dem Graben oder der Kärntner Straße könnte sich das “Flanier-Erlebnis” verbessern.
Gleichzeitig müssen sich Immobilienbesitzer auf neue Rahmenbedingungen einstellen. Der Wegfall von Stellplätzen dürfte den Druck auf private Garagen erhöhen, und Gewerbemieter müssen ihre Lieferlogistik überdenken. Der nächste Streitpunkt wird die praktische Ausgestaltung der Zufahrtsrechte für Anrainer und Wirtschaftsverkehr sein.
Mit dem erwarteten Rechtsakt im Mai wechselt die Verkehrsberuhigung von der Debatte in die konkrete Phase. Ob die Transformation ohne wirtschaftliche Einbußen gelingt und das Weltkulturerbe gesichert wird, entscheidet maßgeblich über den Erfolg von Figls Amtszeit.
PS: Immobilienbesitzer aufgepasst — Planungsunsicherheit durch UNESCO‑Auflagen kann Wert und Nutzung erheblich beeinflussen. Der Gratis‑Report zum neuen Wohnungseigentumsgesetz fasst die 19 wichtigsten Neuerungen kompakt zusammen und gibt klare Handlungsempfehlungen für Modernisierungen, Betriebskostenfragen und Rechte der Eigentümer. Ideal für Vermieter und Investoren, die jetzt Rechtssicherheit und Praxislösungen brauchen. Gratis WEG‑Report herunterladen und Sicherheit gewinnen


