Inhibrx-Aktie nach Fusionsabschluss: Biotech-Spezialwert zwischen Kurssprung und Konsolidierung
14.01.2026 - 18:52:59Kaum ein Biotech-Wert an der US-Technologiebörse hat in den vergangenen Monaten einen derart tiefgreifenden Wandel erlebt wie Inhibrx Inc. Nach dem milliardenschweren Deal mit Sanofi, der das frühere operative Kerngeschäft in ein neues Unternehmen überführt hat, ist aus der ursprünglichen Forschungsstory ein Holding-Konstrukt mit Schwerpunkt auf künftigen Lizenz- und Meilensteinzahlungen geworden. An der Börse spiegelt sich dieser Schritt in einer volatilen, aber zuletzt eher abwartenden Kursentwicklung wider – die Frage ist nun, ob die Konsolidierungsphase den Boden für die nächste Kursbewegung bereitet.
Ein-Jahres-Rückblick: Das Investment-Szenario
Ein Blick auf die Kursbilanz zeigt, wie tiefgreifend die Veränderung für Aktionäre ausgefallen ist. Am letzten Handelstag vor einem Jahr notierte die Inhibrx-Aktie – noch im alten, forschungsgetriebenen Setup – bei rund 28 US-Dollar je Anteilsschein (Schlusskurs laut Datenabgleich aus mehreren Kursportalen). Im Zuge der Übernahmevereinbarung mit Sanofi und der anschließenden Neuaufstellung des Unternehmens kam es zunächst zu einem deutlichen Kurssprung, später aber auch zu Gewinnmitnahmen und einer teils heftigen Neubewertung.
Aktuell notiert die Aktie, die nach dem Vollzug der Transaktion im Wesentlichen Ansprüche auf potenzielle Sanofi-Meilensteine, Lizenzzahlungen und die Beteiligung an der abgespaltenen Inhibrx Biosciences bündelt, im Bereich von rund 34 bis 35 US-Dollar je Papier. Auf Sicht von zwölf Monaten entspricht das nach Abgleich der Marktdaten einem Kursplus in der Größenordnung von etwa 20 bis 25 Prozent gegenüber dem damaligen Schlusskurs – wobei die genaue Rendite im Einzelfall auch von der Behandlung der Spin-off-Struktur und etwaigen Barauszahlungen abhängt.
Wer vor einem Jahr eingestiegen ist und konsequent investiert geblieben ist, kann sich somit über eine deutlich zweistellige Wertsteigerung freuen, musste jedoch zwischenzeitlich starke Schwankungen aushalten. Rein optisch wirkt die Performance attraktiv, doch sie ist untrennbar mit dem einmaligen Sonderfaktor des Sanofi-Deals und der anschließenden Umstrukturierung verbunden. Für neue Anleger stellt sich deshalb weniger die Frage, was gewesen wäre, sondern welche Ertragsquellen das nun deutlich verschlankte Konstrukt in den kommenden Jahren tatsächlich erschließen kann.
Aktuelle Impulse und Nachrichten
In den vergangenen Tagen und Wochen stand Inhibrx vor allem im Kontext der abgeschlossenen Transaktion mit Sanofi im Fokus. Sanofi hat das Vorzeigeprogramm von Inhibrx im Bereich des Lungenemphysems (AATD, Alpha-1-Antitrypsinmangel) übernommen und dafür einen signifikanten Kaufpreis sowie umfangreiche mögliche Meilensteinzahlungen in Aussicht gestellt. Für die verbliebene Börsenhülle von Inhibrx bedeutet dies, dass die künftigen Werttreiber vor allem in vertraglich fixierten Zahlungsströmen, Beteiligungen an Entwicklungsfortschritten und möglichen Lizenzumsätzen liegen.
In den einschlägigen Finanzmedien war zu lesen, dass der Markt nach dem Vollzug des Deals zunächst eine Phase der Neujustierung durchläuft. Zuletzt blieben neue, kursbewegende Unternehmensmeldungen aus; die Aktie bewegte sich eher in einer Seitwärtsrange, wie kurzzeitige Kursschwankungen der letzten Handelstage zeigen. Der Fokus lag weniger auf frischen Studienergebnissen – diese sind nun primär Thema bei Sanofi und der abgespaltenen Inhibrx Biosciences – sondern auf der Frage, wie der Markt die diskontierten zukünftigen Cashflows aus Meilensteinen und möglichen Umsatzbeteiligungen bewertet.
Vor wenigen Tagen haben einige Analysehäuser ihre Einschätzung zum Konstrukt nach der Transaktion aktualisiert oder bestätigt. Die Tendenz: Die Story wird weiterhin als hochspezialisierter, aber schwer zu modellierender Biotech-Sonderfall eingeordnet, der stark von regulatorischen Fortschritten bei Sanofi und der Entwicklungspipeline der abgespaltenen Einheit abhängt. Klare operative Kennzahlen wie Umsatz- oder Gewinnwachstum stehen kurzfristig weniger im Vordergrund, im Zentrum steht vielmehr die Frage, ob und wann größere Meilensteinzahlungen ausgelöst werden.
Das Urteil der Analysten & Kursziele
Die Analystenlandschaft bleibt insgesamt verhalten optimistisch. Nach Auswertung der jüngsten Research-Berichte aus den vergangenen Wochen zeigt sich ein Bild, das tendenziell eher von Kaufempfehlungen als von Verkaufsvoten geprägt ist. Mehrere US-Häuser stufen die Aktie mit \


