ING-Kunden, Visier

ING-Kunden im Visier neuer Phishing-Welle

08.01.2026 - 16:31:12

Verbraucherschützer warnen vor einer neuen Angriffswelle auf ING-Kunden, die mit täuschend echten E-Mails und QR-Codes sensible Bankdaten abgreifen will. Die Betrüger setzen auf psychologischen Druck und technische Raffinesse.

Eine aggressive Phishing-Welle zielt aktuell auf Kunden der ING ab. Verbraucherschützer und die Bank selbst warnen vor verfeinerten Betrugsversuchen, die auf sensible Bankdaten und die “Banking to Go”-App abzielen. Die Angriffe überzeugen durch hohe technische Qualität und setzen die Opfer unter psychologischen Druck.

Die Masche: Druck mit angeblichem “Sicherheitssystem”

Im Zentrum stehen täuschend echte E-Mails. Sie geben vor, über eine zwingende Umstellung der Sicherheitssysteme zu informieren. Betreffzeilen wie “Bestätigen Sie Ihre Kontodaten so schnell wie möglich!” sollen Aufmerksamkeit erregen.

Die Nachrichten kopieren das Design der ING perfekt – inklusive Logo und Farben. Als Grund für die angebliche “Re-Legitimation” nennen sie ein neues “Web-Sicherheitssystem” oder regulatorische Vorgaben. Ein Link führt auf eine gefälschte Login-Seite.

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Dort werden die Zugangsdaten für das Online-Banking und die PIN abgefragt. Einige Varianten zielen speziell auf die Banking-App ab und fordern zur Freigabe eines neuen Geräts auf. Gelingt der Betrug, übernehmen Kriminelle die Kontrolle über das Konto.

Perfider Druck und die Gefahr des “Quishing”

Die Texte sind heute oft fehlerfrei, was Experten auf den Einsatz von KI-Tools zurückführen. Stattdessen setzen die Betrüger auf massiven Zeitdruck. Sie setzen Fristen von 24 bis 48 Stunden und drohen mit Kontosperrung oder kostenpflichtigen Einschreiben.

Eine wachsende Gefahr ist das sogenannte “Quishing”. Dabei versenden Betrüger Briefe oder Nachrichten mit einem QR-Code. Dieser soll zu einem sicheren Formular führen, leitet aber direkt auf die Phishing-Seite. E-Mail-Filter erkennen QR-Codes oft nicht als Bedrohung.

So schützen Sie sich: Die klaren Regeln

Die ING stellt klar: Die Bank fordert niemals per E-Mail oder SMS zur Eingabe von PINs oder Passwörtern über einen Link auf. Wichtige Mitteilungen landen stets in der gesicherten Postbox im Online-Banking oder der App.

Verbraucherschützer raten zu diesen Schritten:
* Links ignorieren: Bei Unsicherheit die Webseite der Bank immer manuell im Browser aufrufen oder die offizielle App öffnen.
* Absender prüfen: Hinter einem seriösen Anzeigenamen verbirgt sich oft eine kryptische E-Mail-Adresse.
* Vorfälle melden: Verdächtige Nachrichten an info@ing.de weiterleiten und dann löschen.
* Im Ernstfall schnell handeln: Bei bereits eingegebenen Daten sofort das Konto über die 116 116 oder die App sperren und Anzeige bei der Polizei erstatten.

Teil einer breiteren Angriffswelle

Der Angriff auf ING-Kunden ist kein Einzelfall. Auch Kunden der DKB, Sparkassen und Volksbanken melden ähnliche Attacken. Die Betrüger nutzen oft reale Themen wie AGB-Anpassungen, um ihren Fälschungen Glaubwürdigkeit zu verleihen.

Ein Trend geht hin zu mobilen Angriffen. Da immer mehr Menschen vom Smartphone aus banken, optimieren Kriminelle ihre Seiten für kleine Displays. Auf dem Handy sind gefälschte Webadressen noch schwerer zu erkennen.

Die Experten rechnen damit, dass die Angriffswelle noch anhalten wird. Die Kombination aus “Quishing” und KI-optimierten Texten stellt eine neue Herausforderung dar. Bis sichere Technologien wie Passkeys flächendeckend kommen, bleibt die Wachsamkeit der Nutzer die wichtigste Abwehr.

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