Infostealer, Malware-Welle

Infostealer: Neue Malware-Welle bedroht Smartphone-Daten

21.01.2026 - 20:01:12

Das BSI warnt vor einer neuen Generation von Datendieben, die heimlich Zugangsdaten, Passwörter und Kreditkarteninfos von Mobilgeräten stehlen. Die gestohlenen Identitäten landen im Darknet.

Eine neue Generation von Schadsoftware klaut persönliche Daten direkt von Smartphones. Behörden wie das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) warnen vor der wachsenden Gefahr durch sogenannte Infostealer. Die gestohlenen Zugangsdaten landen oft zum Verkauf im Darknet und werden für Identitätsdiebstahl genutzt.

Was macht diese Datendiebe so gefährlich?

Anders als Ransomware arbeiten Infostealer heimlich. Sie sammeln im Hintergrund alles ein, was für Kriminelle wertvoll ist:
* Login-Daten für soziale Netzwerke, E-Mail und Online-Shops
* Passwörter und Browser-Cookies
* Kreditkarteninformationen und Daten aus Krypto-Wallets

Die Schadprogramme gelangen oft über manipulierte Webseiten, gefälschte App-Downloads oder Phishing-Nachrichten auf das Handy. Einmal installiert, senden sie die gestohlenen Datenpakete an die Server der Angreifer.

Die Methoden werden immer raffinierter. Eine gängige Taktik ist das Verstecken der Malware in scheinbar harmlosen Apps. Sicherheitsforscher entdeckten bereits Schadsoftware, die sich als Messenger- oder KI-Anwendung tarnte und hunderttausendfach heruntergeladen wurde.

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Auch Phishing bleibt eine der dominantesten Angriffsmethoden, wie die europäische Cybersicherheitsbehörde ENISA bestätigt. Nutzer werden durch gefälschte Nachrichten auf manipulierte Seiten gelockt. Besonders perfide: Einige Infostealer können sogar die Zwei-Faktor-Authentisierung (2FA) umgehen, indem sie etwa SMS-Codes abfangen.

Vom gestohlenen Passwort zur geklauten Identität

Die Folgen eines erfolgreichen Angriffs sind weitreichend. Mit den erbeuteten Daten können Kriminelle im Namen ihrer Opfer einkaufen, Verträge abschließen oder Bankkonten eröffnen. Betroffene merken oft erst spät, was passiert ist – wenn unerklärliche Abbuchungen oder Mahnungen eintreffen.

Die gestohlene digitale Identität kann auch für Cyber-Mobbing oder die Verbreitung von Falschinformationen missbraucht werden. Die Wiederherstellung des eigenen digitalen Rufs ist dann ein langwieriger Prozess.

So schützen Sie Ihr Smartphone

Nutzer sind der Bedrohung nicht schutzlos ausgeliefert. Experten empfehlen grundlegende Sicherheitsmaßnahmen:
* Apps nur aus offiziellen Stores (Google Play, Apple App Store) herunterladen.
* Betriebssystem und Apps immer aktuell halten, um Sicherheitslücken zu schließen.
* Starke, einzigartige Passwörter für jeden Dienst nutzen. Ein Passwortmanager hilft.
* Zwei-Faktor-Authentisierung (2FA) aktivieren, wo immer es möglich ist.
* Vorsicht bei öffentlichen WLAN-Netzen – sie sind oft schlecht gesichert.

Warum Smartphones im Fokus stehen

Für Cyberkriminelle sind Mobilgeräte ein lukratives Ziel. Sie sind unsere ständigen Begleiter und speichern eine Fülle sensibler Daten. Gleichzeitig sind sie oft schlechter geschützt als Laptops oder Desktop-Computer. Die Verlagerung von Banking, Shopping und Kommunikation auf das Smartphone vergrößert die Angriffsfläche weiter.

Das BSI zählt Identitätsdiebstahl bereits zu den größten Bedrohungen für IT-Nutzer. Kriminelle agieren zunehmend professionell und organisieren sich für großangelegte Betrugswellen.

Die Bedrohung wird intelligenter

Sicherheitsexperten rechnen damit, dass Infostealer-Angriffe noch ausgefeilter werden. Künstliche Intelligenz könnte genutzt werden, um täuschend echte Phishing-Nachrichten zu generieren oder Malware zu entwickeln, die schwerer zu erkennen ist.

Der Wettlauf zwischen Angreifern und Sicherheitsforschern geht weiter. Für Nutzer bleibt Wachsamkeit die wichtigste Waffe: ein bewusster Umgang mit persönlichen Daten und die regelmäßige Kontrolle der eigenen Accounts auf verdächtige Aktivitäten.

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