Infina Kredit Index: Fixzinsen steigen, Variable bleiben günstig
20.01.2026 - 10:53:12Der Jahresauftakt bringt eine gespaltene Zinslandschaft für Österreichs Immobilienfinanzierung. Während variable Zinsen günstig bleiben, verteuern sich langfristige Fixzinsbindungen spürbar. Das zeigt der aktuelle Infina Kredit Index (IKI). Experten warnen vor einer steiler werdenden Zinskurve, die Bauherren und Käufer vor schwierige Entscheidungen stellt.
Die Schere öffnet sich weiter
Die aktuelle Entwicklung ist paradox: Kreditnehmer mit variabler Verzinsung profitieren von der Zinspause der Europäischen Zentralbank. Gleichzeitig ziehen die Konditionen für zehn- oder zwanzigjährige Fixzinsbindungen an. Die „Versicherungsprämie“ gegen steigende Zinsen wird teurer.
Hinter dem Trend steckt die Normalisierung der Zinskurve. Nach einer Phase inverser Zinsen kehrt der Markt zum klassischen Muster zurück: Langfristiges Geld kostet mehr als kurzfristiges. Treiber sind steigende Swap-Sätze, also die Refinanzierungskosten der Banken. Sie reagieren auf langfristige Inflationserwartungen und geopolitische Unsicherheiten.
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Markt bleibt trotzdem robust
Trotz der Finanzierungshürden zeigte der Wohnbau 2025 eine überraschende Dynamik. Drei Faktoren belebten den Markt:
* Gestiegene Realeinkommen stärkten die Kaufkraft.
* Attraktive Förderungen schufen Investitionsanreize.
* Nachholeffekte brachten aufgeschobene Projekte zum Zug.
Für 2026 prognostizieren Analysten weiter moderates Wachstum. Allerdings bremst die strenge KIM-Vergaberichtlinie die Kreditvergabe praktisch aus. Nicht jeder Finanzierungswunsch wird erfüllt.
Wohnraummangel stützt die Preise
Ein weiterer Engpass kommt hinzu: Der erwartete Preisverfall am Immobilienmarkt blieb aus. Stattdessen führt der Einbruch bei Baubewilligungen (2023/2024) jetzt zu einem Angebotsmangel bei Neubauwohnungen.
Dieser Mangel stützt die Preise und treibt in Ballungszentren sogar die Mieten. Die Folge? Der Druck auf Mieter, Eigentum zu erwerben, steigt – genau dann, wenn die langfristige Finanzierung teurer wird.
Fix oder variabel? Die Gretchenfrage
Die aktuelle Divergenz stellt Kreditnehmer vor ein Dilemma. Welche Strategie ist die richtige?
Variable Verzinsung lockt mit günstigen Einstiegskosten. Das Risiko: Sollte die Inflation ab 2027 wieder anziehen, steigen die Raten schnell und direkt. Ein Szenario, das einige Marktbeobachter für möglich halten.
Fixzinsbindung bleibt trotz höherer Kosten das Mittel der Wahl für Sicherheitsorientierte. Der Aufschlag schmerzt, bietet aber Schutz vor den Unwägbarkeiten der kommenden Jahre.
Experten raten zum genauen Vergleich. Nicht alle Banken geben die gestiegenen Kapitalmarktkosten im gleichen Tempo weiter. Es gibt noch Fenster für attraktive Konditionen.
Was kommt 2026?
Eine schnelle Entspannung bei den langfristigen Zinsen ist nicht in Sicht. Das „New Normal“ pendelt sich auf einem Niveau deutlich über den Nullzins-Jahren ein. Die EZB wird ihre Leitzinsen voraussichtlich stabil halten. Der Markt für Staatsanleihen – der Taktgeber für Fixzinskredite – bleibt jedoch nervös.
Der Traum vom Eigenheim ist realisierbar, erfordert 2026 aber eine maßgeschneiderte Finanzierungsstrategie. Die Zeiten des blinden Fixzins-Greifens sind vorbei.
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