Indische Fachkräfte sind Deutschlands Top-Verdiener
05.01.2026 - 19:01:11Indische Fachkräfte verdienen in Deutschland mehr als jede andere Nationalität – dank ihrer Spezialisierung in MINT-Berufen.
Das zeigt eine neue Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW), die am Freitag veröffentlicht wurde. Vollzeitbeschäftigte mit indischer Staatsbürgerschaft kommen demnach auf ein mittleres Bruttomonatsgehalt von 5.393 Euro. Sie liegen damit knapp vor Österreichern (5.322 Euro) und US-Amerikanern (5.307 Euro). Zum Vergleich: Deutsche Vollzeitkräfte verdienen im Median 4.177 Euro.
Der Schlüssel liegt in der Qualifikation
Hinter der Spitzenposition steckt keine Lohninflation, sondern eine gezielte Qualifikationsstruktur. Die Erfolgsgeschichte indischer Fachkräfte ist eng mit ihrer beruflichen Ausrichtung verknüpft. Während andere Zuwanderergruppen oft in Dienstleistungssektoren mit niedrigeren Löhnen arbeiten, sind indische Professionals überwiegend in akademischen und technischen Berufen tätig.
„Der Fachkräfteerfolg aus Indien ist eine direkte Folge der Spezialisierung“, erklärt IW-Experte Axel Plünnecke. Das Gehaltsgefälle spiegelt somit den strukturellen Bedarf der deutschen Wirtschaft wider.
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MINT-Spezialisten als Wirtschaftsmotor
Der Haupttreiber für die hohen Gehälter ist die starke Präsenz indischer Beschäftigter in MINT-Berufen (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften, Technik). Laut IW-Analyse arbeitet etwa ein Drittel aller indischen Vollzeitbeschäftigten zwischen 25 und 44 Jahren in akademischen MINT-Positionen.
Diese Spezialisierung trifft genau die Engpässe, unter denen die deutsche Industie leidet. Seit 2012 hat sich die Zahl der indischen MINT-Akademiker in Deutschland fast verneunfacht. Für Unternehmen ist diese Entwicklung ein Glücksfall: Sie deckt den akuten Fachkräftemangel in Schlüsselbereichen der Digitalisierung und Dekarbonisierung.
Strategische Lehren für die Personalarbeit
Die Studie liefert klare Handlungsempfehlungen für Unternehmensführungen und HR-Verantwortliche.
Zielgerichtetes Recruiting lohnt sich. Der Erfolg indischer Professionals belegt, dass die gezielte Anwerbung in Ländern mit starken MINT-Bildungssystemen hochqualifizierte und schnell integrierbare Mitarbeiter bringt.
Vielfalt wird zum Wirtschaftsfaktor. Die hohen Gehälter zeigen: Diese Fachkräfte sind keine „Billigarbeiter“, sondern wertgeschätzte Leistungsträger. Unternehmen, die englischsprachige Arbeitsumgebungen und Integrationshilfen bieten, haben bei der Talentsuche die Nase vorn.
Innovation in schwierigen Zeiten. Das IW rechnet für 2026 nicht mit einem Ende der wirtschaftlichen Krise, besonders nicht in der exportabhängigen Industrie. In dieser Lage sind die Effizienz und Innovationskraft hochqualifizierter MINT-Spezialisten ein entscheidender Wettbewerbsvorteil.
Jung, qualifiziert und gefragt
Die demografischen Daten unterstreichen den Wert dieser Zuwanderung. Die indische Erwerbsbevölkerung in Deutschland ist deutlich jünger: Nur 8,0 Prozent sind über 45 Jahre alt. Das steht im starken Kontrast zur alternden deutschen Belegschaft und mildert die Folgen des bevorstehenden Renteneintritts der „Babyboomer“.
Doch die Studie zeigt auch eine gespaltene Realität auf. Während hochqualifizierte Migranten erfolgreich sind, verdienen ausländische Beschäftigte in nicht-akademischen Berufen mit einem Median von 3.204 Euro deutlich weniger. Die Lohnschere zwischen Spitzenverdienern und dem Durchschnitt aller ausländischen Arbeitnehmer bleibt groß.
Für die Sicherung des Fachkräftebedarfs wird es künftig darauf ankommen, dieses Erfolgsmodell auch mit anderen Herkunftsländern und Qualifikationsprofilen zu wiederholen. Die Integration hochbezahlter, hochqualifizierter Professionals aus Ländern wie Indien ist derzeit eine der wenigen ungetrübten Erfolgsgeschichten auf dem deutschen Arbeitsmarkt.
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