Indiens, Cyber-Hotsp

Indiens Cyber-Hotsp Maharashtra, Delhi und Uttar Pradesh im Fadenkreuz

24.01.2026 - 10:44:12

Neue Daten zeigen, dass die Bundesstaaten Maharashtra, Delhi und Uttar Pradesh am stärksten von Malware betroffen sind. Bildung, Gesundheit und Industrie sind die Hauptziele der Angriffe.

Indiens wirtschaftliche Zentren werden von einer Welle automatisierter Cyberangriffe überrollt. Neue Daten zeigen, dass die Bundesstaaten Maharashtra, Uttar Pradesh und die Hauptstadtregion Delhi die Hauptziele für Malware-Aktivitäten sind. Der Grund: Die rasante Digitalisierung schafft neue Angriffsflächen, während die Sicherheitsmaßnahmen nicht Schritt halten.

Regionale Brennpunkte der Cyberkriminalität

Die Analyse des India Cyber Threat Report 2026 von Seqrite, die am Donnerstag veröffentlicht wurde, offenbart ein klares geografisches Muster. Maharashtra trägt mit 36,13 Millionen Malware-Erkennungen die Hauptlast – das sind fast 24 Prozent der landesweiten Gesamtzahl. Die hohe Dichte an Finanz- und Unternehmensinfrastruktur im Bundesstaat macht ihn zum lukrativen Ziel.

Dicht darauf folgen die National Capital Region (NCR) um Delhi und Uttar Pradesh. Während frühere Berichte noch Gujarat als Hochburg auswiesen, rücken nun die expandierende digitale Präsenz Uttar Pradeshs und die Verwaltungszentren in den Fokus. Auf Stadtebene ist Mumbai mit 16,59 Millionen Erkennungen am stärksten betroffen, gefolgt von Neu-Delhi mit 15,32 Millionen. Experten führen dies auf veraltete IT-Systeme und die Konzentration hochwertiger Ziele in diesen Metropolen zurück.

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Angriffsziele: Bildung, Gesundheit und Industrie

Die Bedrohung ist nicht nur regional konzentriert, sondern auch branchenspezifisch. Fast die Hälfte aller Malware-Erkennungen zwischen Ende 2024 und Ende 2025 entfiel auf drei Sektoren: Bildungswesen, Gesundheitswesen und verarbeitende Industrie.

Diese Branchen sind aus mehreren Gründen verwundbar: Oft fehlen die Ressourcen für moderne IT-Sicherheit, veraltete Systeme sind weit verbreitet, und die kritische Natur ihrer Operationen macht sie zu perfekten Zielen für Erpressungssoftware (Ransomware). Besonders die Industrie sieht sich der wachsenden Gefahr der „Lieferketten-Waffe“ ausgesetzt, bei der Angreifer über kompromittierte Zulieferer in die Netzwerke großer Konzerne eindringen.

Die neue Ära der „kognitiven Angriffe“

Ein zentraler Trend des Reports ist der Aufstieg sogenannter „kognitiver Intrusionen“. Diese Bedrohungen nutzen künstliche Intelligenz, um menschliches Verhalten nachzuahmen und so traditionelle Sicherheitsfilter zu umgehen. Für 2026 prognostizieren die Experten eine Zunahme von KI-gesteuertem Phishing und anpassungsfähiger Malware, die ihren eigenen Code verändern kann, um unerkannt zu bleiben.

Zwar machen Trojaner und Datei-Infizierer mit fast 70 Prozent weiterhin den Großteil der Bedrohungen aus. Ihre Raffinesse wächst jedoch: Angreifer setzen vermehrt auf „fileless“-Techniken, die nur im Arbeitsspeicher operieren und keine Spuren auf der Festplatte hinterlassen.

Historisches Bedrohungsniveau und Ausblick

Die Veröffentlichung fällt in eine Zeit, in der Indien mit einem historischen Volumen an Cyberbedrohungen kämpft. Insgesamt verzeichnete der Report über zwölf Monate 265,52 Millionen Erkennungen – im Schnitt etwa 505 Angriffe pro Minute. Die Aufnahme Uttar Pradeshs unter die Top-Hotspots unterstreicht ein grundlegendes Problem: Die Cybersicherheits-Infrastruktur in schnell wachsenden Regionen kann mit dem Tempo der Digitalisierung nicht mithalten.

Die Zukunft wird laut Seqrite vom Wettlauf zwischen KI-Angriffswerkzeugen und KI-Abwehrsystemen geprägt sein. Unternehmen in Hochrisikozonen wird geraten, auf „kognitive Verteidigung“ und „Zero-Trust“-Architekturen zu setzen. Mit der Ausweitung der digitalen Infrastruktur wird sich die Angriffsfläche weiter vergrößern – und eine proaktivere, dezentralere Sicherheitsstrategie zur Notwendigkeit machen.

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