Indien, Japan

Indien und Japan starten strategischen KI-Dialog

17.01.2026 - 03:36:12

Die beiden Demokratien intensivieren ihre Technologiepartnerschaft mit einem neuen KI-Dialog und einer Arbeitsgruppe für kritische Mineralien, um Lieferketten widerstandsfähiger zu machen.

Indien und Japan bündeln ihre Kräfte im Technologiewettlauf. Die beiden Demokratien starteten am Freitag einen strategischen KI-Dialog, um ihre wirtschaftliche Sicherheit zu stärken.

Der neue Rahmen wurde während des 18. Indien-Japan-Strategiedialogs in Neu-Delhi von den Außenministern beider Länder, S. Jaishankar und Toshimitsu Motegi, ins Leben gerufen. Ziel ist eine enge Zusammenarbeit in künstlicher Intelligenz und anderen Zukunftstechnologien. Hintergrund ist das Bestreben, kritische Lieferketten widerstandsfähiger zu machen und sich von einseitigen Abhängigkeiten zu lösen – ein Prozess, der international als „De-Risking“ bekannt ist.

Technologie-Partnerschaft gegen globale Unsicherheit

Der Dialog wird von hochrangigen Beamten beider Außenministerien geführt. Er ist eine direkte Umsetzung einer Vereinbarung der Premierminister vom August 2025. Damals verabschiedeten sie eine gemeinsame Vision für die nächsten zehn Jahre.

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Neben KI kündigten die Minister eine Arbeitsgruppe für kritische Mineralien an. Sie soll bereits Anfang 2026 ihre Arbeit aufnehmen. Der Fokus liegt auf seltenen Erden, die für Hochtechnologie unverzichtbar sind. Zusätzlich ist ein regelmäßiger Austausch zwischen den Privatsektoren beider Länder geplant. So sollen Industrie-Expertise und Regierungspolitik besser verzahnt werden.

„Als führende Demokratien haben wir nicht nur die Chance, sondern die Pflicht, die globale Ordnung mitzugestalten“, betonte Indiens Außenminister Jaishankar. Sein japanischer Amtskollege Motegi unterstrich die gemeinsamen Werte und strategischen Interessen.

Mehr als nur KI: Eine umfassende Allianz

Die Technologiekooperation ist nur ein Teil der wachsenden Partnerschaft. Die Gespräche in Neu-Delhi behandelten auch den Ausbau der Verteidigungszusammenarbeit und den beschleunigten Bau des Hochgeschwindigkeitszugs zwischen Mumbai und Ahmedabad. Dieses Prestigeprojekt wird maßgeblich von Japan unterstützt.

Die Zusammenarbeit bringt unterschiedliche Stärken zusammen: Japans Expertise in Hochtechnologie-Hardware trifft auf Indiens mächtigen Software-Sektor und sein großes Talent-Pool. Gemeinsam wollen sie Innovationen in Bereichen wie Halbleiterfertigung und KI-Governance vorantreiben.

Geopolitisches Signal an die Indo-Pazifik-Region

Die Initiative hat erhebliche strategische Bedeutung. Indien und Japan sind beide Kernmitglieder des Quadrilateral Security Dialogue (Quad) mit den USA und Australien. Der bilaterale KI-Dialog soll die Ziele dieses Bündnisses für einen freien und offenen Indo-Pazifik ergänzen.

Die Betonung wirtschaftlicher Sicherheit wird als Reaktion auf den wachsenden Einfluss anderer Mächte in der Region gewertet. Durch die Diversifizierung kritischer Technologie-Lieferketten wollen beide Länder ihre Souveränität wahren.

Der zweite Rundtisch des Wirtschaftssicherheitsdialogs ist für das erste Halbjahr 2026 geplant. 2027 jährt sich die Aufnahme diplomatischer Beziehungen zum 75. Mal. Dieses Jubiläum soll genutzt werden, um die Zusammenarbeit in allen Bereichen weiter zu intensivieren. Der KI-Dialog markiert den Startschuss für eine Phase, in der Technologie zum Herzstück der indisch-japanischen Beziehungen wird.

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