Immobilienpreise, Alpen-Skigebieten

Immobilienpreise in Alpen-Skigebieten brechen Rekorde

20.01.2026 - 16:22:12

Hauspreise in Skigebieten stiegen bis zu 59 Prozent, doch Eigentumswohnungen verzeichnen erstmals deutliche Preisrückgänge. Das Luxussegment bleibt unberührt.

Die Preise für Häuser in europäischen Alpen-Skigebieten sind in fünf Jahren um bis zu 59 Prozent gestiegen. Das zeigt eine aktuelle Analyse von ImmoScout24. Doch der Markt spaltet sich: Während Luxus-Chalets weiter boomen, kühlen Eigentumswohnungen in vielen Regionen deutlich ab.

Kitzbühel führt mit Zwei-Millionen-Häusern

An der Spitze der Preisspirale steht unverändert Kitzbühel. Für neu gebaute Häuser werden im Nobelort mittlerweile knapp zwei Millionen Euro verlangt. Ein typisches Bestandshaus mit 125 Quadratmetern kostete dort 2025 im Schnitt bereits 995.800 Euro.

Doch auch andere Destinationen haben sich in die Hochpreisliga vorgearbeitet:
* In Saalbach-Hinterglemm durchbrechen Neubau-Häuser die Millionen-Marke (1.061.000 Euro).
* Insgesamt verzeichneten Ferienimmobilien in 17 untersuchten österreichischen Wintersportregionen massive Wertsteigerungen.

Trendwende: Wohnungen werden günstiger

Trotz des langfristigen Booms zeigt sich jetzt eine deutliche Abkühlung – vor allem bei Eigentumswohnungen. 2024 sanken die Preise in 13 von 17 Skigebieten erstmals seit langem.

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Die stärksten Rückgänge gab es in beliebten, aber weniger prominenten Lagen:
* Hinterstoder: -33%
* Nassfeld: -30%
* Katschberg: -27%

Selbst traditionell teure Märkte sind betroffen. In Ischgl fielen die Quadratmeterpreise um 16 Prozent. Sogar in Kitzbühel gab es ein Minus von 5 Prozent. Experten führen dies auf gestiegene Zinsen und strengere Kreditrichtlinien zurück, die Käufer im mittleren Preissegment treffen.

Luxus-Chalets bleiben unerschütterlich

Völlig unberührt von dieser Entwicklung zeigt sich das Luxussegment. Die Nachfrage nach Premium-Häusern und Chalets übersteigt das begrenzte Angebot bei weitem. Diese Objekte gelten als idealer Rückzugsort, der alpine Tradition mit modernem Komfort verbindet.

Warum bleibt dieser Markt stabil? Ein Großteil der Käufer zahlt bar und ist damit unabhängig von Zinsentwicklungen. Die Preisspitze markieren weiterhin Schweizer Destinationen:
* St. Moritz: bis zu 76.800 Euro/qm
* Gstaad: bis zu 74.600 Euro/qm
* Kitzbühel (Österreich-Spitze): bis zu 35.000 Euro/qm

Pandemie und Zinsen trieben die Preise

Die extreme Entwicklung der letzten Jahre hat klare Treiber. Die COVID-19-Pandemie löste einen Nachfrageschub nach Zweitwohnsitzen in den Bergen aus. Alpenimmobilien wurden als sicherer Hafen in unsicheren Zeiten betrachtet.

Auf das begrenzte Angebot traf diese sprunghaft gestiegene Nachfrage – die Preise explodierten. Die jüngste Abkühlung bei Wohnungen ist eine direkte Folge der Zinswende. Höhere Finanzierungskosten bremsen die Kaufkraft vieler Interessenten.

Was kommt nach dem Boom?

Experten erwarten keine breite Preisbaisse, sondern eine Normalisierung. Die fundamentalen Argumente für eine Immobilie in den Alpen bleiben bestehen: hohe Lebensqualität, Sicherheit und ein begrenztes Angebot.

Die Stabilisierung der Zinsen schafft neue Planungssicherheit. Langfristig dürften Premium-Immobilien in Top-Destinationen eine begehrte und werthaltige Anlageklasse bleiben. Die Ära der zweistelligen Jahressteigerungen ist jedoch vorerst vorbei.

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