Immobilienmarkt, Zeitfenster

Immobilienmarkt stabilisiert sich – Zeitfenster für Käufer öffnet sich

20.01.2026 - 01:30:12

Der Immobilienmarkt in Deutschland und Österreich hat sich zu Jahresbeginn 2026 spürbar stabilisiert. Experten sehen ein günstiges Zeitfenster für Kaufinteressenten, das sich bald wieder schließen könnte.

Nach turbulenten Jahren mit steigenden Zinsen und sinkenden Preisen kehrt nun Planbarkeit ein. Die Bauzinsen pendeln sich bei 3,5 bis 4,0 Prozent ein. Diese Stabilität, gepaart mit gestiegenen Reallöhnen, verbessert die Leistbarkeit. Analysten sind sich einig: Die Talsohle ist durchschritten.

Die Europäische Zentralbank signalisiert eine stabile Geldpolitik. Finanzierungsexperten rechnen für die erste Jahreshälfte mit einer Seitwärtsbewegung der Bauzinsen. Zinssätze unter drei Prozent wie vor 2022 gelten als unwahrscheinlich. Diese neue Sicherheit belebt die Nachfrage nach Finanzierungen spürbar. Die monatliche Kreditbelastung wird wieder kalkulierbar.

Preise: Leichter Aufwärtstrend setzt ein

Die Phase sinkender Immobilienpreise ist vorbei. Seit Mitte 2025 ist ein leichter, stetiger Aufwärtstrend zu beobachten. Wirtschaftsinstitute prognostizieren für 2026 einen moderaten Preisanstieg von drei bis vier Prozent. Getrieben wird dieser Trend von einer hohen Nachfrage, besonders in Metropolregionen. Gleichzeitig bleibt das Angebot knapp, da die Bautätigkeit in den vergangenen Jahren zurückging.

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  • Nachfrage: Hoch, besonders in Ballungsräumen.
  • Angebot: Knapp, vor allem bei Neubauten.
  • Trend: Objekte mit guter Energieeffizienz sind besonders gefragt.

Experten-Empfehlung: Jetzt handeln

Branchenexperten bewerten den aktuellen Zeitpunkt als außergewöhnlich günstig. Die Kombination aus stabilen Zinsen und moderaten Preisen schafft ein Umfeld, das es seit Jahren nicht mehr gab. Dieses „Window of Opportunity“ könnte sich jedoch bald schließen. Die „Schnäppchenphase“, in der Käufer stark verhandeln konnten, neigt sich dem Ende zu. In Österreich wird bereits von einer spürbaren Verbesserung der Leistbarkeit gesprochen.

Der Markt findet eine neue Balance

Der Markt hat sich vom Verkäufer- zum Käufermarkt gewandelt und pendelt sich nun neu ein. Der Zinsschock von 2022 führte zu einer notwendiger Korrektur. Jetzt zählen wieder fundamentale Faktoren: Lage, Energieeffizienz und Bausubstanz. Käufer agieren bewusster und kalkulieren Sanierungskosten für energetisch schlechte Objekte direkt mit ein. Während der Kaufmarkt anzieht, bleibt die Lage bei Mieten angespannt. Die geringe Neubautätigkeit dürfte die Mieten weiter steigen lassen – was die Nachfrage nach Eigentum zusätzlich befeuern könnte.

Was kommt auf Käufer und Verkäufer zu?

Für die kommenden Monate wird eine weitere Belebung erwartet. Die Nachfrage nach Immobilienkrediten dürfte zunehmen. Käufer sollten ihre Finanzierung sorgfältig prüfen und Fördermittel wie die der KfW einbeziehen. Verkäufer, die bisher gezögert haben, finden ein aufnahmefähigeres Umfeld vor. Langfristig gehen Experten von weiter steigenden Preisen aus. Der Wunsch nach den eigenen vier Wänden bleibt hoch, das Angebot an neuem Wohnraum begrenzt. Das aktuelle Zeitfenster bietet daher die vielleicht beste Chance des Jahres.

@ boerse-global.de