Immobilienmarkt, Preise

Immobilienmarkt: Preise steigen, Wohnungsbau bricht ein

12.02.2026 - 19:33:12

Immobilienpreise ziehen 2026 wieder an, während der Neubau von Wohnungen massiv einbricht. Experten warnen vor einer wachsenden Lücke zwischen Angebot und Bedarf.

Der deutsche Immobilienmarkt zeigt sich gespalten: Während die Kaufpreise wieder moderat klettern, steckt der Wohnungsbau in einer tiefen Krise. Ein aktuelles Gutachten warnt vor den Folgen der stockenden Bautätigkeit.

Preise ziehen wieder an – regional extrem unterschiedlich

Nach einer Phase der Stagnation steigen die Immobilienpreise wieder. Für 2026 prognostizieren Experten einen weiteren Anstieg von drei bis vier Prozent. Getrieben wird diese Entwicklung von einer hohen Nachfrage, die auf ein knappes Angebot trifft.

Doch der Markt ist extrem gespalten:
* In Metropolen wie München, Frankfurt und Köln legen die Preise teils kräftig zu.
* In anderen Städten wie Dresden gab es dagegen sogar Preisrückgänge.
* Entscheidend ist auch der Zustand: Moderne, sanierte Objekte in Top-Lagen sind heiß begehrt. Unsanierte Immobilien in strukturschwachen Regionen stehen dagegen unter Druck.

Der durchschnittliche Quadratmeterpreiz liegt derzeit bei rund 3.251 Euro für Eigentumswohnungen und bei circa 2.831 Euro für Häuser.

Anzeige

Steigende Preise und starke regionale Unterschiede machen die richtige Miet- und Preisfindung 2025 für Vermieter schwierig. Der kostenlose Mietspiegel-Report 2025 liefert Vergleichsmieten für deutsche Städte, rechtssichere Begründungshilfen für Mieterhöhungen und die Tabellen, mit denen Sie Ihre Forderungen untermauern können. Jetzt Mietspiegel-Report 2025 gratis herunterladen

Wohnungsbau: Die Lücke wird immer größer

Während die Preise steigen, bricht der Neubau ein. Das aktuelle Frühjahrsgutachten des „Rates der Immobilienweisen“ prognostiziert für 2026 nur 215.000 fertiggestellte Wohnungen. Der tatsächliche Bedarf liegt jedoch bei über 257.000 Einheiten pro Jahr.

Die einst von der Politik angestrebten 400.000 neuen Wohnungen jährlich werden damit krachend verfehlt. Experten sprechen von einer „strukturellen Schwäche“. Hohe Baukosten, gestiegene Zinsen und bürokratische Genehmigungsverfahren bremsen Projekte aus oder machen sie unrentabel. Eine grundlegende Trendwende ist nicht in Sicht.

Zinsen pendeln sich auf neuem Niveau ein

Immerhin gibt es bei der Finanzierung wieder Planungssicherheit. Nach dem Zinsschock von 2022 haben sich die Bauzinsen stabilisiert. Zehnjährige Immobilienkredite bewegen sich derzeit in einem Korridor von 3,5 bis 4,2 Prozent.

Die Europäische Zentralbank hält ihren Leitzins stabil, was den Markt beruhigt. Experten rechnen damit, dass die Zinsen im Jahresverlauf seitwärts tendieren. Eine Rückkehr zu den Niedrigzinsen der Vergangenheit ist jedoch nicht zu erwarten. Für Normalverdiener bleibt Wohneigentum eine große finanzielle Hürde.

Politik plant Vereinfachung der Förderung

Unter Druck reagiert nun die Bundesregierung. Noch in diesem Jahr soll die unübersichtliche Förderlandschaft vereinfacht werden. Geplant ist eine Bündelung in zwei Hauptsäulen: eine für den Neubau und eine für die Sanierung von Bestandsgebäuden.

Branchenverbände fordern aber mehr. Sie verlangen schnellere Genehmigungsverfahren und eine Reform der Grunderwerbsteuer, um die Baukosten zu senken. Ob die geplanten Maßnahmen für eine echte Trendwende ausreichen, bleibt offen. Die größte Herausforderung ist und bleibt die Schaffung von bezahlbarem Wohnraum.

@ boerse-global.de

Hol dir den Wissensvorsprung der Profis. Seit 2005 liefert der Börsenbrief trading-notes verlässliche Trading-Empfehlungen – dreimal die Woche, direkt in dein Postfach. 100% kostenlos. 100% Expertenwissen. Trage einfach deine E-Mail Adresse ein und verpasse ab heute keine Top-Chance mehr.
Jetzt anmelden.