Immobilienmarkt: Preise für Häuser ziehen wieder an
21.01.2026 - 09:43:12Der deutsche Immobilienmarkt zeigt im Januar 2026 deutliche Anzeichen einer Belebung. Während sich das Suchinteresse wieder auf die Metropolen verlagert, steigen die Preise für Einfamilienhäuser spürbar. Grund ist ein knappes Angebot.
Aktuelle Daten für das vierte Quartal 2025 und den Jahresauftakt belegen: Der Traum vom eigenen Haus bleibt lebendig, doch die Vorzeichen haben sich geändert. Die Preise für Bestandsimmobilien, vor allem Einfamilienhäuser, verzeichnen wieder Zuwächse. Marktbeobachter sehen darin das Ende der Preiskorrekturen und den Beginn einer neuen Phase.
Knappes Angebot treibt Hauspreise
Die jüngsten Auswertungen großer Portale wie ImmoScout24 zeichnen ein klares Bild. Entgegen der Annahme, dass Immobilien auf dem Land an Wert verlieren, zeigen Einfamilienhäuser im Bestand eine robuste Entwicklung. Ihre Preise stiegen im Jahresvergleich um 2,8 Prozent.
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Analysten führen diesen Anstieg auf eine fundamentale Angebotsknappheit zurück. Der Neubau stockte in den vergangenen Jahren wegen gestiegener Kosten. Nun konkurrieren Kaufinteressenten um den vorhandenen Bestand. Experten von Dr. Klein prognostizieren für 2026 einen durchschnittlichen Preisanstieg von etwa 3 Prozent. Die Belebung ist also primär preisgetrieben: Wer kaufen kann, muss wieder tiefer in die Tasche greifen.
Stadt vs. Land: Die Suche verlagert sich
Ein genauerer Blick auf die Suchströme offenbart eine interessante Verschiebung. Das aktuelle WohnBarometer von ImmoScout24 für Q4 2025 zeigt: Das reine Kaufinteresse konzentriert sich wieder stärker auf die urbanen Zentren.
* In den Top-8-Metropolen legte die Nachfrage um 1 Prozent zu.
* Im ländlichen Raum ging das Suchinteresse um 8 Prozent zurück.
* Im Umland der Metropolen sank es sogar um 17 Prozent.
Branchenkenner interpretieren diese Zahlen vorsichtig. Der Rückgang der Suchanfragen auf dem Land bedeutet nicht zwangsläufig einen Preisverfall – wie die steigenden Preise belegen. Vielmehr deutet es auf eine Marktbereinigung hin. Die “Flucht aufs Land” ist kein Massenphänomen mehr, sondern eine bewusste Entscheidung spezifischer Käufergruppen. Sie treffen auf einen Markt mit kaum Leerstand bei attraktiven Objekten.
Stabile Zinsen schaffen Sicherheit
Ein wesentlicher Treiber für die Rückkehr der Käufer ist die Beruhigung an der Zinsfront. Nach Schockwellen in den Vorjahren hat sich das Niveau der Bauzinsen im Januar 2026 eingependelt. Daten von Vermittlern wie Interhyp und Baufi24 zeigen einen Korridor von etwa 3,6 bis 4,0 Prozent.
Finanzierungsexperten zufolge ist diese Seitwärtsbewegung das erhoffte Signal. Die Volatilität ist gewichen und schafft Kalkulationssicherheit. Zwar liegen die Raten deutlich über dem Niedrigzinsniveau, doch die Kombination aus gestiegenen Reallöhnen und Akzeptanz des neuen “Normalzinses” mobilisiert nun die Käufer, die zuletzt abwarteten. Kreditvermittler berichten von steigenden Finanzierungsanfragen.
Energieeffizienz spaltet den Markt
Der Begriff “Haus im Grünen” definiert sich 2026 neu. Die Lage allein reicht nicht mehr. Maklerverbände weisen darauf hin, dass sich der Markt zunehmend spaltet:
* Energieeffiziente Häuser (Klasse A und B) oder sanierte Bauten finden rasch Käufer und erzielen Höchstpreise.
* Unsanierte Objekte in ländlichen Lagen haben es schwerer. Hier müssen Verkäufer oft Preisabschläge hinnehmen, da Käufer die künftigen Sanierungskosten einkalkulieren.
Die steigende Nachfrage bezieht sich somit präzise auf zukunftsfähige Immobilien. Der Markt belohnt Investitionen in Nachhaltigkeit. Schnäppchen im Grünen sind oft mit hohem Sanierungsaufwand verbunden, während schlüsselfertige Effizienzhäuser im Preis weiter klettern.
Was 2026 zu erwarten ist
Für den weiteren Verlauf des Jahres rechnen Experten mit einer Fortsetzung des moderaten Preisauftriebs. Die Prognosen deuten auf eine Verteuerung von Wohnimmobilien um rund 3 Prozent hin. Sollten die Zinsen stabil bleiben oder leicht sinken, könnte sich die Dynamik in der zweiten Jahreshälfte weiter beschleunigen.
Potenzielle Käufer müssen sich darauf einstellen: Die Zeiten sinkender Preise bei Einfamilienhäusern sind vorerst vorbei. Der Wettbewerb um gut erhaltene Objekte im Grünen und Eigentumswohnungen in den Städten wird voraussichtlich zunehmen. Die entscheidende Variable bleibt die Verfügbarkeit von bezahlbarem Wohnraum, denn der Neubau hinkt weiterhin hinter den Zielen her.
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