Immobilienmarkt: Mieten explodieren, Kaufpreise stagnieren
26.11.2025 - 23:51:12Die Schere öffnet sich brutal. Während Mieter in deutschen Metropolen mit historischen Preissteigerungen kämpfen, erleben Käufer eine unerwartete Stabilisierung. Neue Marktdaten zeigen: Das Zeitfenster für Kaufinteressenten könnte sich bald wieder schließen.
Die Zahlen des ImmoScout24 WohnBarometers für das dritte Quartal 2025 schockieren. Köln führt das Ranking mit einem Mietanstieg von 5,7 Prozent im Jahresvergleich an. Düsseldorf und Frankfurt folgen dicht dahinter mit jeweils 5,4 Prozent. Selbst in Berlin, dem Dauerbrenner der Wohnungsdebatte, verteuerten sich die Angebotsmieten um 5,3 Prozent.
Die Folge: Auf eine inserierte Wohnung kommen hunderte Bewerbungen. Familien und Geringverdiener verlieren im Konkurrenzkampf regelmäßig. Der Grund ist simpel – der Neubau der vergangenen Jahre konnte den Bedarf nicht ansatzweise decken.
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Hinzu kommen gestiegene Betriebskosten, die die Gesamtbelastung weiter nach oben treiben. Für viele Mieter wird die Situation existenziell.
Käufermarkt: Zinsen bei 3,6 Prozent locken Investoren zurück
Komplett anders sieht es beim Immobilienkauf aus. Die Kaufpreise für Bestandsimmobilien stiegen bundesweit nur um moderate 1,1 Prozent. In Bayern und Baden-Württemberg liegt das Plus bei etwa 2 Prozent, während Ostdeutschland weitgehend stagniert.
Der eigentliche Gamechanger sind die Zinsen. Baudarlehen mit 10-jähriger Bindung pendeln sich aktuell bei 3,6 Prozent ein, für fünfjährige Bindungen sind sogar 3,59 Prozent möglich. Diese Stabilität kombiniert mit moderaten Preisen macht den Markt wieder attraktiv.
Die Rechnung für Kapitalanleger:
* Mieten steigen deutlich schneller als Kaufpreise
* Mietrenditen verbessern sich spürbar
* Bestandswohnungen unter 500.000 Euro besonders gefragt
* Verhältnis von Kaufpreis zu Miete oft besser als im Neubau
„Käufer reagieren wieder sensibel, aber aktiv”, bestätigen Finanzierungskreise. Die Schockstarre der Vorjahre ist Geschichte.
Baukrise trifft den Markt mit Verzögerung
Die dramatischen Einbrüche bei den Baugenehmigungen schlagen jetzt voll durch: Minus 27 Prozent in 2023, minus 17 Prozent in 2024. Die Wohnungen, die damals nicht genehmigt wurden, fehlen heute auf dem Markt.
Die Bundesregierung versucht mit dem „Bauturbo” gegenzusteuern. Weniger Bürokratie, schnellere Genehmigungen – in der Theorie klingt das gut. Doch Branchenverbände warnen: Die Effekte werden erst mittelfristig spürbar sein. Für den aktuellen Mietmarkt kommt diese Hilfe zu spät.
Das Zeitfenster schließt sich
Die aktuelle Marktlage begünstigt eindeutig Käufer. Doch wie lange noch? Experten erwarten keine Entspannung an der Mietfront bis weit ins Jahr 2026 hinein. Die Wohnungsknappheit wird die Preise weiter treiben.
Für Kaufinteressenten könnte die Phase stabiler Zinsen und moderater Preissteigerungen jedoch begrenzt sein. Sollte die EZB die Zinsen weiter senken oder die Nachfrage das knappe Angebot übersteigen, dürften auch die Kaufpreise wieder dynamischer wachsen.
Die Rechnung ist simpel: Wer über Eigenkapital verfügt und aus einer teuren Mietwohnung kommt, für den lohnt sich der Sprung ins Eigenheim Ende 2025 möglicherweise mehr als je zuvor. Die Frage ist nur: Wie lange bleibt dieses Fenster noch offen?
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