Immobilienmarkt, Experten

Immobilienmarkt: Experten erwarten 2026 drei Prozent Preisanstieg

27.12.2025 - 11:02:12

Führende Institute prognostizieren einen durchschnittlichen Preisanstieg für Wohnimmobilien. Angebotsknappheit und stabile Finanzierungskosten treiben den Markt an.

Der deutsche Immobilienmarkt dreht wieder auf. Führende Institute prognostizieren für das kommende Jahr einen durchschnittlichen Preisanstieg von rund drei Prozent. Damit ist die Phase der Unsicherheit nach der Zinswende endgültig vorbei.

Analysen der Dr. Klein Privatkunden AG und des Bundesverbandes der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken (BVR) kommen zu fast identischen Zahlen. Sie erwarten ein Plus von etwa drei Prozent für Wohnimmobilien. “Es gibt keine Anzeichen für eine nachlassende Nachfrage”, sagt Dr. Klein-Vorstand Michael Neumann. Die leichten Preisanstiege aus dem dritten Quartal 2025 setzen sich fort.

Wohnraum-Knappheit treibt die Preise

Warum wird Eigentum wieder teurer? Der Hauptgrund ist simpel: Es gibt zu wenig Angebot für zu viele Interessenten. Der Wohnungsneubau hinkt den politischen Zielen massiv hinterher. Laut BVR könnte der Bedarf 2026 nur zu etwa 58 Prozent gedeckt werden.

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Hohe Baukosten und Bürokratie bremsen Projekte aus. Diese Knappheit trifft auf eine ungebrochen hohe Nachfrage, besonders in Ballungsräumen. In Metropolen wie München oder Frankfurt dürften die Preise daher stärker steigen als im Bundesdurchschnitt. Auf dem Land verläuft die Entwicklung moderater.

Käufer gewöhnen sich an das “neue Normal”

Die Finanzierungskosten haben sich stabilisiert. Experten rechnen im ersten Halbjahr 2026 mit Bauzinsen zwischen 3,1 und 3,7 Prozent für eine 10-Jahres-Finanzierung. Dieses Niveau akzeptieren Käufer inzwischen als das “neue Normal”.

Die Schockstarre der vergangenen Jahre ist vorbei. Käufer bringen häufiger Eigenkapital mit und passen ihre Ansprüche an, um Deals zu realisieren. Die Finanzierung ist wieder kalkulierbar – wenn auch teurer als in der Nullzins-Ära.

Energieeffizienz wird zum entscheidenden Faktor

Der Markt spaltet sich immer deutlicher in zwei Welten:
* Moderne Immobilien (Energieklasse A/B) sind begehrt, wertstabil und erzielen höhere Preise.
* Unsanierte Bestandsbauten (Klasse F/H) müssen mit hohen Abschlägen oder langen Verkaufszeiten rechnen.

Käufer rechnen notwendige Sanierungskosten rigoros vom Kaufpreis ab. Der energetische Zustand wird 2026 endgültig zum zentralen Wertfaktor – gleich nach der Lage.

Ein gesunder Aufschwung?

Im Vergleich zu den Boomjahren mit zweistelligen Zuwachsraten wirken drei Prozent bescheiden. Ökonomen sehen darin ein positives Signal für einen weniger überhitzten Markt.

Der Treiber hat sich jedoch fundamental geändert: Trieb früher “billiges Geld” die Preise, ist es heute die reale Knappheit an Wohnraum. Das macht den Anstieg fundamentaler, aber auch sozial brisanter. Bezahlbarer Wohnraum wird weiter knapp.

Für Kaufinteressenten heißt das: Spekulationen auf “Schnäppchen” durch Marktturbulenzen sind unrealistisch. Wer 2026 kaufen will, braucht eine frühzeitig gesicherte Finanzierung und muss in begehrten Lagen mit Wettbewerb rechnen. Die Talsohle ist durchschritten – der Weg geht wieder bergauf.

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