Immobilienmarkt, Braunau

Immobilienmarkt Braunau: Mehr Verkäufe, weniger Umsatz

15.01.2026 - 22:30:12

Im Bezirk Braunau stieg 2025 die Zahl der Immobilienverkäufe, während das Gesamtumsatzvolumen deutlich einbrach. Das zeigt eine aktuelle Analyse des Netzwerks RE/MAX. Die Entwicklung offenbart eine tiefgreifende Verschiebung hin zu preisgünstigeren Objekten.

Die Anzahl der Transaktionen legte um 4,6 Prozent zu. Das signalisiert einen anhaltenden Wunsch nach Wohneigentum. Allerdings kaufen die Menschen anders als in den Boomjahren. Die Gründe liegen in der regionalen Wirtschaft:
* Die schwächelnde Industriekonjunktur drückt die Kauflaune.
* Turbulenzen bei großen Arbeitgebern, besonders im Raum Mattighofen, dämpfen die Nachfrage.
* Käufer müssen ihr Budget strenger kalkulieren.

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Gesamtvolumen bricht um 8,7 Prozent ein

Obwohl mehr verkauft wurde, sank das Transaktionsvolumen auf rund 238 Millionen Euro. Das sind 8,7 Prozent weniger als 2024. Der Grund: Der Markt verschiebt sich zu günstigeren Segmenten. Die Preisentwicklung verlief uneinheitlich.

In der Stadt Braunau am Inn sank der durchschnittliche Quadratmeterpreis für Wohnungen von 3.091 Euro (2024) auf 2.574 Euro (2025). Das ist ein Minus von 16,7 Prozent. Der Neubausektor bleibt wegen der hohen Baukosten weiterhin schwach.

Gebrauchtimmobilien liegen im Trend

Die Nachfrage konzentriert sich klar auf Einfamilienhäuser und gebrauchte Eigentumswohnungen. Teure Neubauwohnungen finden kaum noch Abnehmer. Dieser Überhang an gebrauchten Objekten verschafft Käufern mehr Auswahl und Verhandlungsmacht – und drückt so die Durchschnittspreise.

Braunau fällt im Innviertel-Vergleich ab

Die Entwicklung im Bezirk Braunau ist regional auffällig. Während hier das Volumen schrumpfte, legten die Nachbarbezirke deutlich zu:
* Bezirk Ried: Volumen plus 53%, Transaktionen plus 32%.
* Bezirk Schärding: Volumen plus 9,8% bei stabiler Verkaufszahl.

Die hohe Abhängigkeit Braunaus von der Industrie erklärt diese unterdurchschnittliche Performance. Die regionale Konjunktur wirkt sich hier direkter auf die Kaufkraft aus.

Leichte Erholung für 2026 erwartet

Experten prognostizieren für das laufende Jahr eine vorsichtige Belebung – ohne große Preissprünge. Getrieben von einer besseren Gesamtwirtschaft und stabileren Zinsen, könnte die Nachfrage moderat anziehen. Die Preise dürften allenfalls im Rahmen der Inflationsrate steigen. Entscheidend wird sein, wie sich die Konjunktur vor Ort entwickelt. Der Trend zum leistbaren Wohnen in Gebrauchtimmobilien bleibt bestimmend.

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