Immobilienmarkt, Stagnation

Immobilienmarkt 2026: Stagnation statt Trendwende

16.02.2026 - 21:50:12

Der deutsche Immobilienmarkt stagniert 2026 mit moderaten Preissteigerungen. Eine tiefe Neubaukrise und hohe Finanzierungskosten verhindern eine Erholung und verschärfen den Wohnungsmangel.

Der deutsche Immobilienmarkt tritt 2026 weiter auf der Stelle. Eine erhoffte Erholung bleibt aus, stattdessen verfestigt sich eine Phase der Stagnation. Moderates Preiswachstum, eine tiefe Neubaukrise und hohe Finanzierungskosten prägen das Bild.

Für Käufer und Mieter bleibt die Lage angespannt. Der dramatische Mangel an neuem Wohnraum verhindert fallende Preise und treibt die Mieten. Experten sehen keine schnelle Besserung – die strukturellen Probleme wiegen zu schwer.

Neubau: 400.000-Wohnungen-Ziel in weiter Ferne

Die Krise im Wohnungsbau bildet den Kern der Stagnation. Prognosen für 2026 erwarten nur 200.000 bis 215.000 fertiggestellte Wohnungen. Das liegt dramatisch unter dem Regierungsziel von 400.000 Einheiten pro Jahr.

Ein aktueller „Sozialer Wohn-Monitor“ des Pestel-Instituts beziffert das Wohnungsdefizit bereits auf ein Rekordhoch von 1,4 Millionen Einheiten. Die Ursachen sind vielfältig:
* Explodierte Material- und Baukosten
* Hohe Finanzierungszinsen
* Unsichere politische Förderbedingungen

Diese Faktoren machen viele Projekte unrentabel. Obwohl sich die Zahl der Baugenehmigungen leicht erholt, schlägt sich das nicht in mehr gebauten Wohnungen nieder. Die Branche klagt über Auftragsmangel.

Preise steigen moderat – aber nicht überall

Entgegen mancher Erwartungen gibt es 2026 keinen flächendeckenden Preissturz. Verschiedene Institute prognostizieren stattdessen einen Kaufpreisanstieg von 3 bis 4 Prozent. Getrieben wird das von der hohen Nachfrage und dem knappen Angebot.

Doch der Markt entwickelt sich extrem heterogen:
* Gewinner: Energieeffiziente Immobilien in Top-Lagen legen weiter an Wert.
* Verlierer: Objekte in schwachen Regionen oder mit hohem Sanierungsbedarf stehen unter Druck.

Die Finanzierungskosten pendeln sich derzeit bei 3,5 bis 4,0 Prozent für Zehnjahresdarlehen ein. Eine Rückkehr zu den Niedrigzinsen der Vergangenheit gilt als ausgeschlossen.

Mietmarkt: Keine Entspannung in Sicht

Die Neubaukrise verschärft die Lage auf dem Mietmarkt weiter. Der Wohnungsmangel in Metropolen und Ballungsräumen treibt die Neuvertragsmieten nach oben. Für viele Haushalte wird die Miete zur existenziellen Belastung.

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Initiativen wie „Soziales Wohnen“ warnen: Besonders einkommensschwache Haushalte, junge Menschen und Senioren leiden unter der Entwicklung. Experten sehen den Wohnraummangel mittlerweile als ernsthafte Wirtschaftsbremse – er schränkt die Mobilität von Arbeitskräften ein.

Ausblick: Wann kommt die Wende?

Für den Rest des Jahres 2026 erwarten Marktbeobachter eine Fortsetzung der Seitwärtsbewegung. Leichte Preis- und Mietsteigerungen sind wahrscheinlich, solange das fundamentale Angebotsproblem nicht gelöst wird.

Eine echte Trendwende hängt an einem Wiederbeleben des Wohnungsneubaus. Regierungsinitiativen wie der „Bau-Turbo“ könnten Impulse setzen, wirken aber nur mit Verzögerung. Für Mieter und Käufer bedeutet das: Der Druck bleibt hoch. Ohne eine signifikante Ausweitung des Angebots wird sich die Situation so schnell nicht entspannen.

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