Immobilienmarkt, Preise

Immobilienmarkt 2026: Preise steigen, Neubau bricht ein

23.01.2026 - 07:39:12

Der Traum vom Eigenheim wird für viele Deutsche 2026 teurer. Die Preise für Wohnungen und Häuser ziehen wieder an, während der Neubau dramatisch einbricht. Gleichzeitig bleiben die Bauzinsen auf hohem Niveau.

Nach der Korrektur der Vorjahre geht es mit den Immobilienpreisen wieder bergauf. Experten prognostizieren für 2026 einen moderaten Anstieg zwischen zwei und vier Prozent. Diese Entwicklung hat bereits im letzten Jahr eingesetzt:
* Bestandswohnungen: +3,7 % im 4. Quartal 2025
* Einfamilienhäuser: +2,8 % im gleichen Zeitraum

Die Finanzierungskosten bleiben jedoch eine Hürde. Bauzinsen für zehnjährige Darlehen liegen stabil bei 3,5 bis 4 Prozent. Diese Kombination aus höheren Kaufpreisen und signifikanten Zinsen erhöht den Bedarf an Eigenkapital erheblich.

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Dramatischer Einbruch beim Wohnungsneubau

Die größte Bremse für den Markt ist die anhaltende Krise im Wohnungsbau. Die Zahl der fertiggestellten Wohnungen könnte 2026 auf nur noch rund 215.000 Einheiten fallen – weit unter dem tatsächlichen Bedarf. Diese Angebotslücke treibt die Preise weiter.

Hauptgründe für die Neubaukrise:
* Eingebrochene Baugenehmigungen in den Vorjahren
* Anhaltend hohe Baukosten
* Mangel an Fachkräften
* Längere Bauzeiten von der Genehmigung bis zur Fertigstellung

Dieser strukturelle Mangel trifft auf eine ungebrochen hohe Nachfrage, die durch Zuwanderung weiter wächst.

Wer kann sich Eigentum noch leisten?

Die hohen Zinsen haben die Leistbarkeit von Wohneigentum fundamental verändert. Laut einem Bericht des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) müssen Haushalte im Schnitt 29 Prozent ihres Nettoeinkommens für die Finanzierung aufwenden.

Der Eigenkapitalbedarf ist massiv gestiegen. Während in den 1980er-Jahren noch das 3,6-fache eines Jahreseinkommens für ein Haus reichte, sind es heute mehr als fünf Jahreseinkommen. Die Frage ist: Wer kann diese Hürde noch nehmen?

Energieeffizienz wird zum Preistreiber Nr. 1

Ein immer entscheidenderer Faktor für den Wert einer Immobilie ist ihr energetischer Zustand. Steigende CO₂-Preise und neue gesetzliche Vorgaben wie die EU-Gebäuderichtlinie machen Energieeffizienz zum Top-Thema.

Objekte mit guter Energiebilanz erzielen bereits heute deutlich höhere Preise. Diese Schere wird sich weiter öffnen. Eigentümer sanierungsbedürftiger Bestandsimmobilien geraten zunehmend unter Druck – durch steigende Kosten oder Wertabschläge.

Regionale Unterschiede werden größer

Der Markt spaltet sich regional weiter auf. In Metropolen wie Berlin oder Hamburg sind überdurchschnittliche Preissteigerungen wahrscheinlich. Auch „Schwarmstädte“ mit starken Arbeitsmärkten bleiben attraktiv.

In ländlichen, strukturschwachen Gebieten hingegen könnten die Preise stagnieren oder sogar leicht nachgeben. Die Lage vor Ort entscheidet immer mehr über die Wertentwicklung.

Ein Markt in der „neuen Normalität“

Der deutsche Immobilienmarkt hat sich nach der extremen Niedrigzinsphase in einer neuen Realität eingependelt. Verkäufer mussten ihre Preisvorstellungen korrigieren, Käufer kämpfen mit höheren monatlichen Belastungen und strengeren Kreditrichtlinien der Banken.

Staatliche Förderungen durch KfW oder BAFA gewinnen an Bedeutung, um die Finanzierungslücke zu schließen – besonders für Familien und bei energieeffizienten Bauvorhaben. Eine schnelle Entspannung ist nicht in Sicht. Die Kluft zwischen knappem Angebot und hoher Nachfrage bleibt der bestimmende Faktor.

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