Immobilienbranche warnt vor toxischer Mischung aus Überregulierung und Bauflaute
12.01.2026 - 00:54:11Die österreichische Immobilienwirtschaft schlägt Alarm. Beim heutigen Pressegespräch der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ) warnte der zuständige Fachverband vor einer gefährlichen Marktdestabilisierung. Schuld seien historisch niedrige Neubauraten und neue gesetzliche Verschärfungen, die seit Jahresbeginn gelten.
Im Fokus der Kritik steht das neue Mietenwertsicherungsgesetz (MieWeG). Es deckelt die Wertsicherung von Mieten und schränkt befristete Verträge massiv ein. Aus Sicht des Fachverbandes verunsichert das private und institutionelle Vermieter. Die Folge? Immer mehr Eigentümer ziehen sich vom Mietmarkt zurück oder wandeln Wohnungen in Eigentum um.
Die gut gemeinte Mieter-Schutzmaßnahme droht so ins Gegenteil zu kippen. Das Angebot an Mietwohnungen könnte weiter schrumpfen – und den Druck auf die verbleibenden Objekte erhöhen. „Planungssicherheit für Investitionen ist massiv gefährdet“, so die einhellige Meinung der Branchenexperten.
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Parallel zu den rechtlichen Hürden kämpft der Sektor mit einer dramatischen Bauflaute. Die Fertigstellungszahlen bleiben laut WKÖ-Daten weit hinter dem tatsächlichen Bedarf zurück. Hohe Baukosten und schwierige Finanzierungsbedingungen bremsen Projekte aus.
Obmann Roman Oberndorfer wird heute darlegen, dass ohne massive Anreize eine Wohnraumknappheit bis in die 2030er Jahre droht. Besonders gewerbliche Bauträger fühlen sich durch strikte ESG-Vorgaben und sinkende Rentabilität in die Enge getrieben. Die leichte Entspannung bei den Zinsen reicht als Impuls bei weitem nicht aus.
WKÖ fordert Kehrtwende: „Anreize statt Verbote“
Angesichts dieser „toxischen Mischung“ fordert die Wirtschaftskammer ein radikales Umdenken. Statt weiterer Restriktionen brauche es eine „Entfesselung“ der Investitionskraft. Der Fachverband plädiert für:
* Steuerliche Anreize bei thermischen Sanierungen
* Eine Lockerung der strengen Kreditvergaberichtlinien
* Klare, langfristige Verhältnisse durch eine umfassende Mietrechtsreform
„Nur ein transparentes und faires Mietrecht kann das Vertrauen der Investoren zurückgewinnen“, so die Forderung. Die Botschaft an die Politik ist eindeutig: Es braucht Anreize statt Verbote, um den Motor der Bauwirtschaft wieder anzuwenden.
Wird 2026 zum Schicksalsjahr für den Wohnungsmarkt?
Das Jahr 2026 könnte für die Immobilienbranche entscheidend werden. Bleiben die Neubauzahlen niedrig, prognostizieren Experten für die zweite Jahreshälfte steigende Preise für Eigentumswohnungen und einen verschärften Konkurrenzkampf um Mietobjekte.
Der heutige Warnruf des Fachverbandes dürfte nur der Auftakt zu einer hitzigen wohnpolitischen Debatte sein. Die Reaktion der Bundesregierung wird zeigen, ob ein Kompromiss zwischen Mieterschutz und dringend benötigten Investitionen noch möglich ist.
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