igus lanciert PFAS-freies 3D-Druckmaterial für Medizintechnik
02.02.2026 - 07:53:12Der Kölner Motion-Plastics-Spezialist igus bringt mit iglidur i2000 ein Hochleistungs-Harz für die 3D-Fertigung von medizinischen Bauteilen auf den Markt. Das Material ist frei von problematischen PFAS-Chemikalien und PTFE – eine Antwort auf schärfere Regulierung und den Bedarf der Branche nach sicheren, langlebigen Komponenten.
Die Entwicklung trifft den Nerv der Zeit. Hersteller von chirurgischen Robotern und Diagnosegeräten setzen zunehmend auf additive Fertigung, um komplexe, maßgeschneiderte Teile schnell zu produzieren. Gleichzeitig stehen per- und polyfluorierte Alkylsubstanzen (PFAS), oft als „Ewigkeitschemikalien“ bezeichnet, in der EU vor strengen Beschränkungen. iglidur i2000 wurde erfolgreich auf 96 kritische PFAS getestet und bietet eine zukunftssichere Alternative.
Ein Quantensprung bei der Haltbarkeit
Das neue Harz übertrifft konventionelle 3D-Druckmaterialien deutlich. Es ist bis zu 122-mal verschleißfester – eine entscheidende Eigenschaft für bewegliche Teile in Präzisionsinstrumenten, die Tausende von Zyklen überstehen müssen. Kompatibel mit gängigen SLA- und DLP-Druckern, ermöglicht es glatte, hochpräzise Oberflächen.
Der Clou: Das Material enthält feste Schmierstoffe, benötigt also keine externen Fette oder Öle. Bislang wurde dafür oft PTFE eingesetzt. igus hat nun eine PTFE-freie Rezeptur entwickelt. Das ermöglicht hygienischen, reibungsarmen Trockenlauf – ideal für sensible Medizinapplikationen, bei denen Kontaminationen ausgeschlossen werden müssen.
EU-weite Chemikalienregeln und PFAS-Restriktionen verändern die Materialpflichten in der Medizintechnik. Wenn Sie mit Werkstoffen oder Komponenten arbeiten, sollten Sie wissen, welche Kennzeichnungspflichten und Fristen die neue CLP-Verordnung bringt — und wie Sie Ihr Produkt rechtssicher einordnen. Dieser kostenlose Leitfaden erklärt die wichtigsten Änderungen, Checklisten und Umsetzungsschritte für Hersteller und Einkäufer. CLP-Umsetzungsleitfaden gratis herunterladen
Medizintechnik ohne regulatorisches Risiko
Die Ankündigung kommt zur rechten Zeit. Die geplante EU-PFAS-Beschränkung stellt viele Hersteller vor enorme Herausforderungen. igus geht mit iglidur i2000 in die Offensive und bietet eine geprüfte Lösung an: Keine der 96 überwachten PFAS-Substanzen ist im Material in einer Konzentration über 0,1 Gewichtsprozent enthalten.
Für Medizintechnikunternehmen bedeutet das Planungssicherheit. Sie können innovative Komponenten entwickeln, ohne fürchten zu müssen, dass das verwendete Material in wenigen Jahren aufgrund neuer Vorschriften obsolet wird. Damit treibt igus einen branchenweiten Trend voran: weg von risikobehafteten Chemikalien, hin zu nachhaltigen, leistungsstarken Alternativen.
Treibstoff für die Robotik-Revolution
Gerade im boomenden Feld der chirurgischen Robotik eröffnet das Material neue Möglichkeiten. Additive Fertigung ist hier Schlüssel zur Herstellung winziger, komplexer Teile wie Miniaturzahnräder oder Drehventile. iglidur i2000 vereint die dafür nötigen Eigenschaften: Es ist präzise druckbar, extrem verschleißfest und selbstschmierend.
Komponenten aus diesem Harz halten den steten, repetitiven Bewegungen robotischer Systeme stand. Das erhöht die Zuverlässigkeit der Geräte und damit letztlich die Sicherheit für Patienten. Zugleich beschleunigt der 3D-Druck die Prototypenentwicklung und verkürzt die Time-to-Market für medizinische Innovationen erheblich.
Die Markteinführung positioniert igus als wichtigen Innovationstreiber an der Schnittstelle von Medizintechnik, Robotik und additiver Fertigung. Der Bedarf an regulierungskonformen Hochleistungsmaterialien wird weiter wachsen – und mit ihm die Nachfrage nach Lösungen wie iglidur i2000.
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