Architektur, Kampagne

IG Architektur startet Kampagne für Umbau statt Abriss

08.01.2026 - 03:23:12

Eine Initiative in Wien fordert politische Maßnahmen, um Sanierungen gegenüber Neubauten zu bevorzugen und so Ressourcen zu schonen. Die Kampagne ist Teil einer europaweiten Bürgerinitiative.

Heute startet in Wien eine Kampagne für eine Bauwende. Die IG Architektur und Architects for Future eröffnen die Veranstaltungsreihe “FIX IT! – Umbau statt Abriss”. Sie fordern ein radikales Umdenken in der Bauindustrie.

Der Auftakt findet heute Abend im Atelier O3 statt. Die Reihe ist Teil der europäischen Bürgerinitiative “HouseEurope!”, die bis Ende Januar eine Million Unterschriften sammeln will. Ihr Ziel: EU-Gesetze ändern, um Sanierungen gegenüber Neubauten zu bevorzugen.

Im Zentrum stehen vier klare politische Maßnahmen. Die Initiatoren wollen damit den Erhalt bestehender Gebäude attraktiver machen als deren Abriss.

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Vier konkrete Forderungen an die Politik

Im Zentrum stehen vier klare politische Maßnahmen. Die Initiatoren wollen damit den Erhalt bestehender Gebäude attraktiver machen als deren Abriss.

  • Steuerbefreiung für Sanierungen: Der Einsatz von wiederverwendeten Materialien und Sanierungen soll von der Mehrwertsteuer befreit werden.
  • Neue Bewertung von Gebäuden: Der Wert eines Hauses soll nicht nur finanziell, sondern auch nach seinem kulturellen und materiellen Wert bemessen werden.
  • Pflicht zur Ökobilanz: Für jedes Bauvorhaben soll eine Lebenszyklus-Analyse Pflicht werden. Die im Bestand gebundene “Graue Energie” müsste so berücksichtigt werden.
  • Mehr Fördergelder: Renovierungen sollen stärker finanziell unterstützt werden.

Der Bausektor ist für einen enormen Ressourcenverbrauch verantwortlich. Eine Wende hin zur Sanierung könnte die CO2-Emissionen drastisch senken.

Diskurs wandert durch die Stadt

Nach dem heutigen Start zieht die Debatte durch Wien. Am 12. Januar geht es in der IG Architektur um “Bottom-up-Architekturpolitik”. Vom 12. bis 17. Januar ist die TU Wien Schauplatz für akademische Perspektiven.

Ein weiterer Höhepunkt folgt Ende Januar im Amerlinghaus mit Filmvorführungen und Workshops. Die breite Streuung der Orte zeigt: Das Thema soll aus der Fachwelt in die Öffentlichkeit getragen werden.

Warum jetzt Druck gemacht wird

Die Kampagne trifft den Nerv der Zeit. Wien steht unter Druck, seine Klimaziele zu erreichen. Jeder Abriss vernichtet die bereits im Gebäude steckende “Graue Energie” – ein klimapolitischer Irrweg, so die Aktivisten.

Die Kooperation der etablierten IG Architektur mit der Aktivistengruppe Architects for Future ist ein Signal. Sie zeigt, dass sich der Berufsstand seiner ökologischen Verantwortung immer stärker bewusst wird.

Der Countdown läuft: Bis zum 31. Januar will “HouseEurope!” europaweit eine Million Unterstützer finden. Die Wiener Veranstaltungsreihe soll dafür zusätzlichen Rückenwind liefern. Sollte die Bürgerinitiative Erfolg haben, könnte das die gesamte EU-Baubranche umkrempeln.

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