IC3, ITRC

IC3 und ITRC: So melden Sie Cyberkriminalität richtig

26.01.2026 - 04:14:12

Das FBI-Internet Crime Complaint Center und das Identity Theft Resource Center bieten Hilfe bei Cyberkriminalität. Ihre Meldungen sind essenziell für die Strafverfolgung und die Analyse neuer Bedrohungstrends.

Cyberangriffe nehmen rasant zu – doch viele Opfer wissen nicht, wohin sie sich wenden sollen. Zwei zentrale Anlaufstellen in den USA bieten Unterstützung: das FBI-Internet Crime Complaint Center (IC3) und die Non-Profit-Organisation Identity Theft Resource Center (ITRC). Ihre Rolle zu kennen, ist der erste Schritt zur Abwehr.

Die allgegenwärtige digitale Vernetzung schafft nicht nur Komfort, sondern auch ein riesiges Einfallstor für Kriminelle weltweit. Sie attackieren Konzerne wie Privatpersonen. Das FBI warnt: Vor diesen Bedrohungen ist niemand sicher, nur eine gemeinsame Verteidigung hilft.

IC3: Die zentrale Meldestelle des FBI

Das vor 25 Jahren gegründete Internet Crime Complaint Center (IC3) ist die zentrale Anlaufstelle der US-Bevölkerung, um internetbasierte Straftaten und Betrug zu melden. Aus wenigen tausend Meldungen pro Monat sind heute durchschnittlich über 2.000 Beschwerden täglich geworden.

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Jede Meldung dient nicht nur möglichen Ermittlungen, sondern fließt in die Analyse neuer Bedrohungstrends ein. Diese Erkenntnisse nutzt das FBI für öffentliche Warnhinweise und Jahresberichte, um Bürger und Unternehmen aufzuklären. Die Daten werden über ein Netz aus FBI-Feldbüros und Strafverfolgungsbehörden verteilt.

Die Dimensionen sind gewaltig: Von 2020 bis 2024 summieren sich die gemeldeten Schäden durch Cyberkriminalität auf über 50 Milliarden US-Dollar. Allein 2024 registrierte das IC3 über 859.000 Beschwerden mit einem Schaden von mehr als 16 Milliarden Dollar – ein deutlicher Anstieg.

Die häufigsten Delikte waren Phishing, Erpressung und Datenschutzverletzungen. Den größten finanziellen Schaden verursachte jedoch Anlagebetrug, vor allem mit Kryptowährungen, mit über 6,5 Milliarden Dollar Verlust.

Identity Theft Resource Center: Hilfe für Betroffene

Während das IC3 die staatliche Meldestelle ist, bietet die Identity Theft Resource Center (ITRC) als Non-Profit-Organisation direkte, kostenlose Hilfe für Opfer von Identitätsdiebstahl an. Seit 1999 erstellt sie individuelle Sanierungspläne für Privatpersonen und Unternehmen.

Die ITRC stellt umfangreiches Bildungsmaterial bereit – von Trends über Newsletter bis zu Podcasts. Ein Kernstück ist der „Breach Alert“-Service: Nutzer erhalten eine E-Mail-Benachrichtigung, wenn bei einem Unternehmen, bei dem sie Kunde sind, ein Datenleck auftritt. Auch Firmen können ihre Partner überwachen lassen.

Erst am 23. Januar 2026 meldete das Warnsystem mehrere neue Datenschutzvorfälle. Zudem kündigte die ITRC für diese Woche, die „Data Privacy Week 2026“, ihren 20. Jahresbericht zu Datenpannen an. Er soll die Trends des Vorjahres detailliert analysieren.

So funktioniert die Meldung – und was kommt

Wer Opfer einer Cyberstraftat wird, sollte direkt eine Meldung beim IC3 einreichen. Das Zentrum nimmt ein breites Spektrum entgegen – von Betrug bis zu komplexen Cyberangriffen. Je detaillierter die Angaben, desto besser für die Strafverfolgung.

Die Bedrohungslage entwickelt sich ständig weiter. Die gesammelten Meldungen sind essenziell, damit Behörden reagieren können. Das FBI aktualisiert laufend die Warnhinweise auf der IC3-Website.

Der Informationsaustausch im Kampf gegen Cyberbedrohungen bleibt ein zentrales Thema. Die Wirksamkeit von Gesetzen wie dem Cybersecurity Information Sharing Act von 2015 wird diskutiert; seine vorläufige Verlängerung läuft bis zum 30. Januar 2026.

Neue Regulierungen wie der Cyber Incident Reporting for Critical Infrastructure Act von 2022 sollen Mitte 2026 in Kraft treten. Er wird Meldepflichten für kritische Infrastrukturen vorschreiben. Der dadurch erhöhte Datenfluss zu Behörden soll letztlich zu besserer und schnellerer Bedrohungsinformation für die Öffentlichkeit und die Wirtschaft führen.

Die Nutzung der Ressourcen von IC3 und ITRC hilft Betroffenen nicht nur nach einem Vorfall. Sie trägt auch zu einer besser informierten und wirkungsvolleren Abwehr gegen die anhaltende Gefahr der Cyberkriminalität bei.

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