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IBM Skills Accelerator: Gratis-Crashkurs für KI-Kenntnisse startet

05.01.2026 - 03:30:11

IBM startet heute ein kostenloses Intensivtraining, um die digitale Kluft in der Arbeitswelt zu schließen. Der „AI Skills Accelerator“ soll Berufstätige in wenigen Tagen für den Umgang mit Künstlicher Intelligenz fit machen. Das Programm ist ein zentraler Baustein im Kampf gegen den akuten Fachkräftemangel.

Die Nachfrage nach KI-Kompetenzen explodiert, doch das Angebot an qualifiziertem Personal hinkt hinterher. Genau diese Lücke will der Technologie-Riese mit seinem neuen Programm füllen. Es richtet sich gezielt an Berufstätige und Studierende, die sich schnell für den digitalen Arbeitsmarkt der Zukunft wappnen müssen. Der Kurs findet virtuell auf IBMs Bildungsplattform SkillsBuild statt.

Teilnehmer lernen in interaktiven Modulen die praktische Anwendung von KI. Der Fokus liegt auf Prompt Engineering, den Grundlagen des Maschinellen Lernens und der kritischen Bewertung von KI-Ergebnissen auf Fehler und Vorurteile. Auch Datenkompetenz ist ein Schwerpunkt, denn der Umgang mit KI ist untrennbar mit dem Verständnis von Daten verbunden.

„Der Zeitpunkt ist strategisch klug gewählt“, analysiert eine Marktbeobachterin. „Unternehmen planen gerade ihre Digitalisierungs-Offensive für 2026. Der Mangel an Talenten ist dabei das größte Hindernis.“ IBMs beschleunigtes Format soll den Lernprozess von Monaten auf Tage verkürzen und sofort verwertbare Qualifikationen liefern.

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Mit dem Launch startet IBM in das entscheidende Jahr einer ambitionierten Selbstverpflichtung. Das Unternehmen hatte sich im September 2023 das Ziel gesetzt, bis Ende 2026 zwei Millionen Menschen in KI zu schulen. Der neue Accelerator ist der kraftvolle Schlussspurt für diese Initiative.

Er folgt auf weitere strategische Partnerschaften. Erst Mitte Dezember 2025 kündigte IBM eine Kooperation mit dem Bildungsverlag Pearson an, um KI-gestützte Lern-Tools zu entwickeln. Der Accelerator wird nun als praktischer Hebel gesehen, um diese hochrangigen Allianzen in konkretes Training für Endanwender zu übersetzen.

Durch das kompakte Event-Format zum Jahresbeginn nutzt IBM zudem den typischen Motivationsschub für berufliche Weiterbildung. Das könnte die Teilnehmerzahlen für das Geschäftsjahr 2026 von vornherein in die Höhe treiben.

Chancengleichheit durch kostenlose Qualifikation

Ein Kernversprechen des Programms ist Inklusivität. Der Kurs ist nicht nur kostenfrei und global zugänglich, sondern wendet sich besonders an unterrepräsentierte Gruppen in der Tech-Branche. Damit setzt IBM auf sein Konzept der „New Collar“-Jobs – Positionen, die Spezialkenntnisse, aber nicht zwingend einen klassischen Hochschulabschluss erfordern.

„Wir müssen KI-Training zugänglich machen, damit technologischer Fortschritt nicht soziale Ungleichheit verschärft“, betonte Justina Nixon-Saintil, IBMs Vizepräsidentin und Chief Impact Officer. Die virtuelle Umsetzung des Accelerators soll geografische und finanzielle Hürden abbauen. Ein Modul zu „KI für das Gemeinwohl“ unterstreicht den ethischen Anspruch.

Als Nachweis erhalten Absolventen ein digitales Zertifikat, das sie etwa bei LinkedIn präsentieren können. In einem Arbeitsmarkt, der verifizierte Fähigkeiten immer höher bewertet als formale Abschlüsse, sind solche Mikro-Zertifikate ein wertvolles Kapital.

IBM setzt auf Enterprise-Expertise im Wettbewerb

Der Launch findet in einem umkämpften Markt statt. Konkurrenten wie Microsoft und Google treiben eigene Qualifizierungs-Initiativen voran, um ihre Zertifikate zum Standard zu machen. IBM punktet mit seiner Expertise für Geschäftskunden. Die Kurse sind eng mit den unternehmensfähigen Hybrid Cloud– und Responsible AI-Rahmenwerken des Konzerns verknüpft. Das qualifiziert Absolventen besonders für stark regulierte Branchen wie Finanzen oder Gesundheitswesen.

Für 2026 prognostizieren Analysten eine Bewährungsprobe für alle KI-Weiterbildungsversprechen der Tech-Konzerne. Nach den großen Ankündigungen der Vorjahre rückt nun die Erfolgsmessung in den Fokus: Wie viele Teilnehmer schließen ab? Finden sie Jobs? Das Accelerator-Modell bekämpft die typisch hohe Abbrecherquote von Selbstlernkursen durch komprimierte Dauer und ein Gemeinschaftserlebnis.

Sollte die erste Kohorte im Januar erfolgreich sein, plant IBM wohl weitere Accelerator-Events im Quartalsrhythmus für 2026. Bis zur Deadline für die zwei Millionen Lernenden dürften zudem Erweiterungen der SkillsBuild-Plattform folgen, etwa mit Aufbaukursen für Entwickler. Für Berufstätige sendet das heutige Startzeichen eine klare Botschaft: Der Einstieg in die KI-Welt war noch nie so niedrigschwellig.

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