Hyundai, Atlas-Roboter

Hyundai setzt auf Atlas-Roboter für die Fabrik der Zukunft

17.01.2026 - 09:13:12

Hyundai integriert ab 2028 Atlas-Roboter in US-Produktion, um gefährliche Aufgaben zu automatisieren. Die schrittweise Einführung zielt auf eine menschenzentrierte, sichere und effiziente Fabrik der Zukunft ab.

Hyundai bringt ab 2028 menschenähnliche Roboter von Boston Dynamics in seine US-Fabriken. Die Technologie soll gefährliche und körperlich schwere Aufgaben übernehmen – und die Produktion revolutionieren.

Die Ankündigung auf der Consumer Electronics Show (CES) 2026 markiert einen Meilenstein für die Automobilindustrie. Hyundai will den voll-elektrischen Atlas-Roboter zunächst im Werk im US-Bundesstaat Georgia einsetzen. Das Ziel: eine „menschenzentrierte“ Automatisierung, die Sicherheit und Effizienz steigert.

Vorsichtiger Start mit klarem Ziel

Die Integration verläuft schrittweise. Ab 2028 sollen die 1,90 Meter großen Roboter mit der Teilesequenzierung beginnen. Dabei ordnen sie Bauteile für die Montagelinie korrekt an – eine anstrengende Logistikaufgabe.

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Erst nach erfolgreicher Validierung dieser Phase folgt ab 2030 der nächste Schritt. Dann sollen die Humanoiden auch komplexere Montagearbeiten und das Bewegen schwerer Lasten übernehmen. Diese Strategie ist Teil der Vision einer „Software-Defined Factory“, einer durch Daten und KI optimierten intelligenten Fabrik.

Starke Technik für den Dauerbetrieb

Der Atlas ist für den harten Industrieeinsatz gebaut. Er kann Lasten bis zu 55 Kilogramm heben und bei Temperaturen von -20°C bis 40°C arbeiten. Ein Schlüsselmerkmal ist seine Autonomie: Er findet selbstständig zur Ladestation und tauscht seinen Akku in unter drei Minuten aus.

Für die Vorbereitung der Roboter eröffnet Hyundai noch 2026 ein Robot Metaplant Application Center (RMAC) in den USA. Dort werden die Roboter trainiert und getestet, bevor sie in der Hauptfabrik zum Einsatz kommen. Eine Partnerschaft zwischen Boston Dynamics und Google DeepMind soll die KI-Fähigkeiten des Atlas weiter beschleunigen.

Neue Jobs statt Massenentlassungen?

Die Ankündigung wirft die Frage auf: Was bedeutet das für die menschlichen Arbeitsplätze? Hyundai betont, es gehe um Kollaboration, nicht um Ersatz. Roboter sollen jene Aufgaben übernehmen, die für Menschen riskant oder zu belastend sind.

Mitarbeiter würden stattdessen in anspruchsvollere Rollen wechseln: zur Überwachung, Qualitätskontrolle, Programmierung und Betriebsführung. Branchenbeobachter sehen darin einen notwendigen Schritt zu sichereren und widerstandsfähigeren Fabriken.

Hyundai als Treiber des „Physical AI“-Marktes

Das Engagement geht weit über den eigenen Bedarf hinaus. Hyundai plans in den USA eine neue Roboterfabrik mit einer Kapazität von 30.000 Einheiten pro Jahr bis 2028. Damit positioniert sich der Konzern nicht nur als Anwender, sondern als potenzieller Hauptproduzent im wachsenden Markt für physische KI.

Der erfolgreiche Einsatz in Georgia könnte einen neuen Industriestandard setzen und die Adoption humanoider Roboter in Logistik, Bauwesen und Facility Management beschleunigen. Die Fabrik wird zum lebenden Labor für die Produktion von morgen – eine Partnerschaft aus menschlicher Intelligenz und robotischer Kraft.

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