Hyundai, Teslas

Hyundai holt Teslas Robotik-Chef für Atlas-Offensive

30.01.2026 - 07:43:12

Mit dem ehemaligen Tesla-Vize Milan Kovac will die Hyundai Motor Group die Massenproduktion humanoider Roboter beschleunigen und die Führung im Wettlauf um die Fabrik der Zukunft übernehmen.

Hyundai Motor Group rekrutiert mit Milan Kovac den früheren Tesla-Vize für seinen Einstieg in die humanoide Serienproduktion. Der Schritt markiert eine neue Eskalationsstufe im globalen Wettlauf um die Fabrik der Zukunft.

Der südkoreanische Konzern hat den Architekten des Tesla „Optimus“ als Berater und Boston-Dynamics-Direktor verpflichtet. Kovac wechselte im Juni 2025 von Tesla zu Hyundai. Seine Expertise soll den Technologiesprung des Konzerns von der Forschung zur Massenkommerzialisierung humanoider Roboter beschleunigen. Die Personalie ist ein gezielter Schlag gegen die Ambitionen von Tesla-Chef Elon Musk im Feld der „Physical AI“.

Strategischer Coup im Talentekrieg

Milan Kovac gilt als weltweit führender Experte für KI und Robotik. Bei Tesla trieb er neun Jahre lang Schlüsselprojekte voran. Zunächst entwickelte er von 2019 bis 2022 die kamerabasierte Autopilot-Generation 2. Anschließend übernahm er die Leitung des „Optimus“-Humanoidprojekts und führte es vom Konzept zum funktionsfähigen Prototypen.

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Seine Erfahrung mit End-to-End-Lernverfahren für humanoide Roboter und mit Fabrik-Pilottests ist für Hyundai von unschätzbarem Wert. Kovac ist bereits der zweite Top-Ingenieur aus dem Tesla-Umfeld, den der Konzern anwirbt. Zuvor hatte Hyundai Park Min-woo, einen Ex-Ingenieur von Tesla und Nvidia, für seine Fahrzeugplattform-Sparte verpflichtet.

Turbo für Boston Dynamics und Atlas-Roboter

Kovac übernimmt eine Doppelrolle. Als Gruppenberater wird er KI- und Robotikinitiativen bei Hyundai und Kia strategisch begleiten. Seine Schlüsselposition ist jedoch der Aufsichtsrat bei Boston Dynamics, der Hyundai-Tochter für Spitzenrobotik.

Hier soll Kovac helfen, die KI-Entwicklung zu beschleunigen und die Kommerzialisierung der Roboterflotte voranzutreiben. Dazu gehören der vierbeinige „Spot“, der Logistikroboter „Stretch“ und vor allem der humanoide „Atlas“. Erst auf der CES 2026 hatte Hyundai eine neue, vollelektrische Atlas-Generation präsentiert. Sie demonstrierte autonom Aufgaben in nachempfundenen Hyundai-Fabrikumgebungen – ein klarer Fokus auf den praktischen Einsatz.

Wettlauf um die Fabrik der Zukunft

Die Verpflichtung unterstreicht den erbitterten Kampf zwischen Tech- und Autokonzernen um die Vorherrschaft in der Automation. Hyundai-Chef Euisun Chung treibt die Vision der „Physical AI“ voran: KI-Systeme in Hardware, die die physische Welt manipulieren können.

Der Konzern hat einen ambitionierten Fahrplan. Ab 2028 soll Atlas zunächst in eigenen Werken, wie dem Metaplant America in Georgia, Teile bereitstellen. Bis 2030 sollen komplexere Montagearbeiten folgen. Das ehrgeizige Ziel: Eine Serienfabrik mit einer Jahreskapazität von bis zu 30.000 Atlas-Einheiten bis 2028.

Synergie aus Spitzentechnologie und Industriemacht

Die Integration Kovacs soll eine mächtige Synergie aus der Pioniertechnologie von Boston Dynamics und der industriellen Skalierungkraft Hyundais schaffen. Der Fokus liegt zunächst auf der Fabrikhalle, wo Roboter repetitive, anstrengende und gefährliche Aufgaben übernehmen sollen.

Die langfristigen Implikationen sind jedoch weit größer. Mit verbesserten KI- und Softwarefähigkeiten könnten die Systeme später in Logistik, Dienstleistungen und schließlich im öffentlichen Raum eingesetzt werden. Diese Talent-Akquisition ist mehr als ein spektakulärer Transfer. Sie ist ein entscheidender Schritt in Hyundais Transformation zu einem umfassenden Mobilitäts- und Automationskonzern. Die Botschaft ist klar: Hyundai will den Robotik-Markt nicht nur mitgestalten, sondern anführen.

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