Hyundai holt Tesla- und Nvidia-Veteran für autonomes Fahren
16.01.2026 - 20:04:12Hyundai setzt im Wettrennen um das autonome Auto auf einen neuen Top-Manager mit Silicon-Valley-Erfahrung. Dr. Minwoo Park übernimmt die Führung der Technologieeinheit 42dot und der gesamten Advanced Vehicle Platform Division. Die Berufung des 48-Jährigen, der zuvor bei Tesla und Nvidia Schlüsselrollen innehatte, ist ein klares Signal: Der südkoreanische Konzern will bei softwaredefinierten Fahrzeugen (SDVs) endlich Tempo machen.
Strategische Neuausrichtung mit Silicon-Valley-Expertise
Die Ernennung vom 13. Januar füllt eine kritische Lücke. Der vorherige Chef, Song Chang-hyeon, hatte das Unternehmen im Dezember 2025 verlassen – Berichten zufolge wegen Verzögerungen bei der Software-Transformation. Park soll nun den Wandel des hardware-fokussierten Autoherstellers zum agilen Software-Konzern beschleunigen.
Sein Profil könnte kaum passender sein. Bei Tesla war Park ein Kernmitglied des Teams, das das Autopilot-System entwickelte. Er leitete maßgeblich den Entwurf von Tesla Vision, der kamerabasierten Deep-Learning-Architektur des Unternehmens. Später wechselte er als Vice President zu Nvidia. Dort trieb er die Serienreife und Vermarktung von Nvidias autonomer Softwareplattform voran und koordinierte Großprojekte mit globalen Autoherstellern.
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„Mit Park holt sich Hyundai nicht nur einen Technologieexperten, sondern auch einen Brückenbauer zu den wichtigsten Playern im Silicon Valley“, analysiert ein Branchenbeobachter. Der Konzern bestätigt damit seine Ambitionen im Feld der Physical AI, der Verschmelzung von softwaredefinierten Fahrzeugen, Robotik und autonomer Mobilität.
Doppelspitze für die Zukunftstechnologien
Park komplettiert die neue Führungsriege für Hyundais Zukunftstechnologien. Seit Dezember 2025 leitet bereits Manfred Harrer die gesamte Forschungs- und Entwicklungsabteilung (R&D Division). Gemeinsam sollen Harrer und Park eine leistungsstarke Doppelspitze bilden, die Innovationen in Fahrzeugarchitektur und autonomen Systemen vorantreibt.
Die Aufgabe ist enorm. Hyundai muss gegen etablierte Autokonzerne und eindringende Tech-Firmen bestehen. Parks Erfahrung mit softwarezentrierten Systemen, die weniger auf vorgefertigte HD-Karten angewiesen sind, ist dabei zentral. Dieser Ansatz gilt als Schlüssel für skalierbare und anpassungsfähige autonome Lösungen.
Vertiefte Allianz mit Nvidia erwartet
Die Berufung dürfte die bereits enge Zusammenarbeit mit Nvidia weiter vertiefen. Hyundai plant bereits große Investitionen in Nvidias Technologie, unter anderem den Bau eines riesigen KI-Datenzentrums mit dessen Hochleistungs-GPUs. Parks intime Kenntnis der Nvidia-Plattformen wird als strategischer Vorteil gesehen, um die Software von 42dot schneller zu integrieren.
Unter Parks Führung rückt 42dot noch stärker ins Zentrum von Hyundais Strategie. Die Einheit entwickelt die Kernsoftware und Mobilitätsplattformen für die nächste Fahrzeuggeneration des Konzerns. Der Druck, greifbare Ergebnisse zu liefern, ist hoch. Wettbewerber wie Volkswagen mit Cariad oder General Motors mit Cruise sind ebenfalls auf der Überholspur.
Parallel arbeitet Hyundais Joint Venture Motional an der Kommerzialisierung eines Level-4-Robotaxi-Dienstes in Las Vegas bis Ende 2026. Die technologischen Fortschritte bei 42dot werden für den Erfolg solcher Initiativen entscheidend sein. Die größte Herausforderung für Park wird jedoch sein, eine Software-first-Mentalität im globalen Fertigungsriesen Hyundai zu verankern. Gelingt das nicht, droht das Unternehmen im Zeitalter der intelligenten Mobilität den Anschluss zu verlieren.
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