HypoVereinsbank-Kunden, Visier

HypoVereinsbank-Kunden im Visier neuer Phishing-Welle

05.01.2026 - 22:23:12

Verbraucherschützer warnen vor einer gezielten Betrugswelle gegen HVB-Kunden. Die täuschend echten Mails fordern unter Zeitdruck sensible Daten und nutzen die Nachweihnachtszeit aus.

Eine massive Phishing-Welle zielt zu Jahresbeginn gezielt auf Kunden der HypoVereinsbank (HVB). Verbraucherschützer warnen vor täuschend echten E-Mails, die mit einer Kontosperrung drohen und sensible Daten abgreifen wollen. Die Betrüger setzen auf extremen Zeitdruck und perfekte Fälschungen.

Perfide Masche: „Letzte Mahnung“ unter Druck

Die aktuellen Betrugsmails tragen Betreffzeilen wie „Die letzte Mahnung vor der Sperrung Ihres Kontos“. Sie behaupten, eine sofortige Datenaktualisierung sei nötig, sonst werde das Konto gesperrt. Oft geben die Täter dem Opfer nur 24 Stunden Zeit. Diese aggressive Taktik soll Panik erzeugen und rationales Denken ausschalten – ein klassisches Social Engineering-Manöver.

So erkennen Sie die Fälschung

Trotz professioneller Aufmachung verraten Details den Betrug:
* Schreibfehler: Oft steht „Hypovereinsbank“ mit kleinem „v“, nicht die korrekte Markenschreibweise „HypoVereinsbank“.
* Unpersönliche Anrede: Statt des Kundennamens wird mit „Sehr geehrter Kunde“ begrüßt.
* Fragwürdige Absender: Die Absender-Domain hat nichts mit „hvb.de“ oder „unicredit.de“ zu tun.
Der wichtigste Grundsatz: Echte Banken fordern niemals per E-Mail zur Eingabe von PIN, TAN oder Passwort über einen Link auf.

Die Falle hinter dem Link

Wer klickt, landet auf einer gefälschten Banking-Seite. Dort werden Zugangsdaten abgefangen. Häufig wird auch eine TAN erfragt. Haben die Kriminellen diese, können sie sofort Transaktionen auslösen oder das Gerät für das pushTAN-Verfahren übernehmen. Einige Seiten installieren sogar zusätzliche Schadsoftware.

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Das ist im Ernstfall zu tun

Sofort handeln müssen Kunden, die bereits Daten eingegeben haben:
* Konto sperren: Unverzüglich den Sperr-Notruf 116 116 oder die HVB-Betrugshotline (+49 89 378 48888) anrufen.
* Zugangsdaten ändern: PIN und Passwort sofort über ein sicheres Gerät ändern.
* Bank informieren: Den Bankberater kontaktieren, um unerlaubte Buchungen zu prüfen.
* Anzeige erstatten: Den Vorfall bei der Polizei melden und Screenshots als Beweise sichern.

Warum Phishing jetzt Hochkonjunktur hat

Nach den Feiertagen sind Verbraucher für Finanzthemen besonders sensibel – das nutzen Kriminelle aus. Die aktuelle Welle ist Teil eines Musters: Ähnliche Angriffe zielen auch auf Kunden anderer Institute ab. Dies deutet auf organisierte Netzwerke hin, die ihre Angriffe mit KI-gestützten Tools immer besser anpassen.

Die Experten erwarten keine Entspannung. Die Maschen könnten sich von E-Mail auf SMS oder gefälschte Anrufe verlagern. Letztlich bleibt die eigene Wachsamkeit der beste Schutz: Skepsis ist angebracht bei jeder Nachricht, die schnelles Handeln fordert.

@ boerse-global.de