Huawei, MatePad

Huawei MatePad 12 X: Neuer Tablet-König für Profis ohne Google?

04.01.2026 - 12:30:12

Mit dem MatePad 12 X (2026) startet Huawei einen neuen Angriff auf den professionellen Tablet-Markt. Das Gerät, das ab dem 9. Januar in Südostasien verkauft wird, setzt voll auf eine „PC-Lite“-Strategie. Es richtet sich gezielt an Nutzer, die auf Google-Dienste verzichten können, dafür aber Desktop-Produktivität in Tablet-Form fordern.

Der entscheidende Hebel ist die vorinstallierte Büro-Suite WPS Office 3.0. Diese soll laut Huawei „PC-Level“-Funktionalität auf das HarmonyOS-Betriebssystem bringen. Im Gegensatz zu abgespeckten Mobile-Apps unterstützt diese Version komplexe Arbeitsabläufe.

Dazu gehören Pivot-Tabellen, bedingte Formatierungen und erweiterte Formeln in Tabellen – Features, die in mobilen Versionen von Microsoft Excel oder Google Sheets oft fehlen oder umständlich sind. Die Oberfläche imitiert eine Desktop-Umgebung. Für Profis, die viel mit Dokumenten und Daten arbeiten, könnte das Gerät in Kombination mit der Smart Magnetic Keyboard so zum Laptop-Ersatz werden.

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Diese Software-Strategie ist Huaweis Antwort auf die „App-Lücke“. Durch eine starke, native Office-Suite will der Konzern den Nachteil des fehlenden Google Workspace ausgleichen.

Kreativ-Tool: Der Aufstieg mit dem M-Pencil Pro

Erstmals unterstützt die MatePad-12-X-Reihe den Huawei M-Pencil Pro. Dieser Stylus, bisher Top-Modellen vorbehalten, verändert die Zielgruppe radikal. Für digitale Künstler und Designer wird das Tablet so zur ernsthaften Alternative zu Wacom oder dem iPad Air.

Der Stift bietet 16.384 Druckstufen für präzise Linien und Schattierungen. Über die hauseigene NearLink-Technologie soll die Latenz minimal sein. Neue Gestensteuerungen erlauben es, per „Pinch“-Geste ein Radialmenü aufzurufen oder per „Dreh“-Geste Pinselspitzen in Echtzeit anzupassen. Optimiert sind diese Features für die Huawei-eigene Mal-App GoPaint, die 8K-Leinwände unterstützt.

Zusammen mit dem PaperMatte-Display – dessen nanobeschichtete Oberfläche das Gefühl von Papier simulieren soll – entsteht ein paketiertes Kreativ-Studio.

Hardware: Ausdauernd, hell und leicht

Das 12-Zoll-Ultra-clear-PaperMatte-Display glänzt mit einer 144-Hz-Bildwiederholrate und einer Spitzenhelligkeit von 1.000 Nits. Die dritte Generation der Mattierungstechnologie soll störendes „Screen-Sparkle“ um 50 Prozent reduzieren.

Den langen Atem für Profi-Workloads soll ein riesiger 10.100-mAh-Akku mit 66W-SuperCharge-Schnellladung garantieren. Huawei verspricht einen ganzen Tag durchhalten. Das Gehäuse ist mit 5,9 mm Dicke und 555 Gramm Gewicht dennoch ultraportabel. Erhältlich ist es in den Farben „Greenery“ und „White“.

Marktanalyse: Nischen-Strategie statt Google-Kampf

Der Launch findet vor dem Hintergrund anhaltender US-Handelsbeschränkungen statt, die den Zugang zu Google Mobile Services (GMS) blockieren. Für stark in die Google-Ökosphäre (Gmail, Drive, Fotos) investierte Nutzer bleibt das ein Ausschlusskriterium.

Analysten sehen jedoch eine erfolgreiche Nischen-Strategie: „Es geht nicht mehr darum, Google zu ersetzen, sondern eine überlegene Alternative für spezifische Aufgaben anzubieten“, heißt es in einem Branchenreport. Durch das Bündeln von wertvollen Zubehörteilen wie Tastatur und Stift in Vorverkaufsaktionen unterbietet Huawei die Gesamtkosten vergleichbarer iPad- oder Galaxy-Tab-Setups erheblich.

Die Integration von NearLink für Peripherie und SuperHub für Dateitransfer zwischen Huawei-Geräten stärkt zudem den „Ecosystem Play“. Für Nutzer, die bereits Smartphone oder Laptop von Huawei besitzen, wird das Tablet zur nahtlosen Erweiterung des Arbeitsplatzes.

Ausblick: Ein Lackmustest für Google-freie Profi-Tablets

Der Verkaufsstart am 9. Januar 2026 in Südostasien wird zum Lackmustest. Kann das „PC-Lite“-Versprechen uneingeschränkte Produktivität liefern? Dann könnte sich ein Trend abzeichnen, bei dem Software-Fähigkeiten – und nicht die Menge an Apps im Store – zum Hauptkaufgrund für Profi-Tablets werden.

Die Frage bleibt: Reichen spezialisierte Software-Features aus, um die mobile Arbeitswelt vom Google Play Store zu lösen? Die Antwort könnte den gesamten Tablet-Markt neu justieren.

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