HR im Wandel: Vom Kostenfaktor zum strategischen Partner
04.02.2026 - 04:02:12Deutsche Unternehmen setzen bei Restrukturierungen zunehmend auf strategische Transformation statt auf reinen Stellenabbau. Die Personalabteilung rückt dabei in eine Schlüsselrolle, die sie oft noch nicht ausfüllt.
Studie belegt Paradigmenwechsel
Eine aktuelle Benchmark-Studie der Deutschen Gesellschaft für Personalführung (DGFP), der Boston Consulting Group und Restart Career zeigt einen klaren Trend: Restrukturierung ist kein reines Kostenthema mehr. Für die Studie wurden im Herbst 2025 insgesamt 254 Unternehmen in Deutschland befragt.
Das Ergebnis? Reorganisationen verfolgen heute weitreichendere Ziele. Bezeichnend ist, dass 77 Prozent der Unternehmen parallel zum Abbau von Stellen auch neue Positionen besetzen. Es geht also um eine gezielte Umschichtung von Ressourcen für die Zukunft.
Überraschend: Nur 11 Prozent nannten Automatisierung oder Künstliche Intelligenz (KI) als primären Grund für die Umstrukturierung. Der Fokus liegt derzeit stärker auf strukturellen Anpassungen an den Markt.
Führung und Kommunikation entscheiden über Erfolg
Warum scheitern so viele Veränderungsprozesse? Die Studie identifiziert mangelnde Führungsqualität als Hauptproblem. Klare Ansagen, transparente Kommunikation und übernommene Verantwortung sind die entscheidenden Erfolgsfaktoren.
Passend zum Thema Führung: Viele Restrukturierungen scheitern, weil Führungskräfte den Wandel nicht wirksam steuern. Ein kostenloses E-Book zu modernen Führungsstilen zeigt Ihnen praxisnahe Ansätze, konkrete Checklisten und fünf erprobte Führungsweisen, mit denen Sie Teamzufriedenheit und Produktivität zugleich verbessern. Ideal für HR-Manager und Führungskräfte, die HR als strategischen Partner etablieren wollen. Jetzt kostenlosen Führungsstil-Guide sichern
Doch genau hier hapert es oft. Die Personalabteilung agiert in kritischen Phasen meist reaktiv – sie verwaltet Kündigungen und Aufhebungsverträge. Ihr strategisches Potenzial bleibt ungenutzt.
Experten sind sich einig: Eine frühe Einbindung von HR könnte Restrukturierungen deutlich beschleunigen und verbessern. Doch wer denkt schon proaktiv an die Personalplanung, wenn es um harte Schnitte geht?
CEOs setzen auf KI gegen Fachkräftemangel
Der aktuelle EY CEO Outlook Survey unter 1.200 Führungskräften weltweit bestätigt den Druck. Für CEOs sind KI und Automatisierung die zentralen Hebel, um dem Fachkräftemangel zu begegnen und Prozesse effizienter zu gestalten.
Gleichzeitig steigt die Lust auf Fusionen und Übernahmen wieder. Jede Akquisition zieht jedoch meist umfangreiche Integrationen und weitere Restrukturierungen nach sich.
Für HR bedeutet das eine doppelte Herausforderung: Sie muss den aktuellen Wandel managen und gleichzeitig die personellen Weichen für künftiges Wachstum stellen. Ein Spagat, der viele Abteilungen überfordert.
Der schwierige Weg zum strategischen Partner
Die Studienergebnisse sind eindeutig: Reine Personalverwaltung reicht nicht mehr aus. HR muss sich als datengestützter, strategischer Partner etablieren, der Veränderungen von Anfang an mitgestaltet.
Die größte Hürde? Die Vereinbarkeit von harten Unternehmenszielen und Mitarbeiterzufriedenheit. In einer kompetenzbasierten Organisation, in der Fähigkeiten mehr zählen als Abschlüsse, braucht es völlig neue Ansätze im Recruiting.
Die Trends für 2026 sind gesetzt: fortschreitende Digitalisierung und der dominante Einfluss von KI. HR-Führungskräfte müssen jetzt eine klare KI-Strategie für ihr Fachgebiet entwickeln.
Die Kernfrage lautet: Wer übernimmt die Führung bei der KI-Transformation im Unternehmen? Und kann HR die gewonnene Effizienz in neues Wachstum investieren? Wer diese Fragen beantwortet, sichert sich den Wettbewerbsvorteil im Kampf um die besten Talente.
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