HP EliteBoard G1a: Der vollwertige PC in der Tastatur
23.01.2026 - 22:03:12HP stellt mit dem EliteBoard G1a den Desktop-Arbeitsplatz für das hybride Zeitalter radikal auf den Kopf. Der vollwertige „Copilot+ PC“ steckt komplett im Gehäuse einer mechanischen Tastatur. Nach der Vorstellung auf der CES Anfang Januar sorgen nun wichtige Updates von AMD und Microsoft dafür, dass die einzigartigen Fähigkeiten des Geräts vor dem für März erwarteten Marktstart klarer werden.
Ein radikales Konzept für den Schreibtisch
Das EliteBoard G1a ist mehr als nur ein weiteres All-in-One-Gerät. Statt die Komponenten hinter einem Bildschirm zu verstecken, verbirgt HP den gesamten Computer unter den Fingern des Nutzers. Die Idee erinnert an Heimcomputer der 80er wie den Commodore 64, verfolgt aber ein klares Ziel: maximale Mobilität im Unternehmen und volle KI-Leistung.
Das Herzstück ist ein AMD Ryzen AI 300 Serie Prozessor. Diese Chips sind der Grund, warum das G1a die Bezeichnung „Copilot+ PC“ von Microsoft tragen darf. Sie verfügen über eine neuronale Recheneinheit (NPU) mit bis zu 50 TOPS (Billionen Operationen pro Sekunde) und übertreffen damit die von Microsoft geforderten 40 TOPS für die neuesten KI-Funktionen deutlich.
Die Software holt auf: Kritische Updates diese Woche
Die Hardware war bereits bekannt, doch erst in den letzten Tagen hat die Software-Infrastruktur entscheidende Fortschritte gemacht. Das macht das G1a zum startbereiten KI-PC.
Seit August 2024 gelten neue EU‑Regeln für KI‑Systeme – viele Unternehmen riskieren Bußgelder, weil sie Kennzeichnung, Risikobewertung und Dokumentation unterschätzen. Besonders Geräte mit lokaler NPU‑Funktion wie das HP EliteBoard benötigen klare Prozesse. Der kostenlose Umsetzungsleitfaden erklärt praxisnah, welche Pflichten gelten, wie Sie Ihr Copilot+-Deployment rechtssicher klassifizieren und welche Fristen zu beachten sind. Ideal für IT‑Leiter und Produktverantwortliche, inklusive Checkliste und Umsetzungs‑Schritten. Jetzt kostenlosen KI-Umsetzungsleitfaden herunterladen
AMD-Treiber für volle Leistung (21. Januar 2026):
Am Mittwoch veröffentlichte AMD die Adrenalin Edition 26.1.1 WHQL-Treiber. Diese offizielle Unterstützung für die mobilen Ryzen AI 300-Prozessoren ist entscheidend. Sie stellt sicher, dass die integrierte Radeon 800M Grafik und die NPU im G1a ihre volle Leistung für Produktivitäts- und Kreativaufgaben entfalten können – ohne bremsende Treiberprobleme.
Microsofts neue KI-Funktionen (21. Januar 2026):
Gleichzeitig rollt Microsoft neue KI-Features für Windows-Insider aus, die direkt dem EliteBoard zugutekommen. Seit dem 21. Januar bringen Updates für Notepad und Paint Funktionen wie „Coloring Book“ mit. Diese nutzen die lokale NPU, um aus Textbeschreibungen Kunstwerke zu generieren. Solche Features laufen ausschließlich auf Copilot+ PCs wie dem G1a – ohne Umweg über die Cloud.
Technische Spezifikationen: Leistung zum Aufschrauben
Das EliteBoard überzeugt nicht nur durch seine kompakte Bauform, sondern auch durch eine ungewöhnlich hohe Reparierbarkeit.
- Prozessor: AMD Ryzen AI 300 Serie (bis Ryzen AI 9)
- Arbeitsspeicher: Bis zu 64 GB DDR5 (zugängliche SODIMM-Steckplätze)
- Speicher: Bis zu 2 TB PCIe Gen4 NVMe SSD (benutzerzugänglich)
- Anschlüsse: 1x USB4, 4x USB Typ-A, Wi-Fi 7, Bluetooth 6.0
- Abmessungen: Ca. 17 mm dick
- Gewicht: ~750 g (ohne Akku) / ~1,69 lbs (mit optionalem Akku)
Der Clou ist das modulare Design. IT-Abteilungen oder Nutzer können die magnetische Tastaturauflage abnehmen und so direkt auf interne Komponenten wie SSD, RAM oder sogar die Lüfter zugreifen. Auch das Tastaturmodul selbst ist austauschbar – ein ausgelaufener Kaffee macht nicht gleich den ganzen Computer unbrauchbar.
Ein optionaler 32-Wh-Innenakku ermöglicht etwa 3,5 Stunden unabhängigen Betrieb. Für den ganzen Tag reicht das nicht, doch als eingebaute USV (unterbrechungsfreie Stromversorgung) ist er ideal: Nutzer können ihren Arbeitsplatz wechseln, ohne das System herunterzufahren. HP nennt das „Mobilität innerhalb des Büros“.
Marktanalyse: Nische oder neuer Standard?
Analysten sehen im EliteBoard G1a eine gezielte Lösung für zwei Zielgruppen: die „Hot-Desking“-Büroumgebung und den anspruchsvollen Hybrid-Worker.
Die Evolution von „Bring Your Own PC“:
Indem HP den PC vom Monitor entkoppelt, löst es ein praktisches Problem. Jeder Schreibtisch mit einem Standard-USB-C-Monitor wird sofort zum personalisierten Arbeitsplatz für einen EliteBoard-Nutzer. Im Vergleich zum Laptop mit Dockingstation verspricht das bessere Ergonomie und einen aufgeräumteren Schreibtisch.
Der Preis bleibt die große Frage:
HP hat den endgültigen Verkaufspreis noch nicht bestätigt. Beobachter schätzen jedoch, dass mittlere Konfigurationen zwischen 1.000 und 1.200 Euro liegen werden. Damit würde sich das G1a im Bereich hochwertiger Business-Ultrabooks positionieren – mit dem zusätzlichen Argument der überlegenen Ergonomie und Reparierbarkeit.
Der Marktstart ist für März 2026 geplant. Ob sich das Konzept durchsetzt, hängt maßgeblich von der Akzeptanz in Unternehmen ab. Werden IT-Manager die modulare Reparierbarkeit als ausreichenden Kostenvorteil gegenüber herkömmlichen Laptops werten? Mit den aktuellen Software-Updates ist das EliteBoard G1a jedenfalls bereit, die Form des Business-PCs im KI-Zeitalter neu zu definieren.
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