Home Depot startet revolutionären KI-Assistenten für Heimwerker
11.01.2026 - 16:51:12Der Baumarkt-Riese Home Depot setzt mit einem neuen KI-Assistenten auf aktive Projektsteuerung statt einfacher Produktberatung. Das System soll komplexe Bauvorhaben von der Planung bis zur Lieferung managen.
New York – Die Grenze zwischen digitaler Beratung und praktischer Umsetzung verschwimmt: Home Depot hat auf der Einzelhandelsmesse NRF 2026 eine neue Generation seines KI-Assistenten „Magic Apron“ vorgestellt. Entwickelt in einer erweiterten Partnerschaft mit Google Cloud, soll die „agentische“ KI nicht nur Fragen beantworten, sondern eigenständig Projekte planen und Bestellungen abwickeln. Ein strategischer Schachzug im hart umkämpften Baumarkt-Segment.
Der ursprüngliche „Magic Apron“ aus dem Jahr 2025 war im Grunde ein intelligenter Chatbot. Die neue Version hingegen handelt eigenständig. Sie nutzt Googles Gemini-Modelle, um aus einer simplen Projektbeschreibung detaillierte Materiallisten zu erstellen. Für Handwerker kann sie komplexe, mehrstufige Großbestellungen zusammenstellen und in Echtzeit an Lagerverfügbarkeit und Budget anpassen.
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„Das Ziel ist es, das Expertenwissen unserer Mitarbeiter – symbolisiert durch die orangene Schürze – digital in die Tasche jedes Kunden zu packen“, erklärt die Strategie. Die KI soll die Lücke zwischen digitaler Planung auf dem Sofa und der physischen Umsetzung auf der Baustelle schließen. Ein durchgängiges Erlebnis, das Home Depot als entscheidenden Wettbewerbsvorteil sieht.
Google Cloud als technisches Fundament
Die technische Basis bildet Google Cloud’s Gemini Enterprise for Customer Experience (CX). Diese Integration erlaubt es der KI, nicht nur zu kommunizieren, sondern auch mit den internen Warenwirtschafts- und Logistiksystemen von Home Depot zu interagieren.
Ein Beispiel: Ein Handwerker könnte den Assistenten anweisen: „Bestelle alles für eine 500 Quadratmeter große Terrasse aus WPC, Lieferung zur Baustelle in der Hauptstraße bis Dienstag.“ Die KI würde dann eigenständig die Artikel identifizieren, Lagerbestände prüfen und den Liefertermin koordinieren – der Nutzer muss nur noch final zustimmen.
Bemerkenswert: Die Funktionen sollen bald auch außerhalb der Home-Depot-App verfügbar sein. Geplant ist die Integration in die Google-Suche und die eigenständige Gemini-App. Kunden könnten so spezialisierte Heimwerker-Beratung erhalten, ohne die App des Baumarktes öffnen zu müssen.
Zwei Kundengruppen, zwei KI-Strategien
Home Depot adressiert mit dem System gezielt seine beiden wichtigsten Kundensegmente:
Für Profis („Pros“), die einen jährlichen Markt von über einer Billion Euro repräsentieren, steht Effizienz im Vordergrund. Die KI kann technische Baupläne analysieren und automatisch Einkaufslisten generieren. Das reduziert den administrativen Aufwand für Betriebe und soll ihnen mehr Zeit für die eigentliche Arbeit auf der Baustelle geben.
Für Heimwerker fungiert „Magic Apron“ als persönlicher Projekt-Guide. Das System gibt maßgeschneiderte Empfehlungen basierend auf dem individuellen Haus und dem Skill-Level des Nutzers. Plant jemand eine Renovierung, warnt die KI vor vergessenen Werkzeugen und schlägt passende Tutorials für die gekauften Materialien vor.
Ein neues Kapitel für den Einzelhandel
Die Ankündigung spiegelt einen breiteren Trend wider: den Übergang von generativer zu agentischer KI. Diese Systeme handeln aktiv, anstatt nur Informationen auszugeben. Für Händler wird der Druck größer, mit KI-Technologie konkrete Transaktionen und operative Effizienz zu steigern – also eine messbare Rendite zu erzielen.
„Unsere Strategie ist es, die Expertise unserer Mitarbeiter überall verfügbar zu machen“, sagt Jordan Broggi, EVP bei Home Depot. Die Technologie solle exzellenten Service unabhängig vom Vertriebskanal gewährleisten. Auch Google Cloud sieht darin den Beginn eines neuen Einzelhandelskapitels: von der Produktempfehlung zur echten Problemlösung.
Ausblick: KI als Wettbewerbsvorteil in der Hauptsaison
Die neuen Funktionen rollen ab sofort auf den digitalen Kanälen von Home Depot aus. Die baldige Integration in die Google-Ökosysteme könnte den „Magic Apron“ zu einem allgegenwärtigen Werkzeug machen.
Gelingt der Launch, könnte Home Depot einen neuen Standard für anspruchsvolle Einzelhandelsbereiche setzen. Ein KI-Assistent, der Logistik und Projektmanagement übernimmt, wäre ein mächtiges Lockmittel. Gerade rechtzeitig vor der wichtigen Frühlingssaison setzt der Konzern alles auf eine Karte: Die Kunden sollen die Bequemlichkeit einer KI, die „handelt“ statt nur „weiß“, zu schätzen wissen – und mit größeren Einkaufswagen und mehr Loyalität belohnen.
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