Holzbau-Branche setzt auf Digitalisierung und Vorfertigung
05.02.2026 - 03:23:11Beim Branchentag des Zentrums HOLZ diskutierten Experten die Zukunft des Bauens. Im Fokus standen Digitalisierung, serielles Bauen und Holz-Hybrid-Systeme als Antwort auf Klimaziele und Wohnraummangel. Der Sektor sieht sich durch die EU Green Deal und die EU-Taxonomie zu einem tiefgreifenden Wandel gezwungen.
Digitaler Plan und Werkstatt-Fertigung beschleunigen Projekte
Die digitale Transformation treibt den Holzbau voran. Building Information Modeling (BIM) ermöglicht eine präzise Planung und Simulation, noch bevor gebaut wird. Das minimiert Fehler und spart Material.
In Kombination mit serieller Vorfertigung entstehen ganze Wandmodule witterungsunabhängig in der Halle. Das Ergebnis: kürzere Bauzeiten vor Ort, weniger Lärm und Staub. Automatisierung steigert zudem die Präzision. Dieser industrielle Ansatz gilt als Schlüssel für schnellen und kosteneffizienten Wohnraum.
Unternehmen riskieren empfindliche Sanktionen, wenn sie ihre Lieferketten nicht auf entwaldete Rohstoffe prüfen. Die EU-Entwaldungsverordnung verlangt seit Juni 2023 neue Sorgfaltspflichten — und betrifft damit auch Holz und Holzprodukte, die im Artikel thematisiert werden. Der kostenlose Leitfaden erklärt Schritt für Schritt, ob Ihr Projekt betroffen ist, welche Prüfungen notwendig sind und liefert eine praktische Checkliste zur Umsetzung. So vermeiden Sie Bußgelder und Reputationsrisiken bei Vergaben und Beschaffungen. Jetzt kostenlosen Entwaldungs-Check herunterladen
Holz-Hybrid-Bauweise erobert die Höhe
In Städten gewinnt die Holz-Hybrid-Bauweise an Bedeutung. Hier kombinieren Planer die Stärken verschiedener Materialien strategisch. Treppenhäuser aus Stahlbeton tragen, während Wände und Decken aus Holzwerkstoffen wie Brettsperrholz (CLT) bestehen.
So entstehen mehrgeschossige Gebäude, die früher reine Beton-Domänen waren. Die Vorteile sind klar: Holz ist leichter, entlastet das Fundament und verkürzt die Bauzeit. Gleichzeitig speichert es als verbautes Material langfristig CO₂. Leuchtturmprojekte in Hamburg und Berlin zeigen das Potenzial.
Politik gibt mit GEG und Taxonomie Rückenwind
Politische Rahmenbedingungen fördern den Holzbau. Das Gebäudeenergiegesetz (GEG) und vor allem die EU-Taxonomie schaffen klare Kriterien für nachhaltige Investitionen. Die Taxonomie lenkt Kapitalströme gezielt in klimafreundliche Projekte.
Holz punktet hier als nachwachsender Rohstoff mit positiver CO₂-Bilanz. Ein Kubikmeter verbautes Holz bindet etwa eine Tonne CO₂. Diese regulatorische Unterstützung beschleunigt die Etablierung des Holzbaus als Standard.
Holzbau wächst trotz allgemeiner Bauflaute
Während die Bauwirtschaft insgesamt kämpft, zeigt sich der Holzbau robust. Die Holzbauquote bei genehmigten Wohngebäuden erreichte 2024 mit 24,1 Prozent einen neuen Höchststand. Das verändert auch die Branchenstruktur: Der Anteil größerer Zimmereien mit über 20 Mitarbeitern wächst.
Dennoch bleiben Herausforderungen. Die Sicherung von Fachkräften und die nachhaltige Beschaffung von zertifiziertem Holz sind zentrale Aufgaben für das weitere Wachstum.
Zukunft liegt im Sanieren und Kreislauf
Die nächste große Chance sieht die Branche in der Sanierung. Serielles Sanieren mit vorgefertigten Holzfassaden bietet eine schnelle Methode, um Altbauten energetisch zu modernisieren. Kann dieser Ansatz die Klimaziele im Gebäudesektor erreichbarer machen?
Zugleich rückt die Kreislaufwirtschaft in den Fokus. Die Konstruktion von Bauteilen wird so optimiert, dass sie später sortenrein demontiert und wiederverwendet werden können. Die Kombination aus Nachhaltigkeit, Effizienz und politischem Rückenwind dürfte dem Holzbau weitere Marktanteile sichern.
PS: Wenn Sie Holzprodukte, Zulieferer oder Beschaffungswege prüfen müssen, hilft eine konkrete Schritt‑für‑Schritt-Checkliste. Das kostenlose E‑Book zur EU-Entwaldungsverordnung fasst die Prüfpflichten verständlich zusammen, zeigt, welche Rohstoffe konkret kontrolliert werden müssen, und liefert eine sofort einsetzbare Risikobewertungsvorlage. Ideal für Planer, Bauunternehmen und Einkäufer, die Rechts- und Reputationssicherheit wollen. Kostenlosen Leitfaden & Checkliste anfordern


