Hörgeräte, Demenzrisiko

Hörgeräte senken Demenzrisiko deutlich

02.02.2026 - 05:25:12

Eine umfangreiche dänische Studie zeigt, dass Hörgeräte das erhöhte Demenzrisiko bei Hörverlust von 20 auf 6 Prozent reduzieren können. Frühe Versorgung wird als Schlüssel zur Prävention gesehen.

Hörgeräte können das Demenzrisiko um bis zu 20 Prozent reduzieren. Das zeigt eine aktuelle Großstudie aus Dänemark. Die Ergebnisse untermauern, dass Hörverlust einer der größten beeinflussbaren Risikofaktoren für den kognitiven Abbau ist.

Forscher der Universität Süddänemark analysierten Daten von über 573.000 Personen ab 50 Jahren. Ihr Ergebnis: Menschen mit unbehandeltem Hörverlust hatten ein um bis zu 20 Prozent höheres Demenzrisiko als Normalhörende. Bei Probanden, die Hörgeräte nutzten, lag das erhöhte Risiko nur noch bei 6 Prozent.

Warum schadet schlechtes Hören dem Gehirn?

Experten erklären den Zusammenhang mit mehreren Faktoren. Ein Hauptgrund ist die kognitive Belastung: Das Gehirn muss ständig Energie aufwenden, um undeutliche Laute zu entschlüsseln. Diese Ressourcen fehlen dann für Gedächtnis und Denken.

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Ein weiterer kritischer Punkt ist die soziale Isolation. Wer Gesprächen schlecht folgen kann, zieht sich oft zurück. Das kann zu Einsamkeit und Depression führen – beides bekannte Demenz-Risikofaktoren. Zudem werden die Hörzentren im Gehirn bei mangelnder akustischer Stimulation weniger trainiert, was die kognitive Reserve verringert.

Was die neuesten Studien belegen

Die dänische Untersuchung ist eine der größten ihrer Art. Sie bestätigt frühere, einflussreiche Arbeiten wie die der Johns Hopkins University. Deren Forschung hatte bereits ergeben:
* Ein leichter Hörverlust kann das Demenzrisiko verdoppeln.
* Ein schwerer Hörverlust kann es sogar verfünffachen.

Einen Meilenstein setzte auch die ACHIEVE-Studie im Fachjournal The Lancet. Diese randomisierte Kontrollstudie zeigte: Eine Hörintervention konnte den Verlust von Denk- und Gedächtnisfähigkeiten bei Risikopatienten über drei Jahre um 48 Prozent verlangsamen.

Frühe Versorgung ist der Schlüssel

Fachleute drängen darauf, Hörverlust nicht als Bagatelle abzutun. Regelmäßige Hörtests ab 50 sind entscheidend für die Früherkennung. Die Versorgung mit modernen Hörgeräten verbessert nicht nur die Lebensqualität, sondern schützt aktiv das Gehirn.

Der wissenschaftliche Konsens ist klar, auch wenn sich die Forschung stetig weiterentwickelt. Eine vielzitierte Studie, die ein 42 Prozent höheres Risiko angab, wurde 2023 wegen methodischer Fehler zurückgezogen. Die grundlegende Erkenntnis bleibt jedoch durch zahlreiche andere robuste Studien gestützt.

Folgen für die Gesundheitsvorsorge

Die Beweislage hat konkrete Konsequenzen. Experten fordern, die Hörversorgung fest in Demenz-Präventionsstrategien zu verankern. Hausärzte sollen stärker für das Thema sensibilisieren und zu regelmäßigen Hörtests ermutigen.

Zukünftige Forschung will die biologischen Mechanismen noch genauer entschlüsseln. Doch schon heute steht fest: In die eigene Hörgesundheit zu investieren, könnte eine der wirksamsten Maßnahmen sein, um den Geist im Alter fit zu halten.

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