Hörgeräte bremsen kognitiven Verfall um fast 50 Prozent
31.01.2026 - 04:16:12Eine bahnbrechende Studie liefert den bisher stärksten Beweis: Hörgeräte können den Abbau geistiger Fähigkeiten bei Risikopersonen fast halbieren. Damit rückt die Behandlung von Schwerhörigkeit als wirksame Demenzprävention in den Fokus.
Die ACHIEVE-Studie unter Leitung der Johns Hopkins University untersuchte drei Jahre lang knapp 1.000 ältere Erwachsene mit unbehandeltem Hörverlust. Das Ergebnis ist eindeutig. In einer Hochrisikogruppe verlangsamten Hörhilfen den Verlust von Denk- und Gedächtnisfähigkeiten um 48 Prozent.
Warum schadet Schwerhörigkeit dem Gehirn?
Der Zusammenhang ist mehrschichtig. Ein schlechtes Gehör zwingt das Gehirn zu permanenter Höchstleistung. Es muss Gespräche mühsam enträtseln und bindet dabei Kapazitäten, die für Gedächtnis und Konzentration fehlen.
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Zusätzlich drohen strukturelle Schäden: Weniger genutzte Hörzentren im Gehirn können schrumpfen. Der vielleicht größte Risikofaktor ist aber die soziale Isolation. Wer nicht mehr folgen kann, zieht sich zurück – Einsamkeit und Depression sind bekannte Treiber für Demenz.
Ein Schutzschild für gefährdete Personen
Die Studienergebnisse, veröffentlicht im Fachjournal The Lancet, gelten als Meilenstein. Besonders wirksam waren Hörgeräte bei jenen Teilnehmern, die aufgrund von Vorerkrankungen ein erhöhtes Risiko für kognitiven Abbau hatten. Bei ihnen bremste die Intervention den Verfall fast um die Hälfte.
Bei den insgesamt gesünderen Probanden war der Effekt weniger ausgeprägt. Die Forschenden führen das darauf zurück, dass deren kognitive Abnahme von vornherein sehr langsam verlief. Die klare Botschaft: Für Risikopersonen sind Hörhilfen ein potentes Werkzeug zum Gehirnschutz.
Lebensqualität steigt dramatisch
Die Vorteile gehen weit über die Demenzprävention hinaus. Wer wieder besser hört, gewinnt Lebensqualität zurück. Eine große europäische Studie (EuroTrak) zeigt:
- 97 Prozent der Nutzer berichten von einer verbesserten Lebensqualität.
- Viele fühlen sich sicherer, schlafen besser und sind sozial aktiver.
- Rund zwei Drittel der Träger bereuen, die Versorgung nicht früher angegangen zu haben.
Die Behandlung beugt auch den häufigen Begleiterscheinungen von Schwerhörigkeit wie Depressionen vor.
Hörtests werden zur Gesundheitsvorsorge
Die neuen Daten untermauern, was Expertengremien wie die Lancet Commission schon länger fordern: Unbehandelter Hörverlust ist einer der größten beeinflussbaren Risikofaktoren für Demenz. Schätzungen gehen davon aus, dass bis zu sieben Prozent aller Demenzfälle durch rechtzeitige Hörversorgung vermeidbar wären.
In Deutschland leben über zehn Millionen Menschen mit einer Hörminderung – viele davon unversorgt. Fachleute drängen daher auf einen Paradigmenwechsel: Regelmäßige Hörtests ab 50 sollten fester Bestandteil der Gesundheitsvorsorge werden. Ein gut funktionierendes Gehör ist keine Frage des Komforts mehr, sondern ein Schutz für das Gehirn.
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