Hitzestress, Büro

Hitzestress im Büro: So schützen Unternehmen ihre Teams

05.02.2026 - 16:43:12

Studien belegen erhebliche Leistungseinbußen bei hohen Temperaturen. Arbeitgeber müssen ab 26 Grad Maßnahmen ergreifen, um rechtliche Vorgaben zu erfüllen und die Produktivität zu sichern.

Steigende Temperaturen bremsen die Leistungsfähigkeit von Büroangestellten aus. Unternehmen müssen jetzt handeln, um die Produktivität zu sichern und ihre Fürsorgepflicht zu erfüllen. Aktuelle Studien zeigen: Schon ab 24 Grad Celsius leidet die Konzentration.

Die unsichtbare Leistungsbremse im Kopf

Hitze ist mehr als ein Komfortproblem – sie drosselt direkt die Denkleistung. Eine Studie der Harvard Universität belegt: Bei über 30 Grad Raumtemperatur kann die kognitive Leistungsfähigkeit um bis zu 13 Prozent einbrechen. Der Grund: Der Körper kämpft darum, seine Kerntemperatur zu halten. Diese Anstrengung belastet den Kreislauf und zieht Energie von geistigen Aufgaben ab. Die Folgen sind eine höhere Fehlerquote, langsamere Reaktionen und ein spürbarer Produktivitätsverlust.

Ab 26 Grad wird es ernst: Der rechtliche Rahmen

Deutschland kennt kein „hitzefrei“ für Büros, sehr wohl aber klare Regeln. Die Technischen Regeln für Arbeitsstätten (ASR A3.5) geben verbindliche Schwellen vor:
* Ab 26 Grad sollten Arbeitgeber Maßnahmen ergreifen.
* Über 30 Grad müssen sie aktiv werden.
* Bei über 35 Grad ist ein Raum ohne spezielle Schutzmaßnahmen kein geeigneter Arbeitsplatz mehr.

Gefordert sind dann praktische Schritte: von der Lockerung der Kleiderordnung über flexible Arbeitszeiten bis zur Bereitstellung von Getränken.

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Kühle Köpfe bewahren: Praktische Tipps für den Alltag

Effektive Kühlung beginnt oft mit einfachen Mitteln. Schlauer ist, wer die kühlen Nacht- und Morgenstunden zum Stoßlüften nutzt. Tagsüber helfen geschlossene Fenster mit heruntergelassenen Jalousien oder Rollläden. Auch interne Wärmequellen sollte man reduzieren – nicht benötigte Monitore und Geräte einfach abschalten. Ventilatoren sorgen für Luftbewegung und senken die gefühlte Temperatur. Für die Mitarbeiter gilt: leichte Kleidung tragen und regelmäßig Wasser trinken.

Die Zukunft ist klimatisiert: Technologie und Baukonzepte

Langfristig setzen moderne Bürogebäude auf intelligente Systeme. Diese verknüpfen Heizen, Kühlen und Lüften energieeffizient. Im Kommen sind auch passive Methoden wie die Betonkernaktivierung, die die Gebäudemasse zur Temperaturregulierung nutzt. Für ältere Bestandsbauten gibt es Nachrüstlösungen, von effizienten Klimageräten bis zu speziellen Kühlsegeln. Diese Investitionen zahlen sich doppelt aus: in gesteigerte Produktivität und eine bessere Klimabilanz.

Anpassung an den Klimawandel wird zum Standard

Häufigere Hitzewellen machen das Thema dauerhaft relevant. Experten erwarten, dass Kühlkonzepte künftig schon in der Gebäudeplanung Standard werden. Die Anpassung von Arbeitsorganisation und -zeiten gewinnt an Bedeutung. Unternehmen, die hier proaktiv investieren, punkten doppelt: Sie sichern ihre Produktivität und positionieren sich als verantwortungsvolle, attraktive Arbeitgeber. Die Erwartung der Beschäftigten an ein gesundes Arbeitsklima – auch bei Hitze – wächst stetig.

@ boerse-global.de