HeyCuramenta: Neue Plattform für psychische Jugendgesundheit startet
21.01.2026 - 04:58:12Eine neue Online-Plattform will Kindern und Jugendlichen bei psychischen Problemen helfen. HeyCuramenta ging diese Woche als zentrale, vertrauenswürdige Anlaufstelle an den Start. Das Angebot soll eine Lücke im Versorgungssystem schließen.
Hinter der Plattform steht ein starkes Netzwerk: Renommierte öffentliche Versorgungseinrichtungen wie Vitos, die Landschaftsverbände LVR und LWL sowie Kliniken aus Bayern und Baden-Württemberg tragen das Projekt. Alle Inhalte sind daher medizinisch geprüft und wissenschaftlich fundiert.
Warum jetzt? Antwort auf eine besorgniserregende Lage
Aktuelle Studien zeichnen ein alarmierendes Bild:
* Jeder fünfte junge Mensch zwischen 8 und 17 Jahren gibt psychische Auffälligkeiten an.
* 51 Prozent der unter 30-Jährigen leiden unter Stress.
* Depressionen waren 2022 die häufigste Einzeldiagnose bei Krankenhausbehandlungen von 10- bis 17-Jährigen.
Die Plattform reagiert auf diesen dringenden Bedarf. Sie will niedrigschwellig und altersgerecht über Krankheitsbilder, Diagnosen und Behandlungen aufklären.
Aufklärung statt Therapie: Was die Plattform leistet
HeyCuramenta ist keine Therapie-App, sondern eine reine Informations- und Aufklärungsplattform. Sie fungiert als Pendant zur bereits etablierten Erwachsenen-Plattform Curamenta. Das Ziel: verständliches Wissen bereitstellen und Hemmschwellen abbauen.
Passend zum Thema psychische Belastung – 51 Prozent der unter 30‑Jährigen berichten von Stress. Das kostenlose E‑Book “Work‑Life‑Balance” liefert konkrete Sofortmaßnahmen, zwei Achtsamkeitsübungen und sieben praxiserprobte Tipps, mit denen Betroffene ihren Alltag strukturieren und Druck reduzieren können. Ideal für junge Menschen, Studierende oder Eltern, die dringend praktische Unterstützung suchen. Gratis E‑Book “Work‑Life‑Balance” jetzt sichern
Das Portal bündelt Fachinformationen und ergänzt sie mit jugendgerechten Formaten wie Interviews und Erfahrungsberichten. So sollen junge Menschen eine erste Orientierung erhalten – und befähigt werden, aktiv nach Hilfe zu suchen.
Eine Brücke im digitalen Gesundheitswesen
Im deutschen System fehlen bislang offiziell zugelassene digitale Therapie-Apps für psychische Störungen bei Minderjährigen. Die Hürden sind hier besonders hoch. HeyCuramenta springt in diese Lücke.
Die Plattform kann die oft monatelangen Wartezeiten auf einen Therapieplatz überbrücken. Fachexperten sehen darin einen wichtigen ersten Schritt. Sie soll jungen Menschen einen verständlichen Zugang zu Orientierung bieten und zur Entstigmatisierung psychischer Erkrankungen beitragen.
Die größte Herausforderung wird nun sein, die Bekanntheit in der Zielgruppe zu steigern – direkt in Schulen, Jugendzentren und über soziale Medien. Langfristig hat HeyCuramenta das Potenzial, die zentrale Anlaufstelle für psychische Jugendgesundheit zu werden.


