Heilpraktiker, Organverständnis

Heilpraktiker setzen 2026 auf ganzheitliches Organverständnis

04.01.2026 - 17:03:12

Die großen Heilpraktiker-Verbände führen ein neues Curriculum mit Fokus auf evidenzbasierte Ganzheitsmedizin ein. Die Professionalisierung ist eine Reaktion auf politischen Druck für mehr Qualitätssicherung.

Die Fortbildungssaison für Heilpraktiker startet mit einem klaren Schwerpunkt auf evidenzbasierte Ganzheitsmedizin. Berufsverbände reagieren damit auf wachsenden politischen Druck für bessere Qualitätsstandards.

Neuer Bildungsschwerpunkt: Organe als Abwehrzentren

Ab dieser Woche setzen die großen Berufsverbände Bund Deutscher Heilpraktiker (BDH) und Fachverband Deutscher Heilpraktiker (FDH) auf ein neues Curriculum. Kern ist das „Ganzheitliche Organverständnis“ – eine Synthese aus traditioneller Organpathologie und modernen Abwehrsystemen des Körpers. Die Akademien haben ihre Seminarpläne entsprechend angepasst.

Ein Beispiel ist das FDH-Seminar in Hamburg am 7. Januar mit dem Titel „Infektionsbehandlung ohne Antibiotika“. Es vermittelt, wie Darm und Lymphsystem als immunologische Organe wirken. Der BDH hat „Organverständnis“ ebenfalls zum Pflichtmodul in seinen 2026er TCM-Zyklen gemacht. Die Organe werden dabei nicht nur anatomisch, sondern als funktionelle Energiezentren betrachtet.

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Professionalisierung als Antwort auf politischen Druck

Die Verschärfung der Ausbildungsinhalte ist keine Laune. Sie folgt auf deutliche politische Forderungen nach mehr Qualitätssicherung im Heilpraktikerberuf. Ende 2025 legte die Initiative für Qualitätssicherung im Heilpraktikerberuf (IQHP) einen entsprechenden Plan vor.

Branchenbeobachter sehen darin eine vorausschauende Reaktion der Verbände. Durch die Verankerung in biologischen Systemen – wie der Neurobiologie der Abwehr oder der Darm-Immun-Barriere – demonstriert der Beruf sein Engagement für Patientensicherheit. Die neuen Module sollen garantieren, dass Therapeuten ein „umfassendes und sicherheitsorientiertes Verständnis“ besitzen, bevor sie invasive Therapien anwenden.

Praxisgründung und Abrechnung im Fokus

Neben der medizinischen Expertise legen die neuen Heilpraktiker offenbar großen Wert auf wirtschaftliche Stabilität. Der BDH verzeichnet volle Buchungen für seinen Online-Workshop „Praxisgründung“ am 14. Januar. Ein Intensivseminar zur Gebührenordnung (GebüH) in Herne folgt am 31. Januar.

Die hohe Nachfrage zeigt: Neueingestiegene wollen von Beginn an rechtssichere und ökonomisch tragfähige Praxen führen. Der Beruf wird damit auch unternehmerischer.

Der „Hybrid-Praktiker“ als neues Ideal

Marktbeobachter erkennen ein neues Berufsbild: den „Hybrid-Praktiker“. Dieser vereint das ganzheitliche Denken der Naturheilkunde mit der Sprache und dem Systemverständnis der Schulmedizin.

„Die Seminare markieren einen klaren Abschied von reiner Methodenschulung“, sagt ein Branchenanalyst. „Statt nur Akupunktur zu lernen, steht 2026 das Organverständnis als Fundament. Die Leber wird gleichzeitig als biochemischer Entgifter und energetischer Regulator begriffen. Diese Tiefe verlangt der moderne Patient – und der Gesetzgeber.“

Ausblick: Weitere Vertiefung geplant

Das erste Quartal 2026 wird voraussichtlich weitere Fortschritte bringen. Auf den Januar-Start folgen im März vertiefende Seminare zu Neuro-Immunologie und funktioneller Organ-Therapie. Der Erfolg der Frühjahrsprogramme gilt als Gradmesser für die Selbstregulierungkraft des Berufsstands. Die hohen Anmeldezahlen für die Januar-Termine deuten auf große Bereitschaft zu diesem wissenschaftlich fundierten Weg hin.

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Wichtige Termine im Januar 2026

  • 7. Januar: FDH Hamburg – Infektionsbehandlung ohne Antibiotika
  • 14. Januar: BDH – Praxisgründung (Online)
  • 31. Januar: BDH – Intensiv-GebüH-Abrechnung (Herne)
@ boerse-global.de