Hauptzollamt, Frankfurt

Hauptzollamt Frankfurt wird bundesweiter Ansprechpartner für Luftverkehrsteuer

16.01.2026 - 16:05:12

Ab März 2026 ist das Hauptzollamt Frankfurt allein für die deutsche Luftverkehrsteuer zuständig. Diese Zentralisierung vereinfacht die Verwaltung, erfordert von Airlines aber neue SEPA-Mandate.

Ab 1. März 2026 ist das Hauptzollamt Frankfurt am Main allein für die Verwaltung der deutschen Luftverkehrsteuer zuständig. Diese Zentralisierung soll Bürokratie abbauen, birgt für Airlines aber eine wichtige Frist.

Die Generalzolldirektion hat heute eine weitreichende Verwaltungsreform bekannt gegeben. Künftig müssen sich alle Luftverkehrsunternehmen in Deutschland nur noch an eine Behörde wenden: das Hauptzollamt (HZA) Frankfurt am Main. Die Umstellung gilt ab dem 1. März 2026 und beendet die bisherige dezentrale Zuständigkeit verschiedener regionaler Ämter.

Frankfurt wird zum „Single Point of Contact“

Die neue Regelung macht Frankfurt zum zentralen Anlaufpunkt für alle steuerlichen Belange der Airlines. Das betrifft Steueranmeldungen, Registrierungsanträge und Prüfungen. Ziel ist eine effizientere, einheitlichere Bearbeitung.

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„Durch die Bündelung der Expertise an einem Standort schaffen wir mehr Planungssicherheit für die Unternehmen“, so die Begründung der Behörde. Bisher konnten unterschiedliche Auslegungen in verschiedenen Ämtern zu Unsicherheiten führen.

Was ändert sich für die Airlines?

Für die Luftverkehrswirtschaft bringt die Reform Vereinfachung und eine zentrale Herausforderung zugleich. Bestehende Steuernummern und Erlaubnisse behalten ihre Gültigkeit; hier ist kein Handeln nötig.

Die größte Hürde betrifft das Zahlungsverfahren. Da die Zuständigkeit wechselt, verlieren alle bestehenden SEPA-Firmenlastschriftmandate ihre Gültigkeit. Die Unternehmen müssen daher bis zum Stichtag neue Mandate direkt beim HZA Frankfurt einrichten. Die Behörde kündigte an, die Betroffenen noch gesondert zu informieren, um Zahlungsunterbrechungen zu vermeiden.

Logischer Schritt für eine milliardenschwere Steuer

Die Wahl Frankfurts ist naheliegend. Das Amt ist bereits heute eine der finanzstärksten Zollstellen Deutschlands. Im Jahr 2024 nahm es rund 7,4 Milliarden Euro an Steuern ein – fast eine Milliarde Euro davon stammten aus der Luftverkehrsteuer.

Die Zentralisierung wird als Pilotprojekt für moderne Verwaltung gesehen. Bei Erfolg könnten ähnliche Bündelungen in anderen komplexen Steuerbereichen folgen. Für die Airlines beginnt nun eine sechswöchige Übergangsfrist, um ihre Prozesse anzupassen.

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