Hark, Apples

Hark holt Apples iPhone-Designer für KI-Offensive

10.01.2026 - 09:41:12

Das KI-Startup Hark verpflichtet den ehemaligen iPhone-Air-Designer Abidur Chowdhury. Dies signalisiert eine Strategie für intuitive KI-Erlebnisse und wird durch ein 100-Millionen-Euro-Startkapital des Gründers Brett Adcock unterstützt.

Die KI-Startupschlacht um die besten Köpfe spitzt sich zu: Hark, das junge KI-Unternehmen von Seriengründer Brett Adcock, hat sich einen Top-Designer von Apple gesichert. Abidur Chowdhury, der maßgeblich das iPhone Air mitentwickelte, wechselt als Head of Design zum KI-Startup. Die Personalie signalisiert eine klare Strategie: Hark will nicht nur reine Software bauen, sondern menschenzentrierte KI-Erlebnisse schaffen.

Vom iPhone zur künstlichen Intelligenz

Der Wechsel des prominenten Industriedesigners ist ein Coup für Hark. Chowdhury wurde im September 2025 einem breiten Publikum bekannt, als er den Launch des ultraflachen iPhone Air präsentierte. Sein überraschender Abschied von Apple im November sorgte für Spekulationen – die nun mit der offiziellen Bestätigung seines neuen Postens enden.

Die Berufung eines hardware-zentrierten Designers zu einem KI-Modellunternehmen ist ungewöhnlich. Sie zeigt, dass Harks Ambitionen über reine Software hinausgehen. Chowdhury soll die Interaktionsschicht und mögliche physische Manifestationen der „menschenzentrierten“ KI-Modelle gestalten. „Die innovativsten Designer sehen heute in der KI – nicht nur in der Hardware – die nächste große Gestaltungsaufgabe“, kommentieren Branchenbeobachter den Trend.

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Adcocks 100-Millionen-Euro-Wette auf die Zukunft

Hinter Hark steht Brett Adcock, der auch Gründer und CEO des Robotik-Riesen Figure AI ist. Medienberichten zufolge hat Adcock das neue Startup mit einem Startkapital von rund 100 Millionen Euro ausgestattet. Hark agiert als eigenständige „Schwesterfirma“ zu Figure AI.

Während sich Figure AI auf die physische Verkörperung von KI durch humanoide Roboter konzentriert, baut Hark die kognitive Architektur – den „Verstand“, der solche Maschinen antreiben oder als eigenständige digitale Intelligenz existieren könnte. Adcocks Vision sind KI-Systeme, die „proaktiv, rekursiv denken, sich verbessern und sich tief um Menschen sorgen“. Genau hier soll Chowdhurys Expertise für intuitive Produkte den Unterschied machen.

Der Kampf um die klügsten Köpfe eskaliert

Die Verpflichtung Chowdhurys ist Teil einer aggressiven Expansionsstrategie. Seit der Gründung hat Hark bereits etwa 30 Ingenieure von Tech-Giganten wie Google, Meta und Amazon abgeworben. Adcock plant, das Team bis zur ersten Hälfte 2026 auf 100 hochkarätige Ingenieure und Designer auszubauen.

Der Wechsel reflektiert einen anhaltenden „Brain Drain“ bei Apple, das in den letzten Monaten mehrere hochrangige Abgänge verzeichnete. Agile, kapitalstarke Startups mit der Chance, die Grundära der KI mitzuprägen, üben eine enorme Anziehungskraft aus. Für kreative Köpfe wie Chowdhury bietet die Gestaltung der „Formfaktoren“ der KI – ob digital oder physisch – eine kreative Leinwand, die ausgereifte Hardware-Kategorien nicht mehr bieten können.

Analyse: Die Verschmelzung von KI und Robotik

Die Abstimmung zwischen Hark und Figure AI deutet auf eine vertikal integrierte Zukunft von Adcocks Unternehmensgruppe hin. Die Zusammenarbeit zwischen einem KI-Forschungs-Lab und einer Roboter-Hardware-Firma spiegelt die Strategien anderer großer Player wie Tesla und OpenAI. Sie behandeln „Gehirn“ und „Körper“ zunehmend als zusammenhängende Herausforderungen.

Experten betonen: Wenn KI-Modelle eigenständiger handeln können, wird das Design ihrer Schnittstelle zu einer Frage von Sicherheit und Vertrauen. Eine menschenzentrierte KI braucht nicht nur funktionierenden Code, sondern ein Interaktionsmodell, das sich für Menschen natürlich und sicher anfühlt. Hier soll Chowdhurys Hintergrund entscheidend sein – ob für dedizierte KI-Hardware oder intuitive Interfaces, die Hark einen Wettbewerbsvorteil verschaffen.

Ambitionierte Ziele für 2026

Hark verfolgt einen ambitionierten Zeitplan. Das Unternehmen plant, seine ersten proprietären KI-Modelle bereits im Sommer 2026 zu veröffentlichen. Diese sollen mit Angeboten von OpenAI und Anthropic konkurrieren, jedoch mit Fokus auf rekursives Denken und proaktive Assistenz – Eigenschaften, die für Robotersteuerung und digitale Assistenten essenziell sind.

Die Branche wird genau beobachten, wie Chowdhury seine Philosophie des „Greifbar-Machens der Zukunft“ in die intangible Welt der neuronalen Netze überträgt. Mit 100 Millionen Euro im Rücken und einem wachsenden Team aus Top-Talenten hat Hark sich als ernstzunehmender Player im KI-Landschaftsjahr 2026 positioniert.

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