Handgelenk-Wippen, Einfache

Handgelenk-Wippen: Einfache Übung gegen Büro-Schmerzen

16.01.2026 - 08:58:12

Ergonomie-Experten empfehlen regelmäßiges Handgelenk-Wippen als wirksame Prävention gegen chronische Schmerzen durch monotone Büroarbeit. Die Übung fördert Durchblutung und Beweglichkeit.

Millionen Büroarbeiter leiden still vor sich hin – an schmerzenden Handgelenken. Eine simple Gegenmaßnahme gewinnt an Bedeutung: das regelmäßige Handgelenk-Wippen. Ergonomie-Experten sehen in der kleinen Übung einen großen Hebel, um chronischen Beschwerden vorzubeugen.

Die stille Epidemie am Schreibtisch

Stundenlanges Tippen und Klicken ist Gift für unsere Hände. Die monotone Belastung überfordert Sehnen, Nerven und Muskeln. Mediziner sprechen vom RSI-Syndrom (Repetitive Strain Injury). Die Symptome beginnen oft harmlos mit Kribbeln oder einem leichten Ziehen. Unbehandelt können sie sich zu chronischen Schmerzen entwickeln, die bis zur Arbeitsunfähigkeit führen.

Die Hauptursache ist meist eine falsche Haltung: Abgeknickte Handgelenke erhöhen den Druck auf den Karpaltunnel und die darin verlaufenden Nerven. Die Folge sind Schmerzen und Steifigkeit.

So funktioniert das Handgelenk-Wippen

Die Mobilisationsübung ist in einer Minute am Schreibtisch erledigt. Physiotherapeuten empfehlen eine sanfte, kontrollierte Ausführung.

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So geht’s:
* Strecken Sie einen Arm gerade nach vorne aus, die Handfläche zeigt nach unten.
* Beugen Sie das Handgelenk langsam nach unten, bis die Finger zum Boden zeigen.
* Halten Sie die Dehnung für 15-20 Sekunden, ohne Schmerzen zu provozieren.
* Führen Sie die Hand zurück und beugen Sie sie dann nach oben (Finger zur Decke). Kurz halten.
* Wiederholen Sie die Wipp-Bewegung mehrmals pro Hand.

Diese einfache Bewegung – Fachleute nennen sie Flexion und Extension – fördert die Durchblutung und die Produktion von Gelenkflüssigkeit. Das hält das Gewebe geschmeidig.

Der ganzheitliche Ansatz: Mehr als nur eine Übung

Das Wippen allein reicht nicht aus. Entscheidend ist eine ergonomische Gesamtstrategie. Dazu gehören:

  • Ein richtig eingestellter Arbeitsplatz, bei dem die Unterarme waagerecht aufliegen.
  • Hilfsmittel wie vertikale Mäuse oder Handgelenkauflagen.
  • Regelmäßige Mikropausen. Kurze, häufige Unterbrechungen sind effektiver als eine lange Pause.

In diesen Pausen sollte man aufstehen, sich strecken und gezielte Übungen einbauen. Studien deuten darauf hin, dass solche Bewegungspausen krankheitsbedingte Ausfälle spürbar reduzieren können.

Prävention wird zur Chef-Sache

Die hohen Kosten durch Muskel-Skelett-Erkrankungen zwingen Unternehmen zum Umdenken. Immer mehr Arbeitgeber investieren in betriebliche Gesundheitsförderung. Das geht über ergonomische Stühle hinaus:

  • Schulungen zur richtigen Haltung
  • Aufklärung über die Bedeutung von Bewegung
  • Förderung einfacher Übungen wie dem Handgelenk-Wippen

Was bringt die Zukunft? Intelligente Arbeitsplätze, die uns an Pausen erinnern, und Active-Office-Konzepte werden wahrscheinlicher. In dieser bewegteren Bürowelt bleibt das Handgelenk-Wippen eine fundamentale, einfache Übung für den Alltag.

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