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Halbjahreszahlen der Bauwirtschaft: Tiefbau konstant oder auf gutemWeg, Wohnungsbau bleibt BaustelleBerlin - Die heute vom Statistischen Bundesamt veröffentlichten Zahlen zurKonjunkturentwicklung im Bauhauptgewerbe für die Betriebe mit 20 und mehrBeschäftigten kommentiert Felix Pakleppa, Hauptgeschäftsführer ZentralverbandDeutsches Baugewerbe:"Wir beobachten weiter eine zweigeteilte Konjunkturentwicklung imBauhauptgewerbe.

25.08.2025 - 09:03:10

ZDB Zentralverband Dt. Baugewerbe / Halbjahreszahlen der Bauwirtschaft: ...

Halbjahreszahlen der Bauwirtschaft: Tiefbau konstant oder auf gutemWeg, Wohnungsbau bleibt BaustelleBerlin (ots) - Die heute vom Statistischen Bundesamt veröffentlichten Zahlen zurKonjunkturentwicklung im Bauhauptgewerbe für die Betriebe mit 20 und mehrBeschäftigten kommentiert Felix Pakleppa, Hauptgeschäftsführer ZentralverbandDeutsches Baugewerbe:

"Wir beobachten weiter eine zweigeteilte Konjunkturentwicklung imBauhauptgewerbe. Während der Tiefbau von nachhaltigen Investitionen in dieEnergie- und Verkehrsinfrastruktur profitiert, belastet die schwachegesamtwirtschaftliche Lage in Deutschland besonders den Hochbau.

Im Hochbau zeigt sich zwar eine Stabilisierung der Wohnungsbaunachfrage, einnominaler Zuwachs der Order um ca. 12 Prozent - ist ein positives Signal, dasaber leider noch kein Wendepunkt. Denn das Auftragsvolumen liegt real, d.h.unter Herausrechnung der Preisentwicklung, weiterhin mehr als 25 Prozent unterdem Stand von 2022. Zudem geben die aktuellen Genehmigungszahlen keinen Anlasszur Hoffnung auf eine nachhaltige Belebung. Besonders im so wichtigen Segmentdes Mietwohnungsbaus, bei den Mehrfamilienhäusern, kommen wir aus dem Tal nichtheraus.

Die Bundesregierung steht weiter in der Verantwortung, ihre richtigen undwichtigen Vorhaben aus dem Koalitionsvertrag entschlossen umzusetzen. UnserAppell bleibt: Damit wieder mehr Menschen bauen können, braucht es jetzt einneues EH 55-Plus-Programm - eine Förderung, die den Effizienzhausstandard 55 miteiner 100 Prozent regenerativen Heizlösung kombiniert, etwa Wärmepumpe,Pelletheizung oder Fernwärme.

Die schwache Konjunkturentwicklung in Deutschland wirkt sich spürbar auch aufdie Nachfrage nach Wirtschaftsbauten aus. Im Wirtschaftsbau lagen dieAuftragseingänge bis Juni 2025 nominal mit ca. + 2,5 Prozent nur etwas über dembereits schwachen Vorjahresniveau - ein Zeichen der anhaltenden Schwäche imWirtschaftshochbau. Zwar hat die Bundesregierung den Investitionsboosterinzwischen beschlossen, er ist jedoch erst im Juli in Kraft getreten. Zudembremsen strukturelle Probleme und Wettbewerbsnachteile die deutschen Unternehmenweiter aus.

Im Tiefbau bleibt die Lage ambivalent: Bis Juni 2025 lagen die Auftragseingängenominal um 11 Prozent über dem Vorjahreswert und setzen damit ihrenAufwärtstrend weiter fort. Besonders stark trugen dazu Projekte im Ausbau derEnergieinfrastruktur und im Schienenbau bei. Anders sieht es im Straßenbau aus:Hier gingen die Aufträge sogar um gut 1 Prozent zurück. Auftragsstopps bei derAutobahn GmbH und die angespannte Finanzlage vieler Kommunen haben die Nachfragehier ausgebremst.

Auch beim Umsatz zeigt sich zum Halbjahr 2025 weiter eine differenzierteEntwicklung. Insgesamt wurden im ersten Halbjahr rund 51 Milliarden Euroumgesetzt; nominal entspricht dies einem Plus von knapp 5 Prozent, real - alsounter Herausrechnung der Preisentwicklung - einem Zuwachs um gut 2 Prozent.Während der Hochbau real auf Vorjahresniveau verharrt, konnte der Tiefbau realum fast 5 Prozent zulegen. Im Wohnungsbau wurde ein Umsatz von knapp 11Milliarden Euro erzielt, nominal entspricht das einem Rückgang von etwa 2Prozent, real von gut 4 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Im Wirtschaftsbau wurdengut 23 Milliarden Euro umgesetzt. Der Umsatz im öffentlichen Bau erreichte gut17 Milliarden Euro. Der Straßenbau erzielte dabei einen Umsatz von knapp 7Milliarden Euro; nominal entspricht dies dem Vorjahresniveau, real einemRückgang um ca. 4 Prozent.

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Iris RabeLeiterin Abteilung Kommunikation und PresseZentralverband Deutsches BaugewerbeKronenstr. 55-5810117 BerlinTelefon 030-20314-409, Fax 030-20314-420eMail mailto:rabe@zdb.de

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