HAK Zwettl: Smart Café überbrückt digitale Kluft zwischen Generationen
13.01.2026 - 13:24:12
Schüler werden zu Tech-Tutoren für Senioren und schaffen lebendigen Ort des Lernens. Im niederösterreichischen Zwettl verwandelt sich regelmäßig die Aula der Handelsakademie in einen generationsübergreifenden Technik-Treffpunkt. Beim mittlerweile fünften „Smart Café“ standen jüngst wieder Drittklässler als geduldige Berater für ältere Menschen bereit, die den Umgang mit Smartphone und Tablet erlernen wollten. Die Initiative ist Teil des Landesprojekts „Digital gesund altern“ und verzeichnet wachsenden Zulauf.
Ein Klassenzimmer der besonderen Art
Statt Frontalunterricht herrschte in der Aula eine Atmosphäre des persönlichen Austauschs. Die Schüler agierten als individuelle „Tech-Tutoren“, die den Senioren in Einzelgesprächen zur Seite standen. Unter der Leitung von Projektverantwortlicher und Lehrerin Michaela Rieger organisierten die Jugendlichen einen niederschwelligen Rahmen. Bei Kaffee und Kuchen konnten die älteren Teilnehmer ohne Scheu alle Fragen stellen – von grundlegenden Funktionen wie dem Speichern von Kontakten bis zum Umgang mit WhatsApp-Gruppen oder Fahrplan-Apps.
„Die Hemmschwelle ist hier bewusst sehr niedrig gehalten“, erklärt ein Schulsprecher. Die Senioren bringen ihre eigenen Geräte mit, ob Android-Smartphone oder iPhone, und erhalten maßgeschneiderte Hilfe. Dieser Ansatz fördert nicht nur digitale Kompetenz, sondern auch den sozialen Zusammenhalt. Der lockere Café-Charakter baut Barrieren ab und schafft Raum für echten Dialog zwischen Teenagern und Pensionisten – ein Schlüssel zum anhaltenden Erfolg des Formats.
Das Projekt ist ein Gewinn für beide Seiten. Für die Schüler der HAK ist das Smart Café mehr als nur ein soziales Engagement. Es ist praktische Übung in sozialer und kommunikativer Kompetenz, die im Lehrplan verankert ist. Die Jugendlichen lernen, technische Vorgänge in einfache Worte zu fassen, Geduld zu üben und sich auf die Bedürfnisse ihrer „Kunden“ einzustellen.
Neues Android-Handy, aber unsicher, wo Sie anfangen sollen? Der kostenlose PDF-Ratgeber plus ein fünfteiliger E‑Mail‑Grundkurs erklären in klarem, seniorengerechtem Deutsch das Einrichten, WhatsApp, Fotos, E‑Mail und wichtige Sicherheitseinstellungen – ohne Fachchinesisch. Praxisnahe Schritt‑für‑Schritt‑Anleitungen helfen, typische Fehler zu vermeiden und das Gerät sicher zu nutzen. Gratis-Android-Startpaket für Einsteiger anfordern
„Solche Projekte holen die Schüler aus ihrer Komfortzone“, betont Direktorin Martina Dorfinger. Indem sie in die Rolle der Experten schlüpfen, bauen sie Selbstvertrauen auf und schulen ihre didaktischen Fähigkeiten. Die Vorbereitung auf das Café umfasst auch, typische Probleme älterer Nutzer vorauszudenken – von der Lesbarkeit der Schriftgröße bis zu Sicherheitseinstellungen. Das erworbene Wissen fließt so direkt in die Gemeinschaft zurück.
Blaupause für digitale Inklusion
Das Zwettler Smart Café ist Teil einer landesweiten Bewegung. Bürgermeister Franz Mold unterstützt die Initiative als wichtiges Instrument der Gemeindeintegration. In einer Zeit, in der Bankgeschäfte oder Arzttermine zunehmend online abgewickelt werden, ist digitale Grundbildung zur Voraussetzung für ein selbstbestimmtes Leben geworden.
„Wer Senioren von der digitalen Welt ausschließt, riskiert deren soziale Isolation“, so die einhellige Meinung lokaler Verantwortlicher. Die Kooperation zwischen Schule und Gemeinde zeigt, wie öffentliche Einrichtungen moderne gesellschaftliche Herausforderungen gemeinsam angehen können. Die HAK wird so zum lebendigen Gemeindezentrum, das die digitale Spaltung aktiv überwindet.
Die positiven Rückmeldungen der Teilnehmer bestätigen den Weg. Viele Senioren lobten die „jugendliche Energie“ und die Geduld ihrer jungen Lehrer. Die anfängliche Technik-Angst weicht oft dem Spaß am Lernen.
Ausblick: Nachfrage steigt, Format wächst
Die Nachfrage nach solchen Angeboten nimmt weiter zu. Einmalige Workshops sind hilfreich, doch der regelmäßige Charakter des Smart Cafés – nun schon die fünfte Auflage – ist für den langfristigen Lernerfolg entscheidend. Die Organisatoren planen, die Reihe fortzusetzen.
Diskutiert wird auch eine Ausweitung des Modells auf andere Bezirke, denn die Kosten sind gering, die Wirkung groß. Im Zuge der Expansion von „Digital gesund altern“ könnten künftig auch gesundheitsbezogene Apps oder Workshops zur digitalen Sicherheit in den Fokus rücken. Für die Senioren in Zwettl und darüber hinaus sendet das Projekt ein klares Signal: Die digitale Welt ist mit der Hilfe der jungen Generation sehr wohl zu erobern.
PS: WhatsApp, Fahrplan-Apps oder Foto‑Ordner verwalten – viele Senioren möchten das Smartphone souverän nutzen, ohne sich zu überfordern. Das kostenfreie Android‑Startpaket liefert kompakte Anleitungen und Übungen, perfekt als Begleitung zu lokalen Technik‑Treffs wie dem Smart Café. Anleitung und E‑Mail‑Kurs kommen direkt ins Postfach und sind sofort einsetzbar. Android-Ratgeber und E‑Mail‑Kurs jetzt kostenlos sichern

