Häuslbauermesse Graz setzt 2026 auf Sanierung und KI
10.01.2026 - 12:13:12Die Häuslbauermesse Graz startet in zwei Wochen mit neuem Fokus. Vom 22. bis 25. Januar 2026 rücken intelligente Sanierung und Künstliche Intelligenz in den Mittelpunkt. Über 350 Aussteller reagieren damit auf die veränderten Marktbedingungen.
Angesichts einer sich langsam erholenden Baukonjunktur und hoher Klimaschutzanforderungen löst die Sanierungseuphorie die reine Neubau-Begeisterung ab. Die Messe spiegelt diesen Wandel mit einem Programm wider, das Ökologie und Digitalisierung vereint.
Holz Lounge wird zum Öko-Treffpunkt
Ein zentraler Pfeiler ist die ökologische Transformation. Unter dem Eindruck der neuen „Sanierungsoffensive 2026“ des Bundes mit ihren Förderschwerpunkten suchen Immobilienbesister nachhaltige Lösungen. Die deutlich erweiterte „Holz Lounge“, konzipiert mit proHolz Steiermark, antwortet darauf.
Experten betonen: Holz gilt nicht mehr nur als rustikales Neubau-Material, sondern als Schlüsselkomponente für urbane Nachverdichtung und thermische Sanierung. In kurzen „Micro Sessions“ erhalten Besucher Einblicke, wie Holzbau die Klimaziele erreichen kann, ohne Komfort zu opfern. Aussteller präsentieren zudem innovative Dämmlösungen und Heizsysteme für ältere Bausubstanz.
Passend zum Thema Energieeffizienz und Heiztechnik: Viele Hausbesitzer und Vermieter übersehen, welche Kosten beim Fenstertausch, Dämmung oder Heizungsmodernisierung wirklich anfallen. Der kostenlose PDF‑Report „Betriebskosten 2025“ erklärt, welche Posten umlagefähig sind, wie Sie Heizkosten senken und typische Abrechnungsfallen vermeiden – kompakt, rechtssicher und sofort anwendbar. Ideal für Ihre Sanierungsplanung. Betriebskosten-Report jetzt gratis herunterladen
Premiere: KI erobert das Handwerk
Erstmals widmet die Messe der Digitalisierung im Handwerk eine eigene Bühne. Der neue Schwerpunkt „KI trifft Handwerk“ im Foyer Nord soll zeigen, dass Künstliche Intelligenz konkreten Nutzen für lokale Betriebe stiftet.
Das Programm zeigt praxisnahe Anwendungen:
* KI-gestützte Bauplanung, die Entwürfe in Sekunden visualisiert
* Automatisierte Angebotsprozesse für transparentere Kosten
* Bessere Vorstellungskraft für Kunden durch Augmented Reality
Experten des Digital Innovation Hub Süd wollen vor Ort Berührungsängste abbauen. Sie argumentieren: Digitale Tools sind gerade im Fachkräftemangel entscheidend, um Ressourcen effizienter zu nutzen und Fehler zu minimieren.
Expertenwissen und Krisenvorsorge im Fokus
Die Messe bleibt ihrer Linie treu, konkrete Lebenshilfe zu bieten. Ein Highlight ist der Auftritt des Bausachverständigen Günther Nussbaum am Messesonntag. Seine Analysen zu „Pfusch am Bau“ und rechtlichen Fallstricken gelten als Publikumsmagnet.
Auch das Thema Sicherheit nimmt breiten Raum ein. Der Bereich „Blackout-Prävention“ adressiert das Bedürfnis nach Vorsorge mit Lösungen wie netzunabhängigen PV-Speichern oder Notstromaggregaten. In der „KitchenXperience“ in Halle A verschmelzen derweil moderne Küchengeräte mit regionaler Genusskultur – immer mit Fokus auf Energieeffizienz.
Sanierungsboom treibt veränderten Markt an
Die Messe findet in einem spannenden Kontext statt. Wirtschaftsforschungsinstitute prognostizieren für 2026 erstmals wieder eine leichte Erholung der Bauwirtschaft um etwa 0,6 Prozent. Doch der Markt hat sich strukturell verändert.
Während der klassische Einfamilienhaus-Neubau aufgrund hoher Zinsen und strengerer Kreditrichtlinien verhalten läuft, boomt der Sanierungsmarkt. Viele potenzielle Bauherren adaptieren lieber Bestandsimmobilien, statt neu zu bauen. Diesen Trend spiegelt auch das Ausstellerverzeichnis wider: Unternehmen für Fenstertausch, Fassadendämmung und Heizungsumstellung rücken in den Vordergrund.
Die Botschaft der Messe ist klar: Die Zukunft des Bauens ist digitaler, vernetzter und vor allem bestandsschonender. Wer in den nächsten Jahren investieren will, findet in Graz ab dem 22. Januar die Werkzeuge für diese neue Realität.
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