Gürtelrose-Impfung senkt Demenzrisiko um 20 Prozent
27.11.2025 - 16:50:12Bewegung, Musik, Impfung: Neue Studien zeigen, wie fast die Hälfte aller Demenzfälle verhindert werden könnte. Die überraschendste Erkenntnis kommt heute aus der Impfforschung.
Demenz ist kein Schicksal. Diese Woche liefert gleich mehrere Studien eindrucksvolle Belege: Von der Gürtelrose-Impfung über Sport bis zum Musikhören – gezielte Maßnahmen können das Erkrankungsrisiko drastisch senken.
Die Gürtelrose-Impfung senkt das Demenzrisiko um 20 Prozent. Das zeigt eine aktuelle Analyse aus Wales, die heute diskutiert wird. Der Grund: Entzündungen durch reaktivierte Viren begünstigen neurodegenerative Erkrankungen. Die Impfung unterbricht diesen Prozess.
“Infektionsschutz und Neuroprotektion gehen Hand in Hand”, erklären Experten. Ein faszinierendes Beispiel dafür, wie etablierte Impfungen unerwartete Zusatzeffekte entfalten.
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Bewegung wirkt in jedem Alter
Eine am Montag im JAMA Network Open veröffentlichte Studie setzt neue Maßstäbe: Körperliche Aktivität kann das Demenzrisiko um bis zu 45 Prozent senken. Die gute Nachricht: Es ist nie zu spät anzufangen.
Selbst wer erst spät im Leben aktiv wird, profitiert erheblich. Die Forscher sprechen von “pleiotropen Wirkungen” – Sport greift auf vielen Ebenen in neurodegenerative Prozesse ein. Das widerlegt die Annahme, dass Prävention nur in jungen Jahren wirkt.
Musik und Käse als Gehirntraining
Auch Alltagsgewohnheiten rücken in den Fokus:
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Musikhören senkt bei über 70-Jährigen das Risiko kognitiver Einschränkungen um 39 Prozent, so eine Studie der Monash University. Musik stimuliert komplexe neuronale Netzwerke.
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Täglicher Käsekonsum korreliert mit besserer kognitiver Gesundheit im Alter, zeigt eine japanische Untersuchung. Wissenschaftler vermuten Effekte von Vitamin K und der Darm-Hirn-Achse.
Das Zeit-Problem
Doch es gibt einen Haken. Forscher der UNSW Sydney führen den Begriff “zeitliche Ungleichheit” ein: Ein hirngesunder Lebensstil benötigt etwa 10 Stunden täglich. Für Menschen in prekären Jobs oder mit Pflegeverantwortung kaum machbar.
“Wir riskieren eine Zwei-Klassen-Prävention”, warnen die Autoren im Lancet Healthy Longevity. Ohne strukturelle Änderungen bleiben die theoretisch vermeidbaren 45 Prozent für viele unerreichbar.
Blut-Tests ab 2026
Die Entwicklungen markieren einen Wendepunkt: weg vom Heilmittel, hin zur multimodalen Prävention. Ab 2026 könnten Blut-Biomarker-Tests das individuelle Risiko Jahre im Voraus erkennen.
Das Deutsche Zentrum für Neurodegenerative Erkrankungen (DZNE) arbeitet bereits an Projekten für “Präzisions-Prävention”. Kombiniert mit den neuen Erkenntnissen zu Impfungen und Lebensstil könnte Demenz für viele vermeidbar werden.
Die Botschaft ist klar: Jede Bewegung zählt. Impfungen schützen mehr als nur vor Infekten. Und selbst Musikhören ist aktive Gesundheitsvorsorge.
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