Guelph, Welle

Guelph warnt vor neuer Welle elektronischer Autodiebstähle

27.01.2026 - 17:13:12

Polizei in Guelph warnt vor organisierten Diebstählen mit Relais-Technik. Drei Luxusfahrzeuge wurden binnen Minuten gestohlen. Experten empfehlen mehrstufige Schutzmaßnahmen.

Die Polizei in der kanadischen Stadt Guelph ruft Bürger zu erhöhter Wachsamkeit auf. Grund ist eine Serie von Fahrzeugdiebstählen am vergangenen Wochenende, bei denen Diebe mit ausgeklügelter Relais-Technik moderne Sicherheitssysteme überlisteten. Die Behörden warnen vor einer wachsenden Bedrohung durch hochtechnisierte Bandenkriminalität.

So funktionieren die digitalen Einbruchswerkzeuge

Im Zentrum der neuen Diebstahlswelle stehen sogenannte Relais-Angriffe. Diese Methode zielt gezielt auf Fahrzeuge mit Keyless-Go-System und Start-Stopp-Taste ab. Zwei Täter arbeiten dabei mit speziellen elektronischen Geräten zusammen.

Ein Dieb steht mit einem Signalverstärker in der Nähe des Wohnhauses und fängt das Funksignal des Schlüssels ab – selbst durch Wände hindurch. Ein Komplize überträgt dieses Signal dann zum Fahrzeug. Der Wagen „denkt“, der Schlüssel sei in der Nähe, und lässt sich entriegeln und starten. Der gesamte Diebstahl dauert oft weniger als eine Minute.

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Drei Diebstähle lösten die aktuelle Warnung aus

Den konkreten Anlass für die erneute Warnung bilden mindestens drei Diebstähle vom vergangenen Wochenende. Die Bandbreite der gestohlenen Fahrzeuge zeigt: Praktisch alle Marken und Modelle sind gefährdet.

Gestohlen wurden ein weißer Jeep Wrangler (Baujahr 2025), ein grauer BMW 435 (2014) und ein schwarzer Honda CRV (2024). Besonders bemerkenswert: Der gestohlene BMW wurde von automatischen Kennzeichenlesern der Polizei zweimal erfasst, bevor der Besitzer überhaupt vom Diebstahl wusste.

Diese Schutzmaßnahmen empfiehlt die Polizei

Angesichts der technischen Raffinesse der Täter setzt die Polizei auf mehrstufige Sicherheitskonzepte. Einzelne Maßnahmen reichen oft nicht mehr aus.

Die wichtigsten Verteidigungsstrategien:

  • Signalsperre: Bewahren Sie Schlüssel in speziellen Faraday-Taschen oder -Boxen auf. Diese blockieren die Funkverbindung. Lagern Sie Schlüssel nicht in der Nähe von Türen oder Fenstern.
  • Geschützte Parkplätze: Ein abgeschlossener Garagenstellplatz bietet den besten Schutz. Alternativ sollten gut beleuchtete Bereiche gewählt werden.
  • Mechanische Sperren: Sichtbare Maßnahmen wie Lenkradkrallen oder Unterbrechungsschalter im Stromkreis schrecken ab. Sie verhindern die Fahrt, selbst wenn der Motor startet.
  • VIN verdecken: Experten raten, die von außen sichtbare Fahrgestellnummer abzudecken. Kriminelle könnten sie für gefälschte Schlüssel nutzen.

Die Polizei betont zudem die Grundregeln: Türen und Fenster stets schließen und verdächtige Aktivitäten – besonders nachts – sofort melden.

Hintergrund: Organisierte Kriminalität exportiert Luxusfahrzeuge

Die Vorfälle in Guelph sind kein Einzelfall. Sie spiegeln ein landesweites Problem in Kanada wider. Organisierte Banden nutzen die Technik, um hochpreisige Fahrzeuge für den Weiterverkauf oder Export zu stehlen.

Ein Wettlauf zwischen Sicherheitstechnik und krimineller Kreativität ist entbrannt. Während Hersteller ihre Systeme verbessern, finden Diebe stets neue Schwachstellen. Die Zeiten, in denen die werkseitige Alarmanlage ausreichte, sind vorbei. Die effektivste Abwehr kombiniert heute elektronische Vorsicht mit robusten mechanischen Hindernissen.

Was kommt auf Autobesitzer zu?

Die Bekämpfung elektronischer Fahrzeugdiebstähle bleibt eine Daueraufgabe. Von den Herstellern werden sicherere Keyless-Systeme erwartet, etwa mit Bewegungssensoren im Schlüssel oder PIN-Abfragen vor dem Start.

Für Fahrzeughalter wird Wachsamkeit zur Grundhaltung. Die Polizei wird ihre Aufklärungskampagnen fortsetzen und gezielte Kontrollen durchführen. Der Appell der Behörden ist klar: Wer sein Auto schützen will, muss Schlüssel und Fahrzeug mit derselben Sorgfalt behandeln wie Kreditkarte oder digitale Identität. Proaktive Sicherheit ist die beste Verteidigung.

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