Grüne, Geburtstag

Grüne Woche feiert 100. Geburtstag mit Besucheransturm

24.01.2026 - 10:04:13

Die Internationale Grüne Woche beendet ihr 100. Jubiläum mit über 300.000 Gästen. Die Messe vereint florale Kunst der 1920er Jahre, regionale Kulinarik und Zukunftstechnologien.

Die Internationale Grüne Woche in Berlin beendet ihr 100. Jubiläum mit einem Festwochenende im Stil der Goldenen Zwanziger. Am vorletzten Messetag strömten Zehntausende Besucher in die Hallen, um die opulente Blumenpracht und kulinarische Highlights zu erleben. Die Messe knüpft damit an ihre besten Besucherzahlen an.

Babylon Garden: Blütenpracht im Art-Déco-Glanz

Das unbestrittene Herzstück schlägt in der Blumenhalle 2.2a. Unter dem Motto „Babylon Garden“ verwandelten Landschaftsarchitekten den Raum in eine opulente Parkanlage im Geist der 1920er Jahre. Geometrische Art-Déco-Formen verschmelzen mit üppigen floralen Arrangements zu einem visuellen Gesamtkunstwerk.

Anders als in wild-natürlichen Vorjahren dominiert 2026 eine elegante Strenge. Wasserspiele und luxuriöse Fülle laden zum Verweilen ein. Die Inszenierung trifft perfekt den aktuellen Lifestyle-Trend zur zeitlosen Ästhetik. Abends dient die Halle als exklusive Kulisse für Empfänge – hier wird der Geist des „Großen Gatsby“ spürbar.

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Kulinarik: Partnerland setzt auf Premium-Regionalität

Auf dem Teller zelebriert das Partnerland Mecklenburg-Vorpommern das Jubiläum. In Halle 5.2b legt der 25. Auftritt des Bundeslandes den Fokus auf veredelte Regionalität. Statt einfacher Fischbrötchen dominieren nun:
* Hochwertige Wildspezialitäten
* Raffiniert verarbeitete Meeresfrüchte

Die Landesregierung meldet enorme Resonanz. Bereits zur Wochenmitte mussten Aussteller Nachschub ordern, um den Ansturm am Samstag zu bewältigen. Parallel bietet die „Schlemmer-Welt“ internationale Gourmet-Vielfalt – von marokkanischem Mandelgebäck bis zu exklusiven Alpenkäsen.

Halle 26a: Vom Oldtimer-Traktor zur KI-Maschine

Die Jubiläumshalle 26a macht die hundertjährige Geschichte greifbar. Ein Fordson-Traktor von 1926 steht dort modernen, KI-gesteuerten Erntemaschinen gegenüber. Diese Gegenüberstellung zeigt den Wandel der Messe: von der landwirtschaftlichen Leistungsschau zum High-Tech-Forum für die Ernährung der Zukunft.

Besonders emotional: Die Rückkehr der Tiere in Halle 25. Nach Jahren mit Seuchenschutz-Auflagen sind die Ställe wieder gefüllt. Gleichzeitig wirft die neue Themeninsel „ZERO“ in Halle 27 einen radikalen Blick voraus. Hier dreht sich alles um klimaneutrale Produktion – ein Thema, das 2026 über die Existenzberechtigung der Branche entscheidet.

Wirtschaftsfaktor mit Strahlkraft

Die wirtschaftliche Bedeutung für Berlin ist enorm. Messe-Verantwortliche rechnen bis Sonntag mit über 300.000 Besuchern. Der begleitende verkaufsoffene Sonntag bringt zusätzliche Umsätze in der City West und am Alexanderplatz.

Das Format der klassischen Publikumsmesse hat also auch im digitalen Zeitalter Bestand. Die Grüne Woche 2026 beweist: Sie ist mehr als eine Handelsplattform. Sie ist ein gesellschaftliches Ereignis, das nach Beständigkeit und Genuss in einer komplexen Welt sucht.

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