Grüne Woche: Digitale Landwirtschaft wird Realität
25.01.2026 - 00:12:12Die Landwirtschaft wird digital – und zwar jetzt. Das ist die klare Botschaft der 100. Internationalen Grünen Woche, die heute in Berlin endete. Zehn Tage lang zeigte die Messe, wie Hightech den Ackerbau effizienter, nachhaltiger und krisenfester macht.
Im Fokus standen praxistaugliche Lösungen. In der EventFarm-Halle dominierten autonome Maschinen und Sensortechnik. Besonders diskutiert wurden KI-gesteuerte Jäteroboter. Sie erkennen Unkraut mit Kameras und brennen es mit Thermallasern ab. So bekämpfen sie den Fachkräftemangel und reduzieren Herbizide.
Auch Drohnen sind längst kein Spielzeug mehr. Mit Multispektralkameras spüren sie Pflanzenkrankheiten frühzeitig auf – lange bevor das menschliche Auge etwas erkennt. Diese datengesteuerte Präzision revolutioniert Bewässerung und Düngung. Das Ziel: höhere Erträge mit weniger Ressourcen.
KI-Systeme auf dem Feld bringen große Vorteile – aber seit August 2024 gelten neue EU-Regeln, die Entwickler und Anwender verpflichten. Ein kostenloser Umsetzungsleitfaden erklärt verständlich Kennzeichnungspflichten, Risikoklassen und Dokumentationsanforderungen – besonders hilfreich für Firmen, die KI in Robotern, Drohnen und vernetzten Sensoren einsetzen. Jetzt kostenlosen KI-Umsetzungsleitfaden herunterladen
Startups bekämpfen Lebensmittelverschwendung
Der innovative Geist der Branche zeigte sich bei den Grüne Woche Startup Days. Zehn Finalisten präsentierten ihre Visionen. Der Sieger steht seit dem 21. Januar fest: das Berliner Unternehmen SconeLabs.
Das Startup überzeugte die Jury mit einer Lösung gegen Lebensmittelverschwendung. Ihr System kombiniert Sensoren mit Künstlicher Intelligenz. Es analysiert Echtzeitdaten aus der Lagerung von Frischwaren. So erkennt es Qualitätsverlust und Verderbsrisiken frühzeitig. Die Daten helfen, die Haltbarkeit zu optimieren und Abfälle in Großlagern deutlich zu reduzieren.
Daten sind der neue Ackerboden
Hinter allen Robotern und Gadgets steht eine größere Vision: Daten als Grundlage für nachhaltige Landwirtschaft. Die Technologien bilden ein vernetztes Ökosystem, in dem Informationen die wertvollste Währung sind.
Digitale Werkzeuge ermöglichen präzisen Einsatz von Wasser, Dünger und Pflanzenschutzmitteln. Sie senken den Kraftstoffverbrauch. Damit tragen sie direkt zum Klimaschutz bei – ein zentrales Thema auf der Messe. Dieser digitale Wandel gilt als essenziell, um die globale Ernährung zu sichern und Ökosysteme zu schützen.
Globale Treibkraft für die Agrarwende
Der Technologie-Fokus in Berlin spiegelt einen weltweiten Trend wider. Die Grüne Woche ist Plattform für das Global Forum for Food and Agriculture (GFFA). Hier beraten Landwirtschaftsminister und Experten aus über 60 Ländern.
Der Konsens ist klar: Technologie ist eine Schlüsselantwort auf drängende globale Probleme. Die Innovationen entstehen nicht im Elfenbeinturm. Sie reagieren auf den Bedarf an nachhaltigen Praktiken, mehr Nahrungsmittelproduktion und größerer Effizienz im Klimawandel. Die vielen internationalen Delegationen unterstreichen die politische Dringlichkeit dieser digitalen Transformation.
Vom Prototyp zum Standard
Mit dem Ende der Jubiläumsmesse stellt sich eine neue Frage: Wie schnell kommt die Technologie aufs Feld? Hindernisse wie hohe Investitionskosten und lückenhafte Netzabdeckung auf dem Land bleiben bestehen. Doch die in Berlin gezeigten Lösungen sind praxisreifer denn je.
Die Branche verlässt die Pilotphase. In den kommenden Jahren werden KI, IoT und Robotik zum Standard in der Landwirtschaft. Die Farm der Zukunft ist eine Smart Farm. Sie trifft datengesteuerte Entscheidungen – für ein sichereres und nachhaltigeres Ernährungssystem.
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